Vom Feld zum Regal: Unter welchen Bedingungen ist eigentlich Frische bei Bio gegeben?

Bio liegt weiterhin im Trend und ist, wie sich herausstellt, alles andere als ein kurzlebiger Hype. Doch wer sich gesund, nachhaltig und hochwertig ernähren möchte, sollte längst nicht nur auf das Bio-Siegel achten.

von Anne Seidel
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Es sollte vielmehr darum gehen, auch bei Bio-Produkten Frische anzustreben, denn diese ist nicht selbstverständlich. Sie hängt von verschiedenen Faktoren ab und beeinflusst zudem nicht nur die Qualität der Ware, sondern auch ihren Geschmack und die Umwelt. Frische bei Bio beginnt schon lange, bevor ein Produkt im Regal steht – im Boden auf dem Feld, bei der Saatauswahl und der Pflege der Kulturen sowie dem anschließenden Transport.

Herkunft, Pflege und Transport sorgen für Frische bei Bio

Frische bei Bio - Darauf sollten Sie achten für vitaminreiche LebensmittelZur Galerie
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Hochwertige Saat, Pflege ohne Pestizide, die Ernte zur optimalen Zeit und möglichst kurze Transportwege sind die wichtigen Dinge, auf die Bio-Betriebe setzen, während konventionelle Ware oft aus der Massenproduktion stammt und zudem weit transportiert und sogar importiert wird.

Von diesen Faktoren hängt jedoch ab, wie viele Vitamine, Mineralien und sekundäre Pflanzenstoffe letztendlich bei Ihnen zu Hause ankommen. Damit Ihr Körper also tatsächlich von Bioprodukten profitieren kann, ist es wichtig, auf Frische bei Bio zu achten.

Frische beginnt beim Boden: Der Ursprung hochwertiger Bio-Ernte

Die Bodenqualität und Pflanzenpflege beeinflusst die FruchtqualitätZur Galerie

Damit eine Pflanze gesund wachsen kann, ist zunächst einmal ein ebenso gesunder Boden Voraussetzung. Was bedeutet das konkret in der Bio-Landwirtschaft?

Künstliche Düngemittel mit schnellen Erträgen als Ziel werden gemieden. Stattdessen möchte man im Boden ein ökologisches Gleichgewicht erreichen, das die Fruchtbarkeit des Bodens dauerhaft stärkt. Zu diesem Zweck werden verschiedene Methoden angewendet, wie beispielsweise:

  • Kompost als Düngemittel
  • Fruchtwechsel
  • Mischkulturen

Diese Maßnahmen sind die Grundlage für eine hochwertige Ernte, denn sie halten den Boden dauerhaft lebendig.

Und das wirkt sich auch auf Geschmack und Qualität der Lebensmittel aus. Logisch, denn je besser die Pflanzen über den Boden mit Nährstoffen versorgt werden, desto mehr können sie auch selbst produzieren. Die Pflanzen werden vitaler und das sorgt für einen intensiveren Geschmack der Früchte. Vielleicht hatten Sie bereits die Möglichkeit, Tomaten aus dem Supermarkt geschmacklich mit solchen aus Bio-Kulturen zu vergleichen: Letztere sind reicher an Lycopin und enthalten weniger Wasser. Bei Kartoffelpflanzen wiederum führt ein gesunder Boden zu mineralstoffreicheren Kartoffeln mit festerer Konsistenz.

Wie Sie also sehen, ist es wichtig, den Ursprung der Qualität zu verstehen, wenn man Bio-Lebensmittel durch frische Ernte ergänzen möchte. Schließlich ist das Ergebnis eine Ernährung auf einem neuen Level.

Warum kurze Wege entscheidend sind: Regionalität und Transportdauer

Frische bei Bio wird auch durch den Transport beeinflusstZur Galerie
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Ein Aspekt, der oft unterschätzt wird, ist der Transport von Ware. Manch einer ist sich bewusst, dass lange Transportwege schlecht für die Umwelt sind und versucht aus diesem Grund, Exportware möglichst zu meiden. Doch das ist nur einer der Nachteile.

Wussten Sie, dass selbst das beste Bio-Gemüse an Qualität verliert, wenn es nach der Ernte tagelang unterwegs ist?

Mit jedem Tag sinkt der Vitamingehalt, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigt. Des Weiteren verliert die Frucht an Feuchtigkeit, was wiederum die Zellstruktur verändert. Das wirkt sich dann unweigerlich auch auf den Geschmack aus. Sie sehen also:

Es geht nicht nur darum, was wir kaufen, sondern wann und woher.

Stellen Sie vor jedem Kauf sicher, dass der Verkäufer seinen Fokus auf eine nachhaltige Lieferkette wie clasen-organic-foods.com  legt, die Frische und Bio-Qualität intelligent verbindet: Produkte, die gezielt nach Saison geerntet, möglichst zeitnah verarbeitet und effizient distribuiert werden. Das Ergebnis sind nicht nur weniger Emissionen, sondern auch die Wahrung der wertvollen Inhaltsstoffe. Nur so können Haushalte, die Wert auf gesunde Ernährung legen, auch sichergehen, dass “Bio” nicht nur eine Aufschrift auf der Verpackung ist. Nicht zu vergessen ist auch der wirtschaftliche Aspekt, denn Sie unterstützen regionale Betriebe für ein ökologisches Gleichgewicht.

Saisonale Ernte verstehen und nutzen: Warum der richtige Zeitpunkt zählt

Saisonales Gemüse ist frischer, nährstoffreicher und günstigerZur Galerie
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Eigentlich kein Geheimnis: Alles, was zu seiner natürlichen Erntezeit und unter natürlichen Bedingungen gereift ist, ist aromatischer und  nährstoffreicher. Im Gegensatz dazu stehen die ganzjährig verfügbaren Importprodukte, die stattdessen im unreifen Zustand geerntet werden und nachreifen sollten.

Da man aber nicht alle natürlichen Erntezeiten kennen kann und muss, lohnt es sich, einen Erntekalender zur Hand zu haben und seinen Speiseplan danach zu richten – selbstgemachter Erdbeerkuchen im Winter? Eher nicht! Grünkohleintopf? Sehr gerne! Haben Sie sich das erst einmal zur Gewohnheit gemacht, werden Sie ganz automatisch saisonale Lebensmittel bevorzugen, anstatt zu industriell verarbeiteten Produkten zu greifen.

Ein weiterer praktischer Vorteil von saisonalen Lebensmitteln: Sie sind günstiger als außersaisonale Importware, zum einen, weil das Angebot größer ist und zum anderen, weil die Lagerung weniger aufwendig ist.

Garantierte Frische bei Bio auch durch die Lagerung zu Hause

Frische bei Bio wird auch zu Hause bei der Lagerung gefördertZur Galerie

Gehen Sie sicher, dass Sie richtig gelagerte Lebensmittel kaufen. Sie erkennen das folgendermaßen:

  • frisches Gemüse hat kräftige Farben und ist knackig, der Eigengeruch angenehm
  • reifes, frisches Obst hat einen angenehmen, meist recht starken Duft
  • Blattgemüse darf weder welk noch feucht sein

Die Erhaltung der Vitamine und Mineralien geht aber auch nach dem Kauf weiter, nämlich bei Ihnen zu Hause. Folgendermaßen können Sie die Haltbarkeit verlängern:

  • Kühl lagern: Der Großteil von Gemüse und Obst fühlt sich im Gemüsefach des Kühlschranks wohl und bleibt dort länger frisch.
  • Luftzirkulation beachten: Verpackungen stauen meist Feuchtigkeit, was zu Schimmelbildung führt. Entfernen Sie diese daher. Sie können alternativ luftdurchlässige Behälter verwenden.
  • Lebensmittel trennen: Manche Obst- und Gemüsesorten (z. B. Tomaten und Äpfel) verströmen Ethylen. Das ist ein natürliches Gas, das andere Obst- und Gemüsesorten schneller verderben lässt.
  • Vorratshaltung smart planen: Kaufen Sie nicht mehr, als Sie brauchen und verbrauchen Sie leicht Verderbliches zuerst. Kürbis und Kohl beispielsweise sind lange haltbar und können gut gelagert werden.
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Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.