Engerlinge im Hochbeet: Kalkstickstoff, Nematoden und andere Bekämpfungsmethoden

von Olga Schneider
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Vorerst: Engerlinge ist ein Sammelbegriff für Raupen verschiedener Käfer. Einige Insektenarten nützlich für den Garten sind, aber es gibt auch Schädlinge. Wir erklären, wie Sie diese erkennen können und welche Mittel sich bei einem Befall als besonders hilfreich erweisen.

Engerlinge im Hochbeet erkennen: Maikäfer- und Junikäferlarven sind Schädlinge

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Die Engerlinge mögen für unerfahrene Hobby-Gärtner ähnlich aussehen, oft handelt es sich aber um komplett verschiedene Arten. Die Raupen der Rosenkäfer und der Nashornkäfer gelten als Nützlinge, da sie verrotende und abgestorbene Pflanzenteile fressen. Die ersten verarbeiten die abgefallenen Blätter und die vergilbten Triebe in Kompostmaterial, die zweiten ernähren sich ausschließlich mit verrotendem Holz und sind in Mulch zu finden.

Wenn man allerdings Engerlinge im Hochbeet zwischen den Pflanzen sieht, dann handelt es sich meistens um die Larven der Maikäfer und Junikäfer. Sie fressen die Wurzeln und die Blätter der Pflanzen und gelten als Schädlinge. Wie kann man sie aber erkennen?

Die Engerlinge der Maikäfer und Junikäfer sehen sehr ähnlich aus. Sie sind weiß, haben aber einen braunen Kopf und einen 3 bis 5 cm langen Körper.  Man kann sie direkt auf den Pflanzen sehen oder auch in der Erde im Wurzelbereich finden. Ein sicheres Anzeichen, dass es sich um die Schädlinge handelt, sind gefressene Blätter und beschädigte Wurzeln. Sie sind deutlich häufiger in Blumenbeeten, Hochbeeten und Blumentöpfen zu finden, als die Nützlinge.

Woher kommen Engerlinge im Hochbeet?

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Die Engerlinge kommen auf unterschiedliche Wege ins Hochbeet. Sie werden meistens mit dem Kompost geschleppt. Oft legen die Schädlinge ihre Eier im Hochbeet – diese bleiben dann über dem Winter unbemerkt und im nächsten Frühling kommen die Engerlinge aus der Erde. In diesem Fall kann schnelles Handeln auch nicht weiter helfen, denn die Anzahl der Larven ist eigentlich konstant. Selbst, wenn die ersten erfolgreich bekämpft werden, schlüpfen die nächsten nach einiger Zeit.

Trotzdem empfehlen wir, dass Sie die Schädlinge bekämpfen oder umsiedeln. Ansonsten können die Pflanzen eingehen. Zum Glück gibt es einige Mitteln, die sich als sehr effektiv im Kampf gegen die Larven erweisen.

Ist Kalkstickstoff gegen Engerlinge effektiv?

Wenn es um Kalktstickstoff gegen Engerlinge geht, dann scheiden sich die Geister. Viele Hobby-Gärtner schwören darauf und haben positive Erfahrungen mit dem Ansatz des Kalkstickstoffs gemacht. Er soll für Engerlinge giftig sein und auch den Boden sterilisieren. Am besten etwas Kalk im Kompost einarbeiten und dann auf das Hochbeet aufbringen. Der Boden sollte zu diesem Zweck frisch sein – am besten verabreichen Sie die Kompost und Kalkstickstoff- Mischung, nachdem Sie die Pflanzen gegossen haben.

Nematoden helfen im Kampf gegen Maikäferlarven

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Auch Nematoden können erfolgreich im Kampf gegen die Maikäferlarven eingesetzt werden. Die winzig kleinen Würmer kann man in jedem Gartencenter finden. Diese werden ins Gießwasser gegeben und gelangen dann direkt in die Erde, wo sie die Engerlinge bekämpfen können. Diese Variante ist umweltfreundlich und sehr effektiv, solange man sich an den Herstellernhinweisen hält.

Knoblauch gegen Engerlinge in der Erde

Sie haben Engerlinge in der Erde bemerkt? Pflanzen Sie Knoblauch zwischen den befallenen Pflanzen. Die Wurzeln der Nutzpflanze sind für die Insekten giftig. Aber auch der Geruch des Knoblauchs kann sie aus dem Hochbeet dauerhaft vertreiben oder einen erneuten Befall vorbeugen.

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Kaffeesatz dem Kompost beimischen und die Larven vertreiben

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Oft werden die Larven mit dem Kompost zum Hochbeet transportiert. Um dies zu verhindern, mischen Sie Kaffeesatz dem Kompost bei. Die Engerlinge der Mai- und Junikäfer mögen Kaffeesatz nicht und versuchen diesen zu vermeiden. Natürlich ist dies kein Faustregel – Sie können ab und zu auch ein paar Exemplare mit dem Kompost ins Hochbeet bringen, die Anzahl der Schädlinge wird aber in Grenzen gehalten.

Weitere umweltfreundliche Methoden, den Engerlingen loszuwerden

Umsiedeln: Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob die Engerlinge im Hochbeet nützlich oder schädlich sind, dann können Sie sie einfach umsiedeln. Zu diesem Zweck tauschen Sie einfach die Erde im Hochbeet (vor der Bepflanzung im Frühling) aus.

Einsammeln:  Sie können auch die Engerlinge einsammeln. Zu diesem Zweck einfach das Hochbeet kräftig gießen und dann abwarten. Nach etwa einer Viertelstunde werden sie sich an der Oberfläche zeigen. Sie können sie dann einfach einsammeln und umsiedeln.

Umgraben: Im Prinzip können Sie die Erde auch umgraben. Dies ist zwar gegen die Schädlinge effektiv, weil sie sich an der Oberfläche zeigen werden. Aber dadurch werden Sie die Schichten im Boden zerstören – was den Pflanzen schädigen könnte.

So werden Sie Engerlinge im Rasen los.

Olga Schneider ist begeisterte Hobby-Gärtnerin mit Interesse am naturfreundlichen Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie an Pflege von Blumen und Zierpflanzen. Auf Deavita ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv, wo sie Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Hausmitteln gibt. In Ihrer Freizeit stöbert sie gerne durch Seiten über Mode, Nageldesign und Haartrends. Sie backt gerne und probiert zusammen mit ihrer Familie neue Rezepte.