Pizzastein reinigen: Wie Sie bei hartnäckiger Verschmutzung Salz & Backpulver richtig anwenden

von Anne Seidel
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Ganz egal, ob Sie Ihren Pizzastein im Backofen oder auf dem Grill nutzen, er wird mal mehr, mal weniger schmutzig. Gerade Angebranntes kann richtig hartnäckig sein und da es sich hier um einen aufnahmefähigen Stein handelt (er soll die Feuchtigkeit aufnehmen und dann verdampfen), möchte man bei der Reinigung auch nicht aggressive Chemikalien verwenden und den Stein eventuell ruinieren. Wie sollte man dann den Pizzastein reinigen?

schamott und cordierit erst nach dem abkühlen putzen und nie nass aufheizen

Der Stein erhitzt sich zwar bei der Verwendung ungemein, sodass jegliche Keime abgetötet werden. Dennoch können sich im Laufe der Zeit Bakterien entwickeln (z. B. während der Lagerung ohne vorherige Säuberung). Hinzu kommt, dass Verschmutzungen umso hartnäckiger werden, je häufiger sie festgebacken werden. Die Reinigung vom Pizzastein nach jeder Verwendung ist also auf jeden Fall zu empfehlen.

Erstmals Putzen noch vor der ersten Benutzung

hartnäckige flecken mit salz oder backpulver vom pizzastein reinigen
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Während der Herstellung, Verpackung und Lagerung des Steins wird dieser verschmutzt. Und da Sie ja nun Ihr Essen darauf zubereiten möchten, sollten Sie vor dem ersten Gebrauch eine schnelle Säuberung durchführen.

  • Wischen Sie die Oberflächen mit einem Tuch ab. Sie können es auch vorher befeuchten.
  • Alternativ kann eine weiche Bürste verwendet werden.

Pizzastein reinigen nach der Benutzung

pizzastein reinigen mit schonenden mitteln nach der verwendung
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Generell ist die Reinigung nicht kompliziert und auch teure Reinigungsmittel sind absolut nicht notwendig. Doch sollte es doch mal schwieriger sein, sollten Sie aus Verzweiflung nicht gleich zu abrasiven oder aggressiven Mitteln greifen. Es gibt schonendere Möglichkeiten, die Sie zuerst probieren sollten.

Absolut tabu sind:

  • Geschirrspüler
  • Spülmittel bei Schamottstein und Cordierit
  • aggressive Reinigungsmittel
  • harte Bürsten, wie Drahtbürsten
  • Hochdruckreiniger

Grundreinigung nach jeder Benutzung

Sehr wichtig: Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, muss der Stein ausreichend abgekühlt sein. Das stark erhitzte Material könnte bei plötzlichem Kontakt mit kaltem Wasser regelrecht zerbrechen oder zumindest einen Sprung bekommen (vielleicht ist Ihnen das bei Glas auch schon passiert).

Schamottstein und Cordierit sind sehr porös, weshalb selbst Geschirrspülmittel, die eigentlich als mild und universell gelten, ungeeignet sind. Die Steinart nimmt das Mittel nämlich in seine Poren auf und, Sie können es sich schon denken, den Geschmack haben Sie dann später auf Ihrer Pizza.

für die reinigung kein spülmittel oder aggrassive reiniger verwenden
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Wie Sie den Pizzastein reinigen:

  • Abkühlen lassen! Eine halbe Stunde nach der Benutzung sollte er ausreichend kühl sein, um keine Schäden davonzutragen.
  • Finden Sie größere Essensreste, die noch dazu angebrannt sind, schrubben Sie sie erst einmal mit einer weichen Bürste ab. Auch ein Spatel aus Kunststoff kann verwendet werden.
  • Was jetzt übrig ist, kann unter das fließende Wasser. Jetzt können Sie entweder wieder mit der Bürste oder aber mit einem Schwamm schrubben. Spülmittel und Co. kommt hierbei nicht zum Einsatz!
  • Hat das Abschrubben mit klarem Wasser nichts gebracht? Dann ist Salz eine weitere Option. Dieses wird auf die feuchte Oberfläche gegeben und dann langsam eingerieben, wofür Sie am besten ein feuchtes Tuch verwenden. Spülen Sie das Salz danach gründlich ab, damit es nicht auf der Oberfläche verbleibt oder sich in den Poren sammelt.
  • Alternativ zu Salz eignet sich auch Backpulver. Daraus mischen Sie mit Wasser eine Paste und reiben sie auf die betroffenen Stellen. Danach ebenfalls gründlich abspülen.
  • Lassen Sie den Pizzastein anschließend gut trocknen, bevor Sie ihn wieder einpacken oder wiederverwenden. Auch der Trocknungsvorgang sollte schonend verlaufen, was bedeutet: keine Sonne, keine Ofenhitze, keine Heizung. Lassen Sie ihn am besten einfach wie auch das Geschirr an der Luft trocknen. Übrigens ist ein Geschirrtuch keine Option, da die Feuchtigkeit in den Stein dringt und von einem Tuch nicht ausreichend aufgenommen wird.

Sie haben nicht alle Flecken wegbekommen? Wie Sie den Pizzastein reinigen

verfärbungen sind nach längerem gebrauch des steins normal

Wir müssen die Perfektionisten unter Ihnen enttäuschen: Früher oder später entstehen Flecken, die eben einfach nicht mehr wegzubekommen sind. Das ist vollkommen normal und auch bei einem gewöhnlichen Backblech meist der Fall. Wichtig ist, dass Sie von tatsächlichen Essensresten und unschönen Verfärbungen unterscheiden, denn Essensreste sind potenzielle Keimquellen, während Verfärbungen kein Problem darstellen, außer rein optisch vielleicht.

Sie können eine Paste herstellen, um zu versuchen, die Flecken zu entfernen, was aber nicht immer garantiert ist. Hierfür verwenden Sie einfach ein Mittel, die wir oben bereits erwähnt haben, nämlich Salz.

  • Da Sie jetzt aber eine Paste zubereiten sollen, brauchen Sie außerdem noch etwas Mehl und Wasser (1:1:1).
  • Die fertige Salzpaste tragen Sie auf die Flecken auf.
  • Lassen Sie sie eine Weile einwirken.
  • Danach bürsten Sie sie mit klarem Wasser wieder ab. Falls das nichts gebracht hat, wiederholen Sie den Vorgang, wobei Sie diesmal zum Abspülen Seifenwasser verwenden (aber eben mit dem Risiko, dass das später den Geschmack beeinflusst).
  • Eventuell müssen Sie den Vorgang (einige Male) wiederholen, bevor Sie einen Unterschied feststellen (wenn überhaupt, denn das kommt auf die Hartnäckigkeit der Verschmutzung an).

Bonus-Tipp: Sollte man den Pizzastein ölen?

Um das Fest- und Anbrennen auf dem Stein zu verhindern, fühlen sich manche versucht, Öl aufzutragen (wie in der Backform oder auf dem Backblech). Jedoch ist das in diesem Fall nicht zu empfehlen, denn die ölige Fläche neigt eher zum Anbrennen (wenn kein Essen darauf liegt), wodurch zunächst Rauch beim Backen entsteht und infolgedessen auch Flecken.

Falls Ihr Pizzastein aus Granit besteht, können Sie hier nachlesen, wie Sie ihn reinigen dürfen.

Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.