Welche Erde für Kräuter? So finden Sie die beste Mischung für gesunde, aromatische Pflanzen!

Die richtige Erde ist entscheidend für gesunde, aromatische Kräuter. Erfahren Sie, welche Mischung am besten passt und worauf Sie unbedingt achten sollten!

von Elisa Meyer
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Haben Sie sich jemals gefragt, warum Ihre Kräuter manchmal einfach nicht glücklich aussehen? Oder warum sie nicht so wachsen, wie Sie es sich wünschen? Sehr oft liegt es an der Erde – ja, wirklich! Der richtige Boden ist das Geheimnis für gesunde, aromatische Kräuter. Ob Sie nun ein Gartenprofi sind oder gerade erst anfangen, hier erfahren Sie alles, was Sie über Kräutererde wissen müssen. Und das Beste daran? Es ist gar nicht so kompliziert, wie es klingt. Sind Sie bereit für den aromatischsten Kräutergarten, der bei Ihnen zu Hause wächst?

verschiedene kräuter (basilikum, salbei, küken, petersilie, oregano und thymian), die in masongläsern auf einem fenster wachsenZur Galerie
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Warum die Erde so entscheidend ist?

Stellen Sie sich vor, dass der Boden das Zuhause Ihrer Kräuter ist. Er gibt ihnen Halt, versorgt sie mit Nährstoffen und sorgt dafür, dass sie genug Wasser bekommen – aber nicht zu viel. Wenn der Boden nicht richtig ist, können Ihre Kräuter nicht richtig wachsen. Zu viel Wasser? Wurzelfäule. Zu wenig Nährstoffe? Schwache Pflanzen. Falscher pH-Wert? Die Kräuter können die Nährstoffe nicht aufnehmen. Klingt kompliziert? Keine Sorge, ich erkläre es Ihnen Schritt für Schritt.

anpflanzen von kräutern wie oregano mit dem richtigen bodenZur Galerie

Was macht die perfekte Kräutererde aus?

Die ideale Kräutererde hat drei Superkräfte:

  1. Gute Drainage: Kräuter hassen nasse Füße! Staunässe ist der Feind Nummer eins. Deshalb muss die Erde locker und durchlässig sein. Zutaten wie Sand, Perlite oder Blähton sorgen dafür, dass überschüssiges Wasser abfließen kann.
  2. Ausgewogene Nährstoffe: Kräuter brauchen Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, um gesund zu wachsen. Aber Vorsicht: Zu viel Dünger kann das Aroma der Kräuter beeinträchtigen. Eine leicht nährstoffreiche Erde ist ideal.
  3. Der richtige pH-Wert: Die meisten Kräuter lieben einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert (zwischen 6,0 und 7,0). Ein zu hoher oder zu niedriger pH-Wert kann dazu führen, dass die Pflanzen Nährstoffe nicht richtig aufnehmen können.

Und in diesem Artikel erfahren Sie, welche Kräuter Sie zusammen pflanzen können.

vorbereitung einer erdmischung für die anpflanzung von kräuternZur Galerie
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trockene kokoserde neben einer zimmerpflanze featured
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Kräutererde selber mischen oder kaufen?

Wenn es um die Erde für Ihre Kräuter geht, haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie können fertige Kräutererden kaufen oder Ihre eigene Mischung zusammenstellen. Beide Optionen haben ihre Vor- und Nachteile.

  • Kaufen: Fertige Kräutererden sind super praktisch! Sie sind oft speziell auf die Bedürfnisse bestimmter Kräutergruppen abgestimmt. Aber Vorsicht: Viele enthalten Torf, was umwelttechnisch bedenklich ist, oder zu viel Kompost, der einigen Kräutern schaden kann.
  • Selber mischen: Das Mischen der eigenen Erde ist zwar etwas mehr Aufwand, aber es gibt Ihnen die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe. So können Sie die Mischung perfekt auf Ihre Kräuter abstimmen.

Rezept für eine universelle Kräutererde:

  • 1/3 Gartenerde oder hochwertige Blumenerde
  • 1/3 Sand (am besten Quarzsand oder Lavasand)
  • 1/3 Kompost (optional, je nach Bedarf der Kräuter)
eine bodenmischung für die pflanzung von kräuternZur Galerie

Kräutererde selber mischen: Schritt für Schritt

  1. Zutaten sammeln: Besorgen Sie sich Gartenerde, Sand, Kompost und gegebenenfalls noch einige Zusätze wie Perlite oder Vermiculit.
  2. Zutaten mischen: Vermischen Sie alle Zutaten gründlich in einem großen Behälter. Machen Sie das gut, damit sich alles schön verbindet.
  3. Drainage testen: Geben Sie etwas Wasser auf die Erde. Sie sollte gut abfließen und nicht im Topf stehen bleiben – das ist wichtig, damit Ihre Kräuter nicht ertrinken.
  4. Töpfe füllen: Füllen Sie Ihre Töpfe oder Kästen mit der selbstgemachten Kräutererde.
  5. Kräuter pflanzen: Jetzt ist es Zeit, Ihre Kräuter einzusetzen! Pflanzen Sie sie in die Erde und geben Sie ihnen etwas Wasser, damit sie gut anwachsen können.

Wann kaufen, wann mischen?

Kaufen: Wenn Sie wenig Zeit haben oder nur ein paar Töpfe füllen wollen, ist fertige Kräutererde die einfachere Wahl.

Selber mischen: Wenn Sie viele Kräuter haben, besondere Anforderungen erfüllen wollen oder Wert auf Nachhaltigkeit legen, lohnt es sich, die Erde selbst zu mischen.

kräutererde selber mischenZur Galerie

Die richtige Erde für verschiedene Kräutersorten

Nicht alle Kräuter sind gleich – und das gilt auch für ihre Ansprüche an die Erde. Hier findest du die optimale Erde für die gängigsten Kräutertypen:

1. Mediterrane Kräuter: Rosmarin, Thymian, Lavendel, Salbei

Diese Kräuter kommen aus sonnigen, trockenen Regionen und brauchen deshalb magere, sandige Erde.

Ideale Mischung:

  • 60 % Blumenerde (oder Gartenerde mit geringem Nährstoffgehalt)
  • 40 % Sand oder Kies
  • Optional: Fügen Sie eine Handvoll Kalk für einen leicht alkalischen pH-Wert und Quarzsand oder Lavasand hinzu, um die Durchlässigkeit weiter zu verbessern.
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2. Heimische Kräuter: Petersilie, Schnittlauch, Minze, Dill

Diese Kräuter benötigen eine nährstoffreiche Erde, die feuchtigkeitsspeichernd ist. Eine optimale Mischung könnte sein:

  • 50 % Blumenerde
  • 35 % Sand
  • 15 % Kompost
  • Diese Kräuter gedeihen in einem neutralen bis leicht sauren pH-Bereich.
einheimische kräuter wie petersilie und dill wachsen in töpfen in der richtigen erdeZur Galerie

3. Kräuter mit hohem Nährstoffbedarf: Basilikum, Estragon, Borretsch

Diese Kräuter gedeihen am besten in humusreicher, lockerer Erde. Die perfekte Mischung wäre:

  • 50 % Gartenerde
  • 25 % Kompost
  • 15 % Wurmhumus
  • 10 % Blähton
  • Diese Kräuter bevorzugen einen neutralen pH-Wert.

Und hier erfahren Sie, welche Erde am besten für Orchideen geeignet ist.

frau pflanzt basilikum in metalltopfZur Galerie

Praktische Tipps für den Anbau von Kräutern

Kräuter anzubauen ist einfacher, als man denkt. Hier sind die wichtigsten Tipps, damit Ihre Kräuter gut gedeihen:

  • Standortwahl: Die meisten Kräuter lieben Sonne. Mediterrane Kräuter wie Rosmarin und Thymian brauchen mindestens 6 Stunden Sonne pro Tag. Beachten Sie, dass Kräuter wie Petersilie und Minze auch mit weniger Sonne zurechtkommen, sie bevorzugen Halbschatten.
  • Bewässerung: Der Boden sollte immer leicht feucht, aber nicht nass sein. Vermeiden Sie Staunässe! Zu viel Wasser schadet den Wurzeln. Gießen Sie nur, wenn die oberste Bodenschicht trocken ist.
  • Düngung: Weniger ist mehr, Kräuter brauchen nicht viel Dünger. Verwenden Sie alle 4-6 Wochen Kompost oder organischen Dünger. Vorsicht bei mediterranen Kräutern: Rosmarin und Thymian brauchen fast keinen Dünger.
  • Ernte: Ernten Sie regelmäßig, um das Wachstum zu stimulieren. Schneiden Sie nur einen Teil der Pflanze ab, damit sie sich regenerieren kann. Ernten Sie am Morgen, denn dann sind die ätherischen Öle am stärksten. Und in diesem Artikel finden Sie die besten Tipps zum Ernten und Trocknen von Kräutern.
frau schneidet frischen, selbst angebauten thymian auf der fensterbankZur Galerie

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Elisa aus Bremen ist leidenschaftliche Autorin mit einem Faible für Design, Lifestyle und nachhaltiges Wohnen. Sie liebt das Reisen, Fotografie und das Entdecken neuer Trends. Nach über 1.000 Artikeln bei Archzine setzt sie ihre Arbeit nun bei Deavita fort. Elisa hat Journalistik in Leipzig studiert und einen Master in internationalen Beziehungen aus Paris.