Besenreiser entfernen: Diese Hausmittel und Methoden helfen wirklich!

Autor: Lisa Hoffmann

Mit den steigenden Temperaturen können wir endlich wieder Shorts, Röcke und kurze Kleider tragen! Eine Frau zu sein ist natürlich etwas sehr Schönes, doch die Natur hat uns in manchen Punkten wirklich benachteiligt. Cellulite, Erdbeerbeine, fettige Haut und die Liste geht weiter – wir haben mit ganz schön vielen Problemen zu kämpfen, oder? Und als ob das nicht genug wäre, schimmern im Sommer bei manchen von uns diese kleinen, bläulichen Äderchen unter der Haut an den Beinen hervor. Die Rede ist natürlich von den nervigen Besenreisern, die in der Regel harmlos sind, aber uns so richtig die Laune vermiesen können. Was sollten wir also tun? Lange Hosen im Sommer tragen? Nein, danke! Stattdessen werden wir die Besenreiser entfernen! Welche Hausmittel wirklich helfen, was sind Besenreiser und wie kann man die sichtbaren Äderchen vorbeugen? All das und vieles mehr erklären wir Ihnen im Folgenden!

Was sind Besenreiser?

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Besenreiser schimmern bläulich oder rötlich durch die Haut hindurch und machen sich als netzartige Muster vor allem an den Ober- oder Unterschenkeln sichtbar. Die kleinen Äderchen sind keine ernsthafte Krankheit und gefährden unsere Gesundheit im Prinzip nicht, gelten aber dennoch als Schönheitsmakel und vermiesen vielen Frauen die Lust auf kurze Kleidung. Besenreiser entstehen, wenn die Venen vermindert arbeiten und sind oftmals ein Anzeichen für beginnende Venenschwäche. Durch die Überdehnung der Gefäßwände verlieren die Venen mit der Zeit langsam an Elastizität, was zu den dunklen Äderchen führt. Da Frauen zu einem schwächeren Bindegewebe neigen, sind sie oftmals stäker als Männer davon betroffen.

Was ist der Unterschied zwischen Krampfadern und Besenreisern?

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Besenreiser sind in der Regel harmlos und sollten nicht mit Krampfadern verwechselt werden. Krampfadern werden medizinisch auch als Varikose oder Varizen bezeichnet und können sehr gefährlich sein. Dabei sind die oberflächlichen Venen so erweitert, dass sie als knotig wirkende, geschlängelte Blutgefäße unter der Haut hervortreten. Krampfadern sind Venen mit einer verminderten Fähigkeit, Blut zurück zum Herzen zu transportieren und diese Beeinträchtigung kann zu einer Blutansammlung in den Beinen führen. Laut einer Umfrage sind circa 20 Prozent der Erwachsenen davon betroffen und die ersten Anzeichen zeigen sich rund um das 30. Lebensjahr. Obwohl Krampfadern anfangs auch kein gesundheitliches Problem sind, können sie zu einer venösen Insuffizienz führen – eine Krankheit, die sich im Laufe der Zeit auf andere Venen ausbreiten kann. Sobald starke Schmerzen, Schlafstörungen und wunde Haut auftreten, sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen und entsprechende Behandlungsmöglichkeiten besprechen.

Die häufigsten Ursachen für Besenreiser

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Die Ursachen für Besenreiser sind eigentlich viele und es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Auftreten der kleinen Äderchen begünstigen. So spielt beispielsweise die Vererbung eine wichtige Rolle und wenn Ihre Mutter oder Oma davon betroffen sind, werden Sie höchstwahrscheinlich auch Besenreiser bekommen. Hier nochmal die wichtigsten Ursachen für Besenreiser im Überblick:

  • Geschlecht und Alter – In der Regel neigen Frauen häufiger zu einem schwachen Bindegewebe als Männer. Auch ältere Menschen bekommen Besenreiser eher als jüngere.
  • Hoher Blutdruck und Blutstau in den Venen – Wenn sich das Blut in den Venen zurückstaut, können sich die Gefäßwände ausdehnen – das wiederum begünstigt die Entstehung von Besenreisern. Aus diesem Grund haben Menschen mit einem höheren Blutdruck ein höheres Risiko für unterschiedliche Venenerkrankungen, darunter auch Besenreiser.
  • Übergewicht und mangelnde Bewegung führen ebenfalls zu einem verlangsamten Blutstrom der Venen. Starke Gewichtsschwankungen und Übergewicht leiern die Gefäße und das Bindegewebe aus, was die Bildung von Besenreisern unterstützt. Auch zu langes Sitzen oder Liegen verlangsamt den Blutstrom der Venen und kann zu einem Spannungsgefühl in den Beinen führen.
  • Dass Alkohol und Nikotin schädlich sind, wissen wir eigentlich alle. Die Genussgifte können auch die Blutgefäße auf Dauer beschädigen und vermehrte Besenreiser im Gesicht gelten sogar als erster Hinweis auf ein Alkoholproblem.

Besenreiser lasern oder veröden: Das sollten Sie darüber wissen

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Wenn Sie die bläulichen Äderchen optisch als ein Makel empfinden und die Besenreiser entfernen möchten, dann haben wir gute Nachrichten für Sie! Ihnen stehen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung – Sie könnten die Besenreiser lasern oder veröden. Wie genau das funktioniert, erklären wir Ihnen im Folgenden.

  • Besenreiser lasern – Bei der Lasertherapie werden die Äderchen mithilfe eines Lasergeräts entfernt. Damit „schießt“ der Arzt die Lichtenergie ganz gezielt auf die erweiterten Venen und die Gefäßwände werden so sehr beschädigt, dass der Körper die Besenreiser abbaut. Die Lasermethode eignet sich besonders für sehr dünne Gefäße und hinterlässt in der Regel keine Narben. Allerdings könnte es in einigen Fällen zu einer Pigmentveränderung der Haut an den betroffenen Stellen kommen. Meist sind für eine erfolgreiche Entfernung mehrere Sitzungen nötig und je nach Klinik liegen die Preise bei 100-200 Euro pro Therapie. Da es sich dabei um eine kosmetische Behandlung handelt, werden die Kosten nicht von der Krankenkasse übernommen.
  • Besenreiser veröden – Die Verödung der Besenreiser ist noch als „Sklerotherapie“ bekannt und wird von den meisten Frauen als schmerzhafter als die Laserbehandlung empfunden. Dabei wird ein chemisches Mittel in das Gefäß gespritzt, was zu einer Schädigung der Innenwand führt. Dadurch verkleben die Venenwände und werden nach und nach vom Körper abgebaut. Während der Verödung könnte es zu einer leichten Reizung kommen und für optimale Ergebnisse sind mehrere Sitzungen nötig. Auch hier liegen die Kosten bei 100-200 Euro und werden nicht von der Krankenkasse übernommen.

Besenreiser entfernen: Diese Hausmittel und Methoden helfen!

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Neben verschiedenen medizinischen Behandlungen gibt es glücklicherweise auch einige Hausmittel, mit denen wir Besenreiser entfernen können. Allerdings können wir Ihnen leider nicht versprechen, dass Sie durch die folgenden Methoden die kleinen Äderchen vollständig wegbekommen werden, aber es lassen sich dennoch sehr gute Erfolge für das Hautbild erzielen. Darüber hinaus ist auch etwas Geduld gefragt, denn von heute auf morgen wird es nicht klappen – um die Besenreiser zu entfernen oder zumindest weniger sichtbar erscheinen zu lassen, ist eine mehrwöchige äußerliche Anwendung nötig.

Unreife Tomaten und keimende Kartoffeln gegen Besenreiser

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Unreife Tomaten und keimende Kartoffeln – klingt auf den ersten Blick komisch, ist aber tatsächlich eine der besten Möglichkeiten, um Besenreiser Zuhause zu entfernen. In diesem Zustand beinhalten die beiden Lebensmittel das giftige Alkaloid Solanin, welches von Menschen nicht verzehrt werden soll. Doch genau darin liegt das Geheimnis, denn Solanin kann tatsächlich bereits nach 2 Wochen die Äderchen weniger stark sichtbar machen. Schneiden Sie dafür eine unreife Tomate und eine keimende Kartoffel in dünne Scheiben und legen Sie diese auf die betroffenen Stellen auf. Vier bis fünf Minuten einwirken lassen, das Gemüse entfernen und die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme pflegen. Für optimale Ergebnisse wiederholen Sie den Vorgang 2-3 Mal am Tag.

Besenreiser entfernen mit Rosskastanien-Salbe

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Rosskastanien schmecken nicht nur sehr gut, sondern können tatsächlich gegen Besenreiser helfen. Sie enthalten den Wirkstoff Aescin, der stärkend auf Venen und Gefäße wirkt und Wassereinlagerungen im Gewebe reduziert. Zudem hilft eine Rosskastanien-Salbe gegen schwere und geschwollene Beine. Dabei können Sie die fertige Salbe entweder in der Apotheke kaufen oder diese selber herstellen. Und hier das Rezept für die hausgemachte Rosskastanien-Creme:

  • 130 ml Lavendelöl mit circa 1-2 EL Rosskastanien-Schalen (auch in der Apotheke oder Drogerie erhältlich) bei mittlerer Hitze kurz erwärmen und die Mischung anschließend für 4-5 Stunden im Kühlschrank abkühlen lassen.
  • Die Rosskastanien-Salbe mit kreisenden Bewegungen auf die betroffenen Stellen auftragen und einziehen lassen. Den Vorgang 2-3 Mal am Tag wiederholen und schon nach 2 Wochen werden die Besenreiser weniger sichtbar sein.

Apfelessig gegen Besenreiser

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Apfelessig ist ein echtes Multitalent und kann dank seiner durchblutungsfördernden Eigenschaften auch im Kampf gegen Besenreiser helfen. Auch die Anwendung ist recht einfach, sodass Sie die Äderchen damit mehrmals am Tag behandeln können. Dafür einfach etwas Apfelessig auf ein Wattepad tropfen und mehrmals auf die betroffenen Stellen tupfen. Für optimale Ergebnisse empfehlen wir Ihnen, die Prozedur 4-5 Mal am Tag für circa 4 Wochen anzuwenden – dauert zwar etwas länger, funktioniert aber wirklich gut. Allerdings sollten Sie auf eine Behandlung von Besenreisern im Gesicht mit Apfelessig lieber verzichten, denn die darin enthaltene Säure kann die empfindliche Haut reizen und austrocknen.

Massage-Öl mit Zitrone und Knoblauch

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Auch ein selbstgemachtes Massage-Öl mit Olivenöl, Zitronensaft und Knoblauch ist eine kostengünstigere und effektive Möglichkeit, um Besenreiser zu entfernen. Die antioxidativen, entzündungshemmenden und gefäßerweiternde Eigenschaften der Lebensmittel fördern den Lymphfluss und die Durchblutung der Beine, was wiederum eine Verstopfung der Blutgefäße und einen Flüssigkeitsstau verhindert. Zudem wirkt das Öl super entspannend und kann gegen geschwollene Füße helfen! Und so einfach wird es gemacht:

  • Zwei Knoblauchzehen auspressen und gut mit dem Saft einer Zitrone und 120 ml Olivenöl vermischen.
  • Die Tinktur in ein Glas mit Deckel umfüllen und für 48 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
  • Danach die Mischung durch ein Sieb gießen und fertig ist Ihr Massage-Öl gegen Besenreiser.
  • Das Öl 2-3 Mal pro Woche auf die betroffenen Stellen auftragen, für 10 Minuten mit einem leichten Druck einmassieren und für 30 Minuten einwirken lassen.
  • Mit lauwarmem Wasser abspülen und die Haut mit einer feuchtigkeitsspenden Creme pflegen.

Wie kann man Besenreiser vorbeugen?

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Auch bei Besenreisern heißt es: Vorbeugen ist besser als heilen! Die gute Nachricht ist, dass es einige super einfache und erfolgreiche Präventivmaßnahmen gibt. Die wohl wichtigsten sind natürlich Bewegung und Sport!

Besenreiser vorbeugen mit Sport

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Regelmäßiges Training macht uns nicht nur fit, sondern stärkt auch das Bindengewebe. Im Folgenden haben wir für Sie ein paar hilfreiche Übungen gegen Besenreiser. Für optimale Ergebnisse kombinieren Sie die Übungen mit kurzen Wechselduschen. Dafür die Beine nach dem Duschen für einige Minuten abwechselnd mit kaltem und warmem Wasser abspülen – das stärkt das Hautgewebe und regt die Durchblutung an.

  • Stellen Sie sich aufrecht hin und heben Sie die Fersen. Nach einigen Sekunden wieder absenken und den Vorgang für circa 5 Minuten wiederholen.
  • Setzen Sie sich auf einen Stuhl und stellen Sie die Beine im 90-Grad-Winkel auf. Nun die Fersen so weit wie möglich vom Boden heben, die Zehenspitzen heben und in Richtung Schienbeine ziehen. Die Übung am besten mehrmals am Tag für 5 Minunten durchführen.
  • Legen Sie sich auf den Rücken mit den Beinen in die Luft und machen Sie die typischen Bewegungen wie beim Fahrradfahren für 3-4 Minuten nach.
  • Auch unterschiedliche Dehnübungen für die Beine sind ideal, um die Durchblutung anzuregen und Besenreisern vorzubeugen.

Kompressionsstrümpfe gegen Besenreiser

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Die Mehrheit von uns arbeitet im Büro und sitzt mindestens 8 Stunden am Tag vor dem Computer. Zu langes Sitzen und zu wenig Bewegung können aber die Entstehung von Besenreisern begünstigen. In diesem Fall wären medizinische Kompressionsstrümpfe unsere Rettung! Sie regen die Durchblutung der Beine an, verhindern das Anschwellen der Beine und fühlen sich zudem super leicht und bequem an. Mittlerweile gibt es auf dem Markt viele modische Modelle, die echte Hingucker sind.

Vermeiden Sie High Heels und zu enge Kleidung

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Und eine schlechte Nachricht für alle Fans von High Heels und Skinny Jeans. Auch das, was wir tragen, kann sich auf die Venengesundheit auswirken. Hohe Absätze und enge Kleidung können tatsächlich die Entstehung von Besenreisern begünstigen. Durch den engen Sitz der Hosen werden die Nerven in den Beinen stark abgedrückt, was die Äderchen sogar noch stärker sichtbar macht. Auch High Heels sollten Sie nur gelegentlich und nicht jeden Tag tragen und lieber auf bequeme Sneaker setzen. Wenn es doch nicht anders geht, tragen Sie hohe Absätze immer mit Kompressionsstrümpfen.

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