Martinsgans backen mit Hefeteig oder Quark-Öl-Teig – Naschen Sie Selbstgemachtes nach dem Laternenumzug!

Von Anne Seidel

Sie waren mit den Kindern auf dem Martinsumzug und hatten mit den schönen Laternen einen großen Spaß. Doch nun knurrt der Magen und Sie können es kaum erwarten nach Hause zu kommen und das vorbereitete Essen zu genießen. Und dort duftet nicht nur der Gänsebraten, sondern auch das süße Martinsgans-Gebäck. Möchten Sie genau diese Atmosphäre schaffen, können Sie das ganz einfach mit einem unserer Rezepte. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die klassische Martinsgans backen mit Hefeteig sowie eine Alternative ohne Hefe.

Martinsgans backen aus Hefeteig

Martinsgans backen mit Hefeteig oder Quark-Öl-Teig - Einfache Rezepte für das Fest

Die Zubereitung von Hefeteig nimmt zwar einige Zeit in Anspruch, schmeckt aber dafür wirklich lecker, sodass sich der Aufwand auf jeden Fall lohnt. Falls Sie also den Klassiker bevorzugen, können Sie mit diesem Rezept die Martinsgans backen:

  • 500 g Mehl
  • 1 Würfel frische Hefe
  • 60 g Zucker
  • 60 g Butter
  • 200 ml lauwarme Milch
  • 1 Ei + 1 Eigelb zum Bestreichen
  • Saft einer Viertel Zitrone
  • 1 Eigelb zum Bestreichen
  • zum Dekorieren: Rosinen, Zucker/Zuckerstreusel
  • Ausstechform für Gänse

Den Hefeteig ausrollen und ausstechen und mit Eigelb bestreichen

Heizen Sie den Ofen auf 200 Grad vor.

Vermengen Sie das Mehl mit der Hefe, dem Zucker, der Butter, Milch, dem Ei und Zitronensaft. Sobald der Teig etwas zäher wird, können Sie mit den Händen kneten. Decken Sie die Schüssel dann ab und lassen Sie den Hefeteig 45 Minuten gehen. Rollen Sie ihn dann aus und stechen Sie Gänse mit einem Ausstecher aus, die Sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech verteilen. Sie können aber auch, wie im Bild unten, kleine Gänse aus Kugeln formen.

Martinsgans backen mit Hefe und mit oder ohne Ausstecher

Streichen Sie die Gänse mit dem Eigelb ein und stecken Sie die Rosinen als Augen in den Hefeteig. Den restlichen Gänsekörper bestreuen Sie mit Zucker, woraufhin Sie jede Martinsgans backen. Nach ca. 17 Minuten können Sie sie aus dem Ofen nehmen, kurz abkühlen lassen und am besten noch warm naschen (bei der Kugelvariante eventuelle etwas länger backen). Zum Dekorieren können Sie auch bunte Streusel verwenden.

Lust auf ein weiteres traditionelles Hefegebäck? Wie wäre es mit dem Dreikönigskuchen?

Quark-Öl-Teig als Alternative zur Hefe

Ausstechformen für Gänse für das Gebäck verwenden


Die Wartezeit für den Hefeteig können Sie sich sparen, indem Sie stattdessen Martinsgänse backen aus einem Quark-Öl-Teig. Damit dieser aber ebenfalls gut aufgehen kann, benötigen Sie Backpulver und das in größeren Mengen als üblich. So können Sie mit Quark eine Martinsgans backen:

  • 300 g Mehl + zum Bestreuen der Arbeitsfläche
  • 150 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 8 EL Öl
  • 1 Ei + 1 Eigelb zum Bestreichen
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • zum Dekorieren: Rosinen für die Augen

Aus Quark entsteht ein fluffiger Teig für die Martinsgänse

Heizen Sie den Ofen auf 175 Grad vor.

Auch bei diesem Martinsgans Rezept kneten Sie die Zutaten und rollen den Teig aus. Da ein recht klebriger Teig entsteht, sollten Sie die Arbeitsplatte und ihre Hände zuvor bemehlen. Legen Sie ein Backblech mit Backpapier aus, stechen Sie mit einer geeigneten Form die Gänse aus und verteilen Sie sie auf dem Blech. Streichen Sie die zukünftigen Gebäcke mit Eigelb ein und stecken Sie die Rosinen als Augen in den Quarkteig. Gebacken werden die Gänse bei Ober- und Unterhitze etwa 12 Minuten.

Gefüllte Gänse selber machen

Gefüllte Martinsgans backen mit Füllung aus Schokolade oder Marmelade oder Haselnuss


Den Quarkteig können Sie auch einsetzen, wenn Sie eine gefüllte Martinsgans backen möchten. Sie können hierfür ganz nach Belieben Marmelade verwenden oder eine Nougatcreme Ihrer Wahl. Oder mischen Sie gehackte Haselnüsse mit geraspelter oder gehackter Milchschokolade und Eiweiß sowie nach Belieben mit ein wenig Zucker.

Stechen Sie dann Gänse etwa einen halben Zentimeter dick aus, pro gefüllter Gans benötigen Sie zwei Stück. Verteilen Sie ein wenig Füllung auf der Gans und streichen Sie die Ränder des Teig mit Eigelb ein. Legen Sie eine zweite Gans darüber und drücken Sie den Teig an den Rändern fest. Dann bestreichen Sie wie gewohnt auch die Oberseiten mit Eigelb und backen die Martinsgänse.

Martinsgans backen ohne Ausstecher

Martinsgans backen mit Quarkteig und Gänse mit der Hand formen

Falls Sie spontan eine Martinsgans backen möchten und deshalb keine Ausstechform zur Hand haben, ist das gar kein Problem. Sie können die Gans nämlich auch einfach mit der Hand formen, was nicht nur einfacher ist, als es klingt, sondern auch viel interessanter aussieht. Die Gänse erstrahlen dann nämlich in 3D.

Am einfachsten lässt sich diese Variante mit dem Quarkteig umsetzen.

  • Formen Sie zunächst eine Kugel, die Sie dann leicht in die Länge ziehen, um einen ovale Form zu erhalten. Hierbei bleibt die eine Seite abgerundet, während Sie die andere etwas spitzer machen für den Schwanz.
  • Aus einem weiteren Stück Teig formen Sie dann Hals und Kopf. Hierfür können Sie sich an der Zahl „2“ orientieren.
  • Fügen Sie noch rechts und links Flügel hinzu und schon sind Sie fertig mit der Martinsgans-Form. Den Kopf und Hals können Sie vorsichtshalber mit einem Zahnstocher am Körper fixieren.
  • Aus Rosinen machen Sie noch zwei Augen, während der Schnabel aus einer Mandel bestehen kann.

Backen Sie die Gänse bei 200 Grad für etwa 15 Minuten.

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