Rasen säen im Februar: Ab wann ist eine Aussaat sinnvoll und können die Samen bei Frost keimen?

von Olga Schneider
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Noch vor zwei Monaten war man stolz auf seine gepflegte Rasenfläche. Aber im Winter zeigen sich plötzlich kahle Stellen, die den Hobby-Gärtner ins Auge stechen. Natürlich möchte man dann schnellstmöglich den Rasen säen. Aber ist eine Aussaat im Februar, bei Frost sinnvoll oder sollte man doch lieber abwarten? Wir klären die Frage.

Rasen säen im Februar: Die Vorteile einer Winter-Aussaat

Ab wann Rasen säen im Winter

Ob es sich um Ausbesserung von einzelnen kahlen Stellen handelt oder man eine Rasenfläche komplett neu anlegen möchte: Viele Hobby-Gärtner stellen sich bereits im Februar die Frage, wann der richtige Zeitpunkt dafür ist. Ist der Winter mild und liegen die Temperaturen über einen längeren Zeitraum über 5 Grad Celsius, dann könnten einzelne kahle Stellen ausgebessert werden. Eine frühe Aussaat ist auch deswegen sinnvoll, weil:

  • es im Februar im Garten wenig zu tun gibt und man mehr Zeit dem Rasen widmen kann.
  • es im Frühjahr öfters regnet und man sich das Wässern der Rasenfläche ersparen kann.
  • die Sonne scheint nicht so stark im Frühjahr und wird die neuen Grashalme nicht verbrennen.
  • der frisch angelegte Rasen hat mehr Zeit anzuwachsen, bevor es warm wird. Dies ist sehr wichtig auch deswegen, weil im Frühling zahlreiche Schädlinge aktiv werden und die jüngen Rasenhalme beschädigen können.
  • Ist der Rasen allerdings bereits angewachsen, ist er auch weniger anfällig für Krankheiten.

Ab wann kann man Rasen säen?

Rasen säen im Februar bei Frost geht das

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Grundsätzlich gilt: Die meisten Samen keimen ab 9 Grad Celsius Bodentemperatur. Es gibt allerdings auch Sorten, die bereits ab 5 Grad Celsius Bodentemperatur keimen können. Grundsätzlich gilt: Ab Mitte Februar, bei mildem Winter bereits ab Anfang Februar, liegen die Tagestemperaturen des Bodens zwischen 5 und 10 Grad Celsius und der Rasen kann vorkeimen. Wie bei allen Pflanzen spielt nicht nur die Temperatur, sondern auch die Feuchtigkeit eine entscheidende Rolle.

Rasen bei Regen säen

Man kann im Prinzip Samen nach mehreren regnerischen Tagen säen. Allerdings könnte ein zu nasser Boden den Keimprozess aufhalten. Falls der Gartenboden durchlässig ist, brauchen Sie sich keine Sorgen zu machen. Ansonsten können Sie die Samen verstreuen und dann mit trockenem Mutterboden abdecken. Sie können auch die Rasenfläche aerifizieren, um einen lehmhaltigen Boden zu lockern, die Drainage zu verbessern und das Wachstum der Grashalme zu fördern.

So gelingt die Aussaat bei Frost

Selbst wenn im Februar die Temperaturen immer noch unter 5 Grad Celsius liegen, kann man trotzdem die Rasensamen säen. Wichtig ist vor allem, dass der Boden nicht durchgefroren ist, denn dann lässt er sich nur mühsam bearbeiten. Die Samen an sich sind frosthart und Sie müssen sich keine Sorgen machen, dass sie erfrieren werden. Umso mehr – eine Schneeschicht kann die Samen vor Frost schützen. Sie werden allerdings nicht keimen, bis die Bodentemperatur dauerhaft mindestens 5 Grad Celsius erreicht.

Und was passiert, wenn die Temperaturen im Februar über die 5-Grad-Marke liegen, dann sich aber plötzlich Frost ansetzt? Das ist das größte Risiko, das eine frühzeitige Aussaat im Freien birgt. Denn jünge Grashalme können leicht erfrieren oder vertrocknen. Bei Bodenfrost fällt es ihnen meistens schwer, Wasser aufzunehmen. Das liegt daran, dass ihre Wurzeln noch klein sind. Sie können dies verhindern, indem Sie Samen kaufen, die erst bei 10 Grad Celsius Bodentemperatur keimen. Oder Sie können sich im Gartenzenter über besonders frostbeständige Grassorten informieren.

Rasenpflege im Februar: Kleinere kahle Stellen ausbessern

Rasen bei Frost säen im Winter und Frühjahr was beachten

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Grundsätzlich gilt: Wenn Sie kleine kahle Stellen ausbessern möchten, dann können Sie Rasen bereits im Februar nachsäen. Möchten Sie aber eine neue Rasenfläche anlegen, dann sollten Sie noch bis April oder sogar Mai abwarten.  Zu hoch ist das Risiko, dass einzelne Samen nicht keimen oder von Vögeln im Frühjahr gefressen werden. Manchmal muss der Boden zusätzlich für den Rasen vorbereitet werden, was sich in den Wintermonaten als sehr mühsam erweist. Im Frühling ist der Boden bereits aufgetaut und lässt sich problemlos harken, vertikutieren und aerifizieren.

Olga Schneider

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Olga Schneider ist gelernte Kommunikationswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, enthusiasierte Hobby-Gärtnerin und begeisterte Blogerin in Bereichen Haushalt, Backrezepte und Modetrends.
Olga liebt ihren grünen Garten. Dort hat sie ein Gemüsebeet, mehrere Blumenbeete und eine kleine Rasenfläche. Die positive Erfahrung in ihrer kleinen Gartenoase gab ihr einen richtigen Motivationsschub, ihr Wissen in diesem Bereich durch Kontakt mit Baumschulgärtnern zu vertiefen und mehr über die Zusammenhänge beim Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie bei der Pflege von Blumen und Zierpflanzen zu erfahren. Der Austausch mit Garten-Experten erweiterte ihren Horizont zusätzlich und vertiefte ihr Interesse an der naturfreundlichen Gartengestaltung. Das kreative junge Team von Deavita hat ihr die perfekte Möglichkeit gegeben, ihre neue Leidenschaft mit den Lesern zu teilen.
Neben den Gartenartikeln ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv. Dort teilt sie gerne ihre Erfahrung als Mama und gibt nützliche Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Putzmitteln, sowie zu verschiedenen Putztechniken, mit denen man Zeit und Mühe sparen kann.
In Ihrer Freizeit ist Olga eine begeisterte Modeliebhaberin, die abends gerne durch zahlreiche Influencer-Seiten stöbert und das eine oder andere Wochenende bei virtuellen Treffen mit anderen Modebloggern verbringt. Sie hat vertieftes Interesse an den neuesten Modetrends und versucht sie umzusetzen. Sie teilt, äußerst sympathisch, ihre Liebe zu Mode, Nageldesign und Haartrends, in ihren Beiträgen zu diesen Themen.
Olga backt gerne zusammen mit ihrer Familie und probiert mindestens einmal im Monat neue Rezepte zu Hause oder mit ihren Kollegen. Selbstgemachte Desserts und Kuchen gehören für sie einfach selbstverständlich zum Nachmittagskaffee dazu.
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Seit mehr als 10 Jahren versucht sie, zu Hause nur mit naturfreundlichen Putzmitteln zu reinigen und probiert verschiedene Hausmittel.
Sie ist eine wahre Back-Enthusiastin, die seit 7 Jahren mit ihrem Kind verschiedene Rezepte probiert.
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Ist seit 11 Jahren als Autor bei Deavita tätig und hat mehr als 2450 Beiträge zu verschiedenen Themen rund um Gartengestaltung, Haushalt, Mode und Rezepte erstellt.

Ausbildung
Olga Schneider hat Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienkommunikation absolviert. Während des Studiums hat sie an mehreren multikulturellen Projekten teilgenommen und ein Praktikum in Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Reisen durch Europa haben Ihr Interesse für Architektur und Design geweckt. In ihrer Freizeit gärtnert sie leidenschaftlich und beschäftigt sich gerne mit Gartenkunst.