Apfelsäure für die Haare: Welche Wirkung das Absäuern auf die Haarstruktur hat & warum Sie probieren sollten

von Anne Seidel
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Dass neuerdings mit Säuren die Haut gepflegt wird, wissen Sie wahrscheinlich bereits. Jetzt greift dieses Pflegeprodukt, dass so manchen Neuling anfangs vielleicht zurückscheuen lässt, auch auf die Haare über. Säure soll ein wahres Wundermittel im Kampf gegen sprödes, trockenes und glanzloses Haar sein und gegen brüchige Spitzen und geschwächtes Haar wirken. Es handelt sich unter anderem um Apfelsäure für die Haare. Und wer immer noch die Stirn runzelt, dem sei gesagt, dass inzwischen sogar viele Pflege- und Stylingprodukte die Säure enthalten – ohne, dass Sie es vermutet bzw. darauf geachtet haben.

Wie wirkt Apfelsäure für die Haare?

Apfelsäure für die Haare - Warum das Absäuern eine gute Idee ist

Wie kann Säure, die doch eigentlich ätzend wirkt, gut für die Haare sein? Das Geheimnis liegt darin, dass sie in der Lage ist, den pH-Wert von Kopfhaut und Haaren auszugleichen. Und zwar besitzen die Haare einen sauren pH-Wert. Da aber die meisten Pflege- und Stylingprodukte alkalisch (basisch) sind, bringen sie diesen Wert durcheinander – sie heben ihn an. Wie Sie wissen, greifen vor allem Haarfärbemittel das Haar an.

Fruchtsäuren verbessern den pH-Wert vom Haar

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Mit Apfelsäure für die Haare können Sie dem entgegenwirken, denn diese ist sauer und hilft dabei, das Haar wieder aufzubauen und zu stärken, indem sie besonders tief ins Haar eindringt. Das Mittel repariert Bruchstellen zwischen den Aminosäuren in den Haarfasern, indem es sich an ihnen anlagert – wie Bausteine sozusagen. Die Haare werden wieder glänzender und Frizz wird reduziert. Haarfarben werden wiederum intensiver und halten länger.

Apfelsäure für die Haare macht das Haar glatter und glänzender

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So wirkt Säure zusammenfassend:

  • Schließt die Schuppenschicht. Dadurch werden die Haare glatter.
  • Die Haare sind weniger widerspenstig und lassen sich einfacher durchkämmen und stylen.
  • Wirkt gegen das Elektrisieren der Haare.
  • Intensiviert die Haarfarbe nach einer Haarfärbung.
  • Ist ein natürlicher und effektiver Sonnenschutz für die Haare.
  • Schützt vor oxidativem Stress.
  • Die Haare werden glänzender.
  • Die Haare werden weicher.

Übrigens kann das nicht nur die Apfelsäure. Auch Mandelsäure, Aminosäure und sogar Milchsäure wirken sich positiv auf die Haarstruktur aus.

Das Pflegeprodukt “Apfelsäure” – Anwendung und Tipps

Apfelsäure für die Haare zum Reparieren brüchiger Haare

Wie oft Sie die Apfelsäure für die Haare verwenden, hängt von Ihren Bedürfnissen und Pflegeroutinen ab. Während eine einmalige Anwendung pro Woche als Orientierung empfohlen wird, kann es in manchen Fällen aber vorteilhaft sein, das Absäuern der Haare öfter durchzuführen. Viele Frauen wenden diese Art Kur beispielsweise nach jeder Haarwäsche an, da sie auf diese Weise die Haarschuppen schließen und die Haare glätten. Was bei Ihnen richtig ist, hängt aber auch von der Haarstruktur und vor allem vom Produkt ab, das Sie verwenden:

Apfelsäure für die Haare schützt vor oxidativem Stress wie UV-Strahlung

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Je niedriger der pH-Wert des verwendeten Produkts, desto seltener sollten Sie es anwenden. Bei einem Wert von 4 oder 5 dürfen Sie es häufiger anwenden. Beobachten Sie auch unbedingt die Reaktion Ihrer Haare auf die Behandlung, um die optimale Häufigkeit festzustellen. Die saure Rinse wenden Sie nach der Haarwäsche an, sie ist der letzte Schritt und wird nicht wieder ausgewaschen.

Saure Rinse selber machen

Saure Rinse mit Apfelessig selber machen als pflegende Haarspülung

  • Essig-Zitrone: 1 Liter Wasser mit 1 Löffel Spritessig und 1 Löffel frischen Zitronensaft; der stärkste pH-Gehalt und am besten für coloriertes Haar; nicht häufiger als einmal alle 2 Wochen
  • Apfelsäure für die Haare: 1 Liter mit 2 Löffeln hochwertigem Apfelessig; nach jeder Haarwäsche möglich
  • Mit Bier: Wasser und Bier im Verhältnis 1:1 mischen; pH-Wert 4-5; einmal wöchentlich möglich
  • Kaffee-Rinse: 2–3 Löffel frisch gemahlenen Kaffee in 1 Liter Wasser aufbrühen, abkühlen lassen, abseihen; für leichtes Absäuern geeignet; kann die Haare leicht verfärben

Den Säuregehalt der DIY-Produkte testen Sie am besten mit Lackmuspapier.

Coloriertes Haar pflegen mit Säure und die Farbe intensivieren

Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.