Reismehl selber machen: Schritt für Schritt zur glutenfreien Alternative

Frisches Reismehl selbst zu mahlen bedeutet auch die Freiheit, genau die Qualität und Konsistenz zu wählen, die Ihre Rezepte perfekt machen.

von Elke Schneider
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Reismehl ist eine beliebte, glutenfreie Alternative zu herkömmlichem Weizenmehl und eignet sich für eine Vielzahl von Gerichten – von Pfannkuchen über asiatische Spezialitäten bis hin zu Kuchen und Soßen. Doch statt teures fertiges Reismehl zu kaufen, können Sie es ganz einfach selbst herstellen. Mit nur wenigen Zutaten und einem Standmixer oder Kaffeemühle lässt sich frisches, natürliches Reismehl in kürzester Zeit zubereiten. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Reismehl selber machen können, warum es sich lohnt und welche Vorteile Sie dadurch haben.

Warum Reismehl selber machen?

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Reismehl ist eine vielseitige und glutenfreie Alternative zu herkömmlichem Mehl. Aber warum sollten Sie Ihr eigenes Reismehl mahlen, anstatt es fertig zu kaufen? Hier haben wir die wichtigsten Gründe zusammengestellt.

  • Selbst gemahlenes Reismehl ist günstiger als gekauftes Reismehl, vor allem in Bio-Qualität oder speziellen glutenfreien Varianten. Ein Kilogramm weißer oder brauner Reis kostet oft nur 1–3 €, je nach Sorte und Qualität. Fertiges Reismehl hingegen kann 4–8 € kosten.
  • Industrieware kann Konservierungsstoffe oder Verunreinigungen enthalten. Das selbstgemachte Mehl ist 100% natürlich und frei von unerwünschten Zusätzen.
  • Das selbstgemachte Reismehl ist anpassbar an Ihre Bedürfnisse. Je nach Rezept können Sie zwischen weißem, braunem, rotem oder schwarzem Reis auswählen. Ob der Reis eine feine oder grobe Konsistenz hat, hängt auch von Ihren Vorlieben ab.

Welche Reissorten eignen sich?

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Je nach Verwendungszweck können Sie unterschiedliche Reissroten verwenden. Jede Sorte hat ihre besonderen Eigenschaften, die sich auf die Textur und den Geschmack des Reismehls auswirken.

  • Weißer Reis wie z.B. Jasmin- oder Basmati-Reis ist mild im Geschmack und hat eine feine Textur. Er ist ideal geeignet für feines Gebäck, Kuchen und Soßen.
  • Brauner Reis (Vollkornreis) hat einen kräftigen, leicht nussigen Geschmack. Er enthält mehr Ballaststoffe und Proteine und ist perfekt geeignet für herzhafte Brote und gesunde Backwaren.
  • Klebreis hat einen höheren Stärkegehalt. Er ist auch als “Glutinous Rice”, ist jedoch glutenfrei. Klebreis eignet sich für Mochi, asiatische Süßspeisen und Reismehlnueln.
  • Roter und schwarzer Reis haben eine dunklere Farbe und haben wie brauner Reis einen leicht nussigen Geschmack. Sie sind nährstoffreich und eignen sich für herzhafte Cracker, Pfannkuchen oder Nudeln.

Schritt-für-Schritt-Anleitung

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Mit folgenden einfachen Schritten können Sie ganz einfach frisches, selbstgemachtes Reismehl herstellen. Dazu brauchen Sie keine teuren Spezialgeräte. Das Einweichen von Reis vor dem Mahlen sorgt für feineres, weicheres Reismehl und verbessert die Textur in vielen Rezepten, besonders für Reismehlnudeln, Pfannkuchen oder Reiskuchen.

Was Sie dafür brauchen:

  • 250 – 500 g Reis (weiß, braun, rot, schwarz oder Klebreis);
  • Wasser zum Einweichen
  • Leistungsstarken Standmixer oder Kaffeemühle;
  • Sauberes Tuch oder Backblech zum Trocknen;
  • Feines Sieb oder Mehlsieb;
  • Luftdichten Behälter zur Aufbewahrung;
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So geht es:

  • Geben Sie den Reis in eine Schüssel und bedecken Sie ihn mit Wasser.
  • Wenn Sie weißen Reis verwenden, lassen Sie ihn 2-4 Stunden einweichen. Für braunen und Vollkornreis brauchen Sie 8-12 Stunden (am besten über Nacht).
  • Gießen Sie das Wasser durch das Sieb und spülen Sie den Reis mit klarem Wasser.
  • Breiten Sie den Reis auf einem sauberen Küchentuch aus und lassen Sie ihn von 45 Minuten bis 1 Stunde an der Luft trocknen.
  • Geben Sie den getrockneten Reis in einen Standmixer, Kaffeemühle oder Getreidemühle. Wenn Sie einen Standmixer verwenden, achten Sie darauf, nicht zu viele Reiskörner auf einmal zu geben. Weniger leistungsfähige Geräte können sonst schnell verstopfen. Wir empfehlen Ihnen, ein bis zwei Tassen Reiskörner pro Durchgang in den Mixer zu geben.
  • Mahlen Sie den Reis in kurzen Intervallen, bis er die gewünschte Feinheit erreicht hat. Falls noch grobe Stücke vorhanden sind, das Mehl sieben und erneut mahlen.
  • Sieben Sie das fertige Reismehl vor der Aufbewahrung, vor allem wenn Sie eine feine Konsistenz möchten.
  • Füllen Sie das Mehl in einen luftdichten Behälter. Wenn Sie es kühl und trocken aufbewahren, hält es sich mehrere Monate.

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Wofür kann man Reismehl verwenden?

brot backwaren aus selbst gemahlener reismehlZur Galerie

Reismehl ist ein vielseitiges, glutenfreies Mehl, das in zahlreichen Rezepten eingesetzt werden kann – von Backwaren über herzhafte Gerichte bis hin zu asiatischen Spezialitäten.

  • Selbst gemahlenes Reismehl eignet sich für Brot, Kuchen und Kekse. Es sorgt für eine leichte und feine Textur. Tipp: Für einen elastischen Teig kombinieren Sie Reismehl mit anderen Mehlen wie Mais- oder Mandelmehl.
  • Reismehl ergibt leichte und knusprige Pfannkuchen oder Waffeln. Besonders lecker sind japanische Mochi-Pfannkuchen und vietnamesische Bánh Xèo mit Reismehl zubereitet.
  • Es ist ein natürlicher, geschmacksneutraler Bindestoff für Soßen, Suppen und Eintöpfe. Sie sollten das Mehl einfach mit etwas Wasser anrühren und in die Flüssigkeit einrühren.
  • Reismehl eignet sich auch als Paniermehl-Ersatz. Daraus ergibt sich eine knusprige Kruste für Fisch, Fleisch und Gemüse.
  • Es ist eine wichtige Zutat in der asiatischen Küche und wird für viele traditionelle Gerichte verwendet wie vietnamesische Pho-Nudeln, thailändische Pad-Thai-Nudeln, japanische Mochi, koreanische Tteok (Reiskuchen) oder chinesische Nian Gao (Neujahrskuchen).

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Elke aus Dresden ist Mutter der 5-jährigen Elise. Sie liebt DIY-Projekte, kreative Wohnideen und testet alle Bastelmaterialien selbst, um praxistaugliche Tipps zu geben. Gesunde Ernährung, Familienorganisation und alltagstaugliche Lifehacks begeistern sie ebenso. Seit 2015 erstellt sie Content mit fundierten Recherchen und verständlichen Lösungen. Nach ihrer Zeit bei Archzine setzt sie ihre Arbeit nun bei Deavita fort. Sie hat in Dresden Literatur, Kunstgeschichte und Philologie studiert.