Gurkendünger selbst herstellen: Diese natürlichen Zusätze versorgen die Pflanzen mit allem Wichtigen

von Anne Seidel
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Jede Pflanze braucht Nährstoffe, um gesund wachsen und Früchte hervorbringen zu können. Und dann gibt es solche, die besonders viel davon brauchen. Auch die Gurke gehört zu diesen sogenannten Starkzehrern, was Sie bei der Wahl des Düngers und der Häufigkeit des Ausbringens bedenken sollten. Die gute Nachricht ist, dass es im Handel Produkte gibt, die auf die Bedürfnisse dieser Gewächse abgestimmt sind, um Ihre Gurkenpflanzen mit allem Wichtigen versorgen zu können. Doch zusätzlich dazu können Sie die Pflanzen auch mit einigen Mitteln aus der Natur verwöhnen. Wir zeigen Ihnen einmal, was sich als Gurkendünger eignet.

Welcher Dünger für Gurken?

Gurkendünger selbst herstellen als Zusatz zum organischen Düngemittel

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Organischer Dünger ist in jedem Fall die bessere Wahl, denn hier erhalten Sie je nach verwendetem Material nach Bedarf einen Langzeitdünger (bei gröberem Material) oder eben einen Sofortdünger (bei feinerem Material oder Flüssigdünger). Diese Art von Dünger verbessert die Bodenqualität, denn es nährt die Mikroorganismen und lockert auf natürliche Weise den Boden. Besonders vorteilhaft wäre es, wenn Sie Langzeit- und Sofortdünger kombinieren, um die Pflanzen ab sofort über einen längeren Zeitraum zu versorgen.

Organischer Dünger für Gurken – Was sollte er enthalten?

Organischen Dünger für Gemüse mit Mitteln aus Haus und Garten kombinieren

Möchten Sie Gurken richtig düngen, ist es wichtig, zu wissen, welche Nährstoffe das Mittel enthalten sollte. Zum einen ist Kalium für Gurken wichtig, weshalb dieser in möglichst hohen Mengen enthalten sein sollte. Dieser ist nämlich wichtig, damit die Früchte mit ausreichend Wasser versorgt werden. Es kommt auch nicht selten vor, dass Gurken an einem Magnesiummangel leiden, weshalb auch hier auf eine reiche Menge geachtet werden sollte. Dieses Spurenelement benötigt die Pflanze, um Früchte ansetzen zu können.

Kann man Gurken düngen mit Tomatendünger?
Verwenden Sie als Basis speziellen Gurkendünger oder sogenannten Volldünger. Da auch Tomaten, die oft wie Gurken in den heimischen Gemüsebeeten zu finden sind, Starkzehrer sind und dieselben Nährstoffe benötigen, können Sie auch Tomatendünger für Gurken verwenden beziehungsweise. Das Gleiche gilt für Gemüsedünger. Ein sehr beliebter Zusatz aus dem Handel sind auch Hornmehl oder Hornspäne für Tomaten und Gurken als Langzeitdünger in Kombination mit dem normalen Gurkendünger.

Hier finden Sie ein Rezept für selbstgemachten Gurkendünger aus verschiedenen organischen Materialien.

Die im Folgenden aufgelisteten Varianten sind ebenfalls geeignet, um sie zusätzlich bei Ihren Tomatenpflanzen einzusetzen.

Gurkendünger selbst herstellen mit Hausmitteln

Gurken richtig düngen mit natürlichen Hausmitteln

Es gibt natürliche Mittel, die Sie im Haus, Garten oder der nahegelegenen Wiese finden und mit denen Sie für Gurken Dünger selbst herstellen können. Bedenken Sie aber, dass keines davon eine optimale Zusammensetzung bietet und kombiniert beziehungsweise ergänzt werden sollte. Folgende Gurkendünger aus Hausmitteln können Sie in Erwägung ziehen.

Brennesseljauche selbst zubereiten gegen Schädlinge und Krankheiten

Gurkendünger aus Brennnesseln, Beinwell oder Lungenkraut selber machen

Eine selbst zubereitete Jauche aus Brennnesseln ist ein wunderbares Mittel, dass Sie Ihren Gurkenpflanzen ergänzend zum normalen Gurkendünger verabreichen können. Es versorgt die Pflanzen mit zusätzlichen Nährstoffen, durch die sie gestärkt werden, was sie automatisch auch gegen Krankheiten und Schädlinge robuster macht. Es empfiehlt sich, die Brennnesseljauche für Gurken im Verhältnis 1:15 etwa zu verdünnen und dann als Gießwasser zu verwenden. Falls Sie ausschließlich die Jauche als Dünger verwenden möchten, sollten Sie sie außerdem mit Steinmehl anreichern, um eine gute Kalium- und Magnesiumversorgung zu garantieren. Auch Kalzium und Mangan wird dem Dünger so hinzugefügt.

Neben Brennnesseln eignen sich unter anderem auch folgende Pflanzen, wenn Sie natürlichen Dünger für Gurken herstellen möchten:

  • Beinwell
  • Lungenkraut
  • Gründüngerpflanzen

Einfach einen Kilogramm der gewählten Pflanzen einige Tage abgedeckt in 10 Litern Wasser ruhen lassen, am besten zwei bis drei Wochen. Verwenden Sie die Jauche, wie bereits erwähnt, verdünnt.

Brennesseljauche wie oft ausbringen?

Einmal pro Woche zusätzlich zum normalen Gurkendünger reicht vollkommen aus. Sie können sie als Flüssigdünger für Gurken einsetzen, indem Sie damit einfach die Pflanzen gießen.

Gurken mit Kaffeesatz düngen

Gurkendünger mit Kaffeesatz in Kombination mit Rasenschnitt als Mulchschicht

Kaffeesatz ist ein wirklich beliebtes Hausmittel, was die Pflanzenpflege betrifft und tatsächlich hat er sich zur Schädlingsbekämpfung und als Düngemittel bewährt. Nicht nur das äußerst wichtige Kalium ist hier in guten Mengen enthalten. Auch mit einem guten Gehalt an Phosphor und Stickstoff punktet der natürliche Abfall aus dem Haushalt. Jedoch kommt das Ganze auch mit einem Nachteil: Kaffeesatz hat einen sauren pH-Wert, was sie auf Dauer auch auf den Boden auswirkt. Damit Sie diesen also nicht versehentlich übersäuern, ist die Verwendung dieses Mittels nur in Maßen zu empfehlen.

Das bedeutet nichts anderes, als dass Sie ihn mit anderen organischen Materialien kombinieren und so ausgleichen sollten. Zum Mulchen ist er beispielsweise bestens geeignet, wobei Sie ihn mit Rasenschnitt mischen. Im Laufe der Zeit wird er dann nach und nach zersetzt und kann langsam seine Nährstoffe abgeben.

Natürlicher Gurkendünger: Wie steht es um die Eierschalen?

Eierschalen sind kein guter Dünger für Gurken

Obwohl Eierschalen als Dünger für viele Pflanzen sehr gut geeignet sind, ist das unter anderem bei Gurken nicht der Fall. Werden sie den Pflanzen direkt zugegeben, kann es ihnen sogar schaden, da sie empfindlich auf den Kalk reagieren. Möchten Sie die Pflanzen mit Kalk versorgen, ist es besser, es bereits im Herbst in die noch leeren Beeten einzuarbeiten.

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