Die Vorteile von Milchprodukten aus Weidehaltung: Gesund, umweltfreundlich und gut für die Tiere

Von Olga Schneider

Die Anzahl der Menschen, die nicht nur tierische Produkte in vollen Zügen genießen, sondern gleichzeitig auch an die Tiere selbst denken, nimmt deutlich zu. So gibt es in Deutschland immer mehr Vegetarier und auch Veganer, die sich rein der pflanzlichen Ernährung verschrieben haben. Neben der Tierliebe gibt es einen weiteren guten Grund für den Kauf von Milchprodukten aus Weidehaltung: Die Weidemilch von Kühen, die glücklich auf Weiden grasen, ist nach wissenschaftlichen Erkenntnissen gesünder.

Qualität von Kuhmilch: Abhängig von der Tierernährung

Milchprodukte aus Weidehaltung Vorteile im Überblick

Es ist vor allem die Ernährung der Tiere, die großen Einfluss auf Kuhmilch in hoher Qualität hat. Die beiden entscheidenden Faktoren sind frisches Gras im Sommer und Heu im Winter. Die Milch von Kühen, die auf diese Art und Weise gefüttert werden, beinhaltet laut Wissenschaftlern mehr als die doppelte Menge an Omega-3-Fettsäuren als von Tieren, die im Stall ausschließlich Mais sowie Kraftfutter erhalten.

Milchprodukte aus Weidehaltung sind gesund für Menschen und Tiere

Stammt die Milch von Kühen aus sommerlicher Weidehaltung und winterlicher Heufütterung, zählt sie zu den Top-Produkten. Bei gesundheitsbewussten Menschen ist sie äußerst beliebt. Beispielsweise in Österreich leben die Tiere von etwa April bis Oktober auf Freilandflächen. Um die hohen Qualitätsstandards der entsprechenden Milch zu erreichen, verfügen die Weiden über eine große Vielfalt an saftigen Gräsern und Kräutern.

Die unersetzliche Basis für die Heuwirtschaft ist Dauergrünland. Es besitzt eine starke Filterwirkung, die den Schutz unseres Grundwassers garantiert. Darüber hinaus findet sich eine deutliche größere pflanzliche Artenvielfalt auf den Wiesen, zudem wird der Boden auch für die Zukunft nachhaltig gesichert. Milchprodukte von Kerrygold stammen aus Irland, dessen mildes, regenreiches Golfstromklima für besonders saftiges Weidegras sorgt. Dadurch können die Kühe fast das ganze Jahr über draußen weiden, was unter anderem Butter und Käse von Kerrygold ihre besondere Qualität verleiht.

Studie über Fettsäurezusammensetzung von bekannten Milchprodukten aus Weidehaltung und konventionellen landwirtschaftlichen Betrieben

Käse und Nüsse und Honig zum Frühstück

Zwar gibt es auch in Deutschland immer mehr landwirtschaftliche Betriebe, die vor allem auf Gras und Heu bei Milchtieren setzen, jedoch geben Molkereiprodukte nicht zu erkennen, wie hoch der Anteil an gesundheitlich bedeutsamen Fettsäuren ist. Eine Studie an der Universität Kassel, finanziell unterstützt von Greenpeace, ging diesem Missstand erstmals auf den Grund. Dabei wurden 15 Frischmilchprodukte verschiedener Molkereien auf ihre Fettsäurezusammensetzung untersucht. Im Visier stand sowohl ökologische als auch konventionelle Frischmilch, die deutschlandweit zum Verkauf steht.

Sie stammte aus vielen unterschiedlichen Regionen, außerdem wählten die Studienleiter insbesondere Molkereiprodukte aus, die mit Natürlichkeit und Regionalität beworben wurden. Durch die Hinzuziehung eines speziellen Analyseverfahrens konnte gleichzeitig die Höhe des Maisanteils am Gesamtfutter bestimmt werden. Die Studienergebnisse erbrachten bezüglich des Omega-3-Fettsäuren-Anteils große Differenzen. Die Produkte wurden in drei Gruppen aufgeteilt:

  • Milch aus ökologischer Herkunft: mehr als 1 Gramm Omega-3-FS/100 Gramm Fett
  • Milch von irischen Weiderindern (wie die Produkte von Kerrygold): über 0,9 Gramm 3-FS/100 Gramm Fett
  • konventionelle Milch aus Süddeutschland: zwischen 0,8 und 1 Gramm Omega-3-FS/100 Gramm Fett
  • konventionelle Milch mit niedrigen Gehalten

Gleichfalls schnitten Bioprodukte bei einer Untersuchung des Omega-3-Gehaltes von 21 bekannten Joghurt- sowie Butterprodukten am besten ab.

Wichtigkeit von Omega-3-Fettsäuren für unseren Körper

Ist wirklich Bio Milch besser zum Trinken


Omega-3-Fettsäuren spielen eine große Rolle beim menschlichen Stoffwechsel. Untersuchungen haben weiterhin ergeben, dass Omega-3-Fettsäuren zum Abklingen von Entzündungen sowie zur Stärkung des Immunsystems beitragen.

Produkte mit hohem Omega-3-Fettsäuren-Anteil, die aus Milch von Kühen aus Weidehaltung hergestellt werden, gehen zudem mit vielen weiteren Vorteilen für unsere Gesundheit einher. Er wirkt blutdrucksenkend und gefäßschützend, unter anderem bei Arteriosklerose. Durch die entzündungshemmende Wirkung können Allergien verbessert werden. Auch wird vermutet, dass Omega-3-Fettsäuren einen schützenden Effekt bei verschiedenen Krebsarten haben.

Weitere Nährstoffe von Milch und Milchprodukten aus Weidehaltung

Milchprodukte aus Kuhen aus Weidehaltung Käse

Grundsätzlich zählen Milch und Milchprodukte zu den hochwertigsten Lebensmitteln, denn sie unterliegen zahlreichen Kontrollen und enthalten unzählige Nährstoffe, darunter neben Omega-3-Fettsäuren:

  • Eiweiß
  • Kohlenhydrate
  • Mineralstoffe
  • Vitamine

Ein immer beliebter werdendes Milchprodukt aus Island ist der gesiebte Joghurt namens Skyr. Er geht mit einem hohen Reichtum an Probiotika und Protein sowie einem niedrigen Zuckergehalt einher. Skyr lässt sich zum Beispiel als Zutat für Pfannkuchen und Hummus verwenden.

Milchprodukten aus Weidehaltung und ihre positive Auswirkung auf unser Klima

warum Käse und Milch aus Kuhen aus Weidehaltung so gesund sind


Milchprodukte aus Weidehaltung sind nicht nur für unsere Gesundheit vorteilhaft, sondern auch für die Lebensqualität der Kühe. Weiterhin tragen sie zur Verbesserung unseres Klimas bei. Experten begründen diesen Aspekt wie folgt: „Hochleistungskühe“ werden vor allem mit Kraftfutter ernährt, das in der Regel aus Mais und Sojaschrot besteht. Oftmals stammt der Soja aus Übersee, denn Deutschland importiert Sojabohnen aus dem Ausland angewiesen. In vielen Lieferländern muss Regenwald für deren Anbau weichen, zudem stellen die weiten Transporte eine Belastung unseres Klimas dar.

Die Weidehaltung gilt weiterhin als eine nachhaltige Chance auf den Erhalt unserer Grünflächen. Dadurch werden also nicht nur die Weidemilchprodukte wie von Kerrygold deutlich schmackhafter und aromatischer – zusätzlich hat die Weidehaltung also auch eine große klimapolitische Bedeutung, denn Weideböden speichern enorme Mengen an Kohlenstoff. Gleichzeitig stellen sie wertvolle CO2-Senken dar. Wiesen und Weiden speichern in ihren oberen Bodenschichten circa ein Drittel mehr Kohlenstoff pro Hektar als Ackerböden. Dies gilt ebenso für tiefere Schichten: 196 Tonnen C/ha finden sich dort, womit der Wert über dem eines durchschnittlichen Waldbodens mit 191 Tonnen C/ha liegt. Bei Ackerflächen liegt er nur bei 149 Tonnen C/ha.

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