Zucchini pflanzen und pflegen: Tipps, wie Sie richtig gießen, düngen und die Pflanzen vor Befall schützen

Von Anne Seidel

Sie haben erfolgreich im Frühjahr Ihre Zucchinipflanzen vorgezogen und anschließend in den Garten gepflanzt. Was nun? Die Arbeit ist damit natürlich noch nicht getan, denn damit die Pflanzen schlussendlich auch reichlich Früchte hervorbringen, ist die richtige Pflege das A und O. Wir haben Ihnen die wichtigsten drei Dinge einmal zusammengefasst. Achten Sie besonders darauf, wenn Sie Zucchini pflanzen und pflegen, und Sie sollten keine größeren Probleme mit der Pflanzenpflege haben. Denn Zucchinipflanzen sind eigentlich recht unempfindlich.

Die richtige Zucchini Pflege – Gießen, düngen und schützen

Zucchini pflanzen und pflegen - Wichtige Tipps für gesunde Pflanzen

Mit der richtigen Pflege, die Sie auch trotz Unempfindlichkeit nicht unterschätzen sollten, erhalten Sie also große, saftige und vor allem gesunde Früchte. Die folgenden drei Dinge sollten Sie richtig machen:

Das sollten Sie übers Düngen wissen

Langzeitdünger mit Stickstoff und später mit Kalium verwenden

Vielleicht wissen Sie bereits, dass Zucchinipflanzen recht schnell wachsen. Das bedeutet natürlich auch einen enormen Kraftaufwand, für den die Pflanze ausreichend Nährstoffe benötigt und die Sie ihnen zuführen können. Welche Dünger sind am besten geeignet und welche nicht?

  • Verwenden Sie Langzeitdünger, denn dieser ist nicht nur nachhaltiger, sondern versorgt die Pflanzen, wie der Name schon verrät, längere Zeit mit ausreichend Nährstoffen und fördert dabei auch gleichzeitig die guten Mikroorganismen im Boden.
  • In der zweiten Wachstumsphase, also wenn die Pflanzen nach draußen kommen, haben sie einen großen Stickstoffbedarf. Er fördert das Wachstum der Blätter, sodass die Pflanzen schnell an Größe und Kraft gewinnen.

Zucchini pflanzen und pflegen - Düngen mit Kompost vor dem Auspflanzen

  • Sobald sich die ersten Blüten bilden, versorgen Sie die Zucchini wiederum mit Kalium, was anschließend auch den Früchten zugutekommt.
  • Verzichten Sie auf Mineraldünger, denn dieser versorgt die Zucchini, wenn auch sehr rasant, nur für kurze Zeit mit den nötigen Nährstoffen. Das reicht ihnen aber nicht aus, sodass Sie gezwungen sind, öfter nachzudüngen, was wiederum das Risiko einer Überdüngung birgt. Sie sind auch für die Umwelt weniger vorteilhaft. Ein im Garten häufig verwendeter mineralischer Dünger ist beispielsweise Blaukorn.
  • Zucchini im Topf profitieren von einem organischen Flüssigdünger, da sie dort während des Wachstums keinen Kompost oder ähnliches in die Erde einarbeiten können.

Zucchini pflanzen und pflegen – Wie gehen Sie beim Düngen richtig vor?

Zucchini pflanzen und pflegen - Richtig gießen, düngen und Schädlingen vorbeugen


Sie brauchen die Pflanzen in der Zeit zwischen der Aussaat zum Vorziehen und das Umpflanzen ins Freie nicht zusätzlich zu düngen. Für diesen Zeitraum sind sie ausreichend versorgt. Jedoch sollten Sie vor dem Umzug ins Freiland den Gartenboden vorbereiten, indem Sie ihm eine Kombi aus Kompost und Langzeitdünger beimischen. Mehr brauchen die Zucchinipflanzen dann erst wieder, wenn sie Blüten und Zucchini bilden – etwa nach zwei Monaten.

Zucchini pflanzen und pflegen – Gießen Sie richtig!

Zucchini gehören wie Tomaten und Gurken zu jenen Gemüsesorten, die ziemlich viel Wasser benötigen, damit auch die Früchte ausreichend saftig werden können. Auch die Festigkeit wird dadurch bestimmt. Ausreichend Wasser ist also essenziell. Sind die Pflanzen längere Zeit Trockenheit ausgesetzt, können diese außerdem nicht viele Blüten ausbilden. Und weniger Blüten bedeutet natürlich auch weniger Früchte. Wie gießt man korrekt?

  • Während normaler Witterung 1 bis 2 Mal; bei Sommerhitze öfter
  • Kein kaltes Wasser; ist es unter 10 Grad kalt, schadet es der Zucchinipflanze
  • Idealerweise morgens gießen oder auch abends, damit die Pflanze die Feuchtigkeit aufnehmen kann, bevor das Wasser durch die Hitze verdunstet; keinesfalls tagsüber, wenn die Sonne stark scheint
  • Bodennah gießen und Pflanze nicht nässen, da sonst das Pilzinfektionsrisiko steigt

Bodenfeuchte speichern durch Mulchen

Zucchinipflanzen mulchen, um Feuchtigkeit im Boden zu speichern

Gerade im Sommer wäre es natürlich vorteilhaft, wenn man das Wasser länger im Boden speichern könnte, um sich so einerseits häufiges Gießen zu ersparen und sich andererseits auch keine Sorgen machen muss, wenn man es doch einmal vergisst oder nicht dazu kommt. Nun, das können Sie sogar tatsächlich, indem Sie einfach eine Mulchschicht hinzufügen. Alles rund ums Thema „Mulchen“ erfahren Sie unter anderem in diesem Artikel.

Zucchini richtig pflegen – Schützen Sie sie vor Schädlingen und Krankheiten

Die gute Nachricht ist, dass Sie sich keine großen Sorgen über diese Probleme machen müssen, wenn Sie Zucchini pflanzen und pflegen. Sie sind nämlich recht robust und wenig anfällig, vor allem, wenn Sie bei den oben erwähnten Punkten alles richtig machen. Nichtsdestotrotz kann Ihnen das Wetter auch einmal einen Strich durch die Rechnung machen und Ihnen die Saison etwas erschweren. Vor allem regnerische Sommer begünstigen einen Befall der Pflanzen. Was ist für Zucchinipflanzen typisch und welche vorbeugenden Maßnahmen können Sie ergreifen?

  • Blattläuse: Sind weniger besorgniserregend, da sie auch mit natürlichen Mitteln oder Nützlingen bekämpft werden können. Mehr darüber können Sie in unserem Artikel erfahren. Brennnesseljauche ist sehr effektiv im Kampf gegen diese Schädlinge (zum Besprühen) und versorgt dabei die Pflanzen auch noch mit Nährstoffen und macht sie resistenter gegen Krankheiten.
  • Blüten- und Fruchtendfäule: Vermeiden Sie Calciummangel, durch den die Früchte beginnen zu faulen. Kalk ist hierfür bestens geeignet. Sollten Sie bereits Fäule festgestellt haben, können Sie mit reinem Calciumdünger dagegen vorgehen.
  • Echter Mehltau: Befällt die Ober- und Unterseiten der Blätter in Form eines weißen Belags vor allem bei übermäßiger Feuchtigkeit. Dieser Mehltau kann also sowohl durch ein feuchtes Klima gefördert werden, als auch durch das Befeuchten der Blätter beim Gießen. Befallene Blätter sollten Sie sofort entfernen und entsorgen, sonst breitet sich der Pilz weiter aus.

Typische Krankheiten sind Mehltau, Grauschimmel, Gelbmosaik, Fruchtendfäule


  • Grauschimmel: Diese Pilzerkrankung macht sich wiederum auf den Früchten bemerkbar. Feucht-warmes Wetter bietet ideale Voraussetzung für eine Erkrankung. Aber auch, wenn die Pflanzen zu nahe beieinander gepflanzt wurden und keine gute Durchlüftung nach Regen garantiert wird, kann diese Pilzerkrankung entstehen.
  • Zucchini-Gelbmosaik: Blattläuse und nicht-desinfiziertes Gartenwerkzeug können diese Krankheit von einer anderen Pflanze auf Ihre Zucchini übertragen, was dazu führt, dass die Triebe sich nicht mehr gut entwickeln können. Zu erkennen ist der Gelbmosaik durch die verfärbten Blätter in gelb-grüner Musterung. Leider reicht es nicht, befallene Pflanzenteile zu entfernen. Die komplette Pflanze sollte entsorgt werden.

Gießen, ohne die Blätter der Pflanze zu befeuchten, um Pilzinfektion zu vermeiden

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