Ihre Kamelie verliert Blätter und Knospen? Die Ursachen könnten folgende Fehler in der Pflege sein!

von Anne Seidel
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Die Kamelie ist eine wahre Königin, die mit ihren wunderschönen Blüten jedes Herz höher schlagen lässt. Doch auch außerhalb der Blütephase ist sie mit ihren dunklen, glänzenden Blättern eine Augenweide. Leider hat die Schönheit auch ihren Preis, denn sie ist etwas anspruchsvoller in der Pflege. Kein Wunder also, dass sich vor allem Anfänger schnell Sorgen machen, wenn augenscheinlich etwas nicht mit dem Kamelienbaum stimmt. Verliert Ihre Kamelie plötzlich Blätter und Knospen? Daran könnte es liegen:

Ein Blattabwurf muss nicht gleich ein Problem bedeuten

Kamelie verliert Blätter und Knospen - Die falsche Pflege stresst die Pflanze

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Bevor Sie direkt in Panik geraten, möchten wir zunächst einmal darauf hinweisen, dass ein Blattabwurf in Maßen nicht gleich ein Grund zur Sorge ist. Es ist vollkommen normal, dass die Pflanze ab und zu alte Blätter entsorgt, für gewöhnlich sind es die dreijährigen Blätter. Falls jedoch vermehrt auch junge Blättchen und vor allem in größeren Mengen abfallen, sodass die Pflanzen sogar teilweise kahl wird, könnte es ein Problem geben, gegen das Sie vorgehen sollten, besonders, wenn auch die Blütenknospen betroffen sind. Die Kamelie verliert Blätter und Knospen unter anderem aus folgenden Gründen:

Schließen Sie zunächst eine Krankheit oder Schädlinge aus

Das Erste, was Sie tun sollten, ist, die Pflanze auf irgendwelche Erkrankungen und Schädlingsbefall zu überprüfen. Während die Präsenz von Schädlingen meist leicht auffällt, können Sie bei Krankheiten auf bestimmte Merkmale wie Flecken auf Blättern und Knospen achten. Sollten Sie etwas Ungewöhnliches festgestellt haben, empfiehlt es sich, sofort etwas dagegen zu unternehmen, damit am Ende nicht die ganze Pflanze verkümmert.

Mögliche Schädlinge sind: Schildläuse, Thripsen, Dickmaulrüssler (im Freien)

Typische Krankheiten: Kamelienpest

Kamelie verliert Blätter und Knospen bei einem ungeeigneten Standort

Kamelie verliert Blätter und Knospen - Ursachen und Tipps zur Lösung des Problems

Der falsche Standort, der den Anforderungen der Kamelie gar nicht oder teilweise nicht entgegenkommt, kann zu Blatt- und Knospenabwurf führen. Fassen wir zusammen, was die Pflanze braucht:

  • viel Licht
  • mäßige, bis kühle Temperaturen, auf keinen Fall zu viel Wärme
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • regelmäßig frische Luft

Wenn Kamelien gelbe Blätter bekommen, die dann abfallen, kann das daran liegen, dass es der Pflanze viel zu warm ist. Statt sie also in einem beheizten Raum zu pflegen, stellen Sie sie lieber an einen Ort, der nicht oder kaum beheizt wird: der Flur beispielsweise oder das Treppenhaus.

Falls die Blütenknospen abfallen, könnte auch die Wärme eine Ursache sein, aber auch ein plötzlicher Standortwechsel, nachdem sich bereits die Knospen gebildet haben. Diese haben sich unter bestimmten Bedingungen entwickelt und wenn Sie diese plötzlich verändern, kann dies die Pflanze stressen, worauf sie mit Knospenabwurf reagiert. Sie ist in dieser Zeit besonders empfindlich und verträgt Veränderungen nicht. Vermeiden Sie zu starke Sonne.

Kamelie verliert Blätter und Knospen - Falsches Gießen, Dünger und Standort

Tipp: Um das Problem mit dem Standortwechsel zu vermeiden, ist es am besten, die Topfpflanze überhaupt nicht umzustellen, auch während der Wintersaison nicht. Da ist aber nur möglich, wenn Sie ihr beispielsweise einen Platz in einem Wintergarten bieten können, dessen Fenster Sie in den warmen Monaten offen lassen können, so als wäre die Pflanze tatsächlich draußen. Im Winter verbleibt sie an diesem unbeheizten Ort, nur eben bei geschlossenen Fenstern und Türen, um nicht zu erfrieren.

Blätter fallen ab – Stimmt die Bewässerung?

Bekommt die Kamelie braune Blätter oder wirft diese und Knospen ab, kann das darauf hindeuten, dass bezüglich des Gießverhaltens nicht stimmt. Die Erde der Pflanze sollte weder zu trocken sein, noch Staunässe vorweisen. Falls also die Kamelie Blätter und Knospen verliert, versuchen Sie sich an Ihre Gießroutine zu erinnern, um festzustellen, ob Sie diesbezüglich etwas falsch gemacht haben könnten. Vor allem die Knospen benötigen während ihrer Bildung ausreichend Wasser. Auch Schwankungen bezüglich der Wassergaben sorgen für Stress bei der Pflanze mit folgendem Blatt- und Knospenverlust.

Die Kamelie benötigt:

  • Immer feuchte Erde ohne Staunässe – achten Sie darauf, dass die obere Schicht der Erde nie austrocknet
  • Staunässe vermeiden Sie durch eine Drainageschicht, sowie indem Sie den Abtropfteller nach einer halben Stunde leeren.
  • Eine Mulchschicht speichert ebenfalls Feuchtigkeit, ohne Wurzelfäule durch zu viel Nässe zu riskieren.

Sie sind sich dennoch nicht sicher, ob Sie genug oder zu viel gießen? Dann können Sie einen Feuchtigkeitsmesser zur Orientierung einsetzen.

Bodenbeschaffenheit und Dünger

Blattabwurf aufgrund von Schädlingsbefall oder Krankheiten

Entspricht der Boden nicht den Bedürfnissen der Pflanze, verliert sie ganz einfach ihre Blätter und Knospen. Sie mag es sauer, während der falsche Dünger schnell zu einem unpassenden pH-Wert führen kann. Deshalb sollten Sie auch bei der Wahl des Düngers vorsichtig sein. Es gibt spezielle Flüssigdünger für saure Böden, die optimal sind, um die Kamelie zu düngen.

Ob Ihre Kamelie Blätter und Knospen aufgrund dessen verliert, können Sie ganz einfach mit Hilfe von Teststäbchen feststellen. Sie können in diesem Fall direkt die Erde durch passende ersetzen, nachdem Sie auch die Wurzeln von der alten, nicht sauren Erde unter fließendem Wasser befreit haben (Achtung, kein zu warmes oder kaltes Wasser verwenden).

Kamelie verliert Blätter und Knospen – Frost schadet der Pflanze

Staunässe und Trockenheit schaden dem Kamelienbaum

Sie wissen, dass Sie die Kamelie nicht winterhart ist und Sie die Kamelie überwintern müssen und ja, sie mag es relativ kühl. Dennoch ist plötzlicher Frost schädlich für sie und Blütenknospen sowie Blätter würden direkt abgeworfen. Deshalb sollten Sie im Herbst einerseits nicht zu lange damit warten, die Kamelie in ihr Winterquartier zu bringen und es im Frühjahr wiederum nicht zu eilig damit haben, sie wieder nach draußen zu bringen, denn vor allem im Mai sind Spätfröste keine Seltenheit.

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