Sind Ameisen im Hochbeet gut oder schlecht? Das sollten Sie über die Insekten wissen

von Olga Schneider
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Sie haben Ameisen im Hochbeet bemerkt und fragen sich, ob diese gut oder schlecht für die Pflanzen sind. Wenn es um die Insekten geht, dann scheiden sich die Geister. Einige Hobby-Gärtner sehen sie als nützlich, andere möchten sie bekämpfen.

In welchen Fällen sind Ameisen im Hochbeet nützlich?

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Ameisen sind nützliche Helfer des Hobby-Gärtners. Im Hochbeet erfüllen die Insekten mehrere wichtige Funktionen:

  • Sie fördern die Zersetzung von abgestorbenen Pflanzenteilen wie Trieben und abgefallenen Blättern. Dann bringen Sie sie in den Boden und verbessern ihn dadurch.
  • Sie lockern die Erde und verbessern die Drainage. Ameisen sind besonders für Lehmböden sehr nützlich. Sie graben komplizierte Tunnelsysteme, die ihn auflockern. So können die Pflanzen das Hochbeet durchwurzeln und selbst bei Trockenheit Wasser aus den unteren Bodenschichten aufnehmen.
  • Sie fressen Schädlinge wie Raupen, die die Pflanzen im Hochbeet befallen können. Die Bekämpfung erfolgt ganz natürlich und der Einsatz von Pestiziden ist nicht notwendig.
  • Ameisen tragen die Samen der Pflanzen und ermöglichen eine natürliche Ausbreitung im Hochbeet.

Ist die Anzahl der Ameisen also nicht allzu groß, dann muss man sie nicht vertreiben. Anders sieht es allerdings aus, wenn die Insekten ihr Nest im Hochbeet haben. Dann kann es auch zu Problemen kommen.

In welchen Fällen muss man etwas gegen die Ameisen tun?

Ameisen können aber den Pflanzen auch schädigen. In folgenden Fällen sollten Sie die Insekten vertreiben:

  • Ameisen können einen Befall durch Blattläuse begünstigen. Das liegt daran, dass sie sich an der klebrigen Substanz, die die Blattläuse auf Blättern und Trieben hinterlassen, ernähren. Die Ameisen schützen daher ihre Nahrungsquelle vor Fressfeinden wie Käfer und tragen zum Problem bei. Oft wird dadurch den Befall von Nachbarnpflanzen ermöglicht. Wenn Sie also Blattläuse an den Pflanzen im Hochbeet bemerken, dann sollten Sie auch die Ameisen vertreiben.

blattläuse und ameisen im gemüsegarten

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  • Eine große Anzahl von Ameisen kann zudem ein Tunnelsystem hebeln, dass die Wurzeln abschwächt und das Regen- und Gießwasser umleitet. So kann es sein, dass einige Pflanzen im Beet verdunsten während andere verfaulen.

Wie kann man die Ameisen im Hochbeet bekämpfen bzw. vertreiben?

ameisen im salat bekämpfen tipps

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Die gute Nachricht: da Ameisen im Garten als Nützlinge gelten, müssen Sie die Insekten nicht bekämpfen. Sie können diese mit einigen cleveren Tricks vertreiben. Der erste Schritt dazu ist, das Nest zu finden. Es kann, muss sich aber nicht unbedingt im Hochbeet befinden. Ameisen bauen ihre Neste an sonnigen und trocknenen Plätzen im Garten. Gut dafür eignen sich die Fugen der Pflastersteine, einen sonnigen Steingarten oder eine sonnige Ecke im Hochbeet. Wenn Sie das Nest nicht finden können, dann folgen Sie einfach einer Ameisenstraße.

Feuerameisen und Rossameisen unbedingt bekämpfen

Die heimischen Ameisenarten sind für Menschen und Tiere nicht gefährlich. Es gibt allerdings zwei Ameisenarten, die man unbedingt bekämpfen sollten. Die Vertreter der einzigen Feuerameisen-Art, die hierzulande verbreitet ist, sind goldbraun und haben Giftstacheln. Für Menschen und Tiere sind sie zum Glück nicht gefährlich, die Stiche können aber allergische Reaktionen auslösen. Die Bisse der großen schwarzen Rossameisen sind dagegen schmerzhaft. Die beiden Arten gelten daher als Schädlinge, vor allem, weil sie Holz beschädigen können. Die Rossameisen finden oft auch den Weg ins Haus und siedeln sich dort an. Um dies zu verhindern, sollte man sie daher bekämpfen.  Dies gelingt am schnellsten mit heißem Wasser. Man kocht mindestens 5 Liter Wasser auf und gießt es direkt auf das Nest früh morgens, am besten um 5 bis 6 Uhr. Das kochende Wasser wird die Instekten und ihre Eier abtöten. Ein negativer Nebeneffekt: die Pflanzen, die in unmittelbarer Nähe des Nestes wachsen, werden eingehen.

Ameisen im Hochbeet mit einem Trick loswerden

ameisen im hochbeet was tun

Die anderen Ameisenarten muss man dagegen nicht bekämpfen, sondern kann sie auch vertreiben.

Haben Sie einmal das Nest gefunden, dann können Sie die Ameisen mit regelmäßigen “Duschen” vertreiben. Zu diesem Zweck einfach mehrmals am Tag das Nest reichlich mit Wasser gießen. Dieser Vorgang eine Woche lang wiederholen – die Ameisen werden dann ausziehen.

Eine andere Variante ist, den Umzug der Ameisen zu erleichtern. Zu diesem Zweck einfach einen alten Tontopf mit Stroh und trockener sandigen Erde füllen und dann direkt neben das Nest hinstellen. Dann heißt es  – abwarten. Der Tontopf, der am Abend nach und nach die Wärme abgibt, ist ein besseres Zuhause für die Insekten und sie werden gerne ihr altes Nest verlassen und in das neue Zuhause einziehen. Dann stellen Sie den Topf in eine weit entfernte, sonnige Ecke hin.

Olga Schneider

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Olga Schneider ist gelernte Kommunikationswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, enthusiasierte Hobby-Gärtnerin und begeisterte Blogerin in Bereichen Haushalt, Backrezepte und Modetrends.
Olga liebt ihren grünen Garten. Dort hat sie ein Gemüsebeet, mehrere Blumenbeete und eine kleine Rasenfläche. Die positive Erfahrung in ihrer kleinen Gartenoase gab ihr einen richtigen Motivationsschub, ihr Wissen in diesem Bereich durch Kontakt mit Baumschulgärtnern zu vertiefen und mehr über die Zusammenhänge beim Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie bei der Pflege von Blumen und Zierpflanzen zu erfahren. Der Austausch mit Garten-Experten erweiterte ihren Horizont zusätzlich und vertiefte ihr Interesse an der naturfreundlichen Gartengestaltung. Das kreative junge Team von Deavita hat ihr die perfekte Möglichkeit gegeben, ihre neue Leidenschaft mit den Lesern zu teilen.
Neben den Gartenartikeln ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv. Dort teilt sie gerne ihre Erfahrung als Mama und gibt nützliche Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Putzmitteln, sowie zu verschiedenen Putztechniken, mit denen man Zeit und Mühe sparen kann.
In Ihrer Freizeit ist Olga eine begeisterte Modeliebhaberin, die abends gerne durch zahlreiche Influencer-Seiten stöbert und das eine oder andere Wochenende bei virtuellen Treffen mit anderen Modebloggern verbringt. Sie hat vertieftes Interesse an den neuesten Modetrends und versucht sie umzusetzen. Sie teilt, äußerst sympathisch, ihre Liebe zu Mode, Nageldesign und Haartrends, in ihren Beiträgen zu diesen Themen.
Olga backt gerne zusammen mit ihrer Familie und probiert mindestens einmal im Monat neue Rezepte zu Hause oder mit ihren Kollegen. Selbstgemachte Desserts und Kuchen gehören für sie einfach selbstverständlich zum Nachmittagskaffee dazu.
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Ist seit 11 Jahren als Autor bei Deavita tätig und hat mehr als 2450 Beiträge zu verschiedenen Themen rund um Gartengestaltung, Haushalt, Mode und Rezepte erstellt.

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Olga Schneider hat Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienkommunikation absolviert. Während des Studiums hat sie an mehreren multikulturellen Projekten teilgenommen und ein Praktikum in Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Reisen durch Europa haben Ihr Interesse für Architektur und Design geweckt. In ihrer Freizeit gärtnert sie leidenschaftlich und beschäftigt sich gerne mit Gartenkunst.