Düngen mit Kaffeesatz: Welche Pflanzen mögen das Hausmittel nicht? Liste und Tipps

von Ada Hermann
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Die Gartensaison legt schon langsam los und für Hobby-Gärtner wird es eine arbeitsreiche Zeit im Garten. Man sollte Beete vorbereiten, Rasen nach dem Winter pflegen, die Steinplatten sauber machen und natürlich Pflanzen vorziehen und pflegen. Für viele dieser Pflanzen ist das Frühjahr ein guter Zeitpunkt zum Düngen und genau darum geht es im heutigen Artikel. Wir nehmen ein beliebtes Hausmittel unter die Lupe und erklären, welche Pflanzen man nicht mit Kaffeesatz düngen sollte.

Kaffeesatz als Dünger: das spricht dafür

Pflanzen düngen mit Kaffeesatz

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Schon seit ein paar Jahren ist es populär geworden, Garten- und Topfpflanzen mit den Resten vom gebrühten Kaffee zu düngen. Der genutzte Kaffeesatz punktet nicht nur mit einem hohen Stickstoffgehalt, sondern liefert auch andere wichtige Nährstoffe wie Phosphor und Kalium, die viele Pflanzen zum Gedeihen brauchen. Der Stickstoff im Kaffeesatz fördert das gesunde Blattwachstum, während Phosphor und Kalium das Wurzelwachstum und die allgemeine Pflanzengesundheit unterstützen. Des Weiteren ist das Hausmittel ein idealer Dünger für Pflanzen, die einen sauren, humosen Boden lieben.

Aber: Welche Pflanzen mögen keinen Kaffeesatz?

Trockener Kaffeesatz als Dünger für welche Pflanzen

Dass Kaffeesatz ein guter Dünger für Garten- und Zimmerpflanzen ist, wissen Sie bestimmt schon. Ein universeller Dünger ist er allerdings nicht. Bevor Sie ihn einsetzen, sollten Sie sich also darüber informieren, ob er für die entsprechenden Pflanzen geeignet ist.

Manche Gewächse vertragen einen sauren Boden sehr gut, aber es gibt auch solche, für die die Säure gleich gut wie Gift ist. Folgende Pflanzen werden den Kaffeesatz als Dünger nicht gut vertragen und sollten nicht mit dem Hausmittel gedüngt werden.

Buchsbaum: Da Kaffee sauer ist, neutralisiert er Kalk. Buchsbaumhecken brauchen einen kalkhaltigen Boden, weshalb der Kaffeesatz kein geeigneter Dünger für sie ist.

Lavendel: Um zu wachsen und zu blühen, braucht der Lavendel ein alkalisches Milieu. Zur Düngung können Sie Dünger mit Kalium verwenden und sollten solche mit zu viel Stickstoff vermeiden. Generell braucht diese Pflanze aber gar keinen Dünger, da sie ein Schwachzehrer ist und selbst in einem nährstoffarmen Boden gedeiht. So oder so ist Kaffeesatz kein geeigneter Dünger für Lavendel und kann im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen.

Auch interessant: Wann und wie sollte man einen verholzten Lavendel schneiden?

Orchideen: Kaffeesatz ist für Epiphyten zu sauer, sodass ihre Wurzeln verfaulen können und sich auf der Oberfläche Schimmel bildet, der die Aufmerksamkeit von Mücken auf sich ziehen kann. Obwohl Kaffee genügend Stickstoff enthält, den Orchideen brauchen, nehmen ihre Wurzeln ihn nicht auf, was zu Fäulnis führt. Mehr zum Thema können Sie hier lesen.

Rosmarin: Das mediterrane Kraut braucht einen fruchtbaren, lockeren Boden mit einem neutralen pH-Wert. Die Pflanze mag keine sauren Böden und keine Überwässerung, sodass Kaffee, der eine saure Umgebung schafft, für Rosmarin schädlich ist. Die Pflanze kann zweimal im Monat mit mineralischen und organischen Düngemitteln, die ein alkalisches Milieu schaffen, gedüngt werden.

Tulpen: Diese Frühlingsblumen vertragen keinen sauren Boden und sollten nicht mit Kaffeesatz gedüngt werden. Sie können stattdessen Holzasche als natürlicher Dünger nehmen, vor allem dann, wenn Sie einen Kamin haben.

Kakteen: Der Kaktus ist eine Wüstenpflanze – er benötigt einen gut durchlässigen Boden mit einer ausgewogenen Mischung aus organischen und anorganischen Stoffen. Kaffeesatz kann diese ausgewogene Mischung verändern, was das Wachstum der Kaktuspflanze beeinträchtigt.

Dies ist nur ein Teil der Pflanzen, die keinen Kaffeesatz vertragen. Es gibt allerdings auch viele andere Gewächse, für die das Hausmittel ungeeignet ist. Wir haben die bekanntesten davon in der Liste unten zusammengetragen, alle sind es aber durchaus nicht. Im Zweifelsfall erkundigen Sie sich, bei welchem Boden Ihre Pflanze bzw. Pflanzen am besten gedeihen. Denn im Prinzip gilt: Pflanzen, die einen neutralen bis kalkhaltigen Boden bevorzugen, mögen keinen Kaffeesatz.

Liste – diese Pflanzen sollten Sie NICHT mit Kaffeesatz düngen:

  • Luzerne
  • Krokusse
  • Tulpen
  • Nelken
  • Glockenblume
  • Schwarzäugige Susanne
  • Amerikanische Agave
  • Buchs
  • Lavendel
  • Immergrün (Vinca)
  • Orchideen
  • Pothos
  • Rosmarin
  • Palmfarn
  • Yucca
  • Kakteen
  • Brombeeren
  • Johannisbeeren

Sie möchten auch wissen, für welche Pflanzen Kaffeesatz ein guter Dünger ist? Alles Wichtige zum Thema fassen wir in diesem Beitrag zusammen.

Was passiert bei einer falschen Düngung?

Zimmerpflanze mit Kaffeeresten düngen

Sie haben schon einer Pflanze aus der obigen Liste Kaffeesatz verabreicht? Je nachdem, welche Anforderungen sie an den Boden hat, kann dies die Pflanzengesundheit mehr oder weniger beeinflussen. Im schlimmsten Fall kann die Pflanze durch die Übersäuerung des Bodens eingehen, wenn zum Beispiel die Wurzeln verfaulen. Dies gilt aber vor allem dann, wenn Sie den Kaffeesatz regelmäßig falsch eingesetzt haben. Haben Sie hingegen eine Pflanze versehentlich einmal mit einer kleinen Menge des Hausmittels gedüngt, dann hat dies höchstwahrscheinlich keine schlechten Folgen, solange Sie es nicht mehr tun.

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