Kann Natron selbst gezogene Tomaten süßer machen? Wir klären auf

von Ada Hermann
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Sie haben Ihre eigenen Tomaten gezogen und freuen sich schon auf die kommende Sommerernte? Bis dahin müssen Sie ja noch ein bisschen warten, aber in der Zwischenzeit können Sie sich darum kümmern, dass Ihre Tomatenpflanzen gut gepflegt sind, und später reichlich Früchte tragen. Wir helfen Ihnen gerne mit Tipps über alles, was den Tomatenanbau angeht. Das heutige Thema befasst sich aber mit dem Geschmack. Denn er ist vielleicht der wichtigste Grund, warum Sie an erster Stelle mit der Tomatenanzucht begonnen haben, oder? Wir sind derselben Meinung – es gibt nichts Leckeres, als eine Tomate, die direkt vom Garten in den Teller landet. Damit aber selbst gezogene Tomaten süßer schmecken, gibt es ein Trick, auf den die Hobbygärtner schwören. Und zwar geht es hier um den Einsatz von Natron.

Tomaten süßer dank Natron? Das steckt dahinter

Kann Natron Tomaten süßer machen

Manche Zutaten dürfen in keiner Küche fehlen. Und nicht nur, weil sie für viele Rezepte nötig sind, sondern auch, weil sie eine breite Anwendung im Haushalt und im Garten finden. Natron ist nur eine davon, aber seine Fähigkeiten in all diesen Bereichen sind wirklich beeindruckend.

Aber was haben eigentlich Tomaten und Natron gemeinsam? Ein populärer Garten-Trick besagt, dass Gärtner immer etwas Backsoda zur Hand haben sollten, wenn sie im Frühjahr die Tomatenpflanzen setzen. Der Grund? Wenn man etwas davon in die Erde streut, könnte man verhindern, dass die Früchte geschmacklos werden. Das Natron sollte also die Tomaten süßer machen. Schauen wir uns etwas näher an, was es damit zu tun hat.

Die Behauptung: Natron in der Erde mildert den Säuregehalt von Tomaten

Trick beim Pflanzen von Tomaten besseren Geschmack

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Okay, Natron schmeckt nicht gerade süß, wie kann es also das Aroma und den Geschmack von Tomaten verbessern? Die Antwort steckt in der Chemie. Backsoda oder Natriumbicarbonat ist eine stark alkalische Substanz, d. h. es wirkt dem natürlichen Säuregehalt der Tomaten entgegen. Wenn Sie während der Wachstumsperiode Natron um die Basis Ihrer Pflanzen streuen, wird der Säuregehalt des Bodens gesenkt, was sich auf die Nährstoffaufnahme auswirkt. Infolgedessen sollten die Tomaten, die von Pflanzen in alkalischem Boden produziert werden, süßer schmecken.

Aber: Kann Natron selbst gezogene Tomaten süßer machen?

Wie werden selbst gezogene Tomaten süßer

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Ob dies aber eine gute Lösung für süßer-schmeckende Tomaten ist, bleibt umstritten. Zunächst einmal hat der Säuregehalt des Bodens eigentlich keinen so großen Einfluss auf den Geschmack der Tomaten. Bestimmte Umweltfaktoren können eine Rolle spielen, aber der wichtigste Faktor für den Geschmack ist die gewählte Tomatensorte – manche Sorten schmecken süßer als andere. Wenn Sie sich besonders süße Tomaten wünschen, dann entscheiden Sie sich für Kirschtomaten oder Pflaumentomaten.

Zweitens wäre die Menge an Natron, die man in die Erde geben müsste, um eine Veränderung des pH-Werts zu bewirken, eigentlich giftig für die Tomaten, sodass sich die Zugabe vom Hausmittel überhaupt nicht lohnt.

Laut Gartenexperten lässt sich der saure Boden effektiver mit Kalk neutralisieren. Dabei kann auch ein anderes Hausmittel nachhelfen, nämlich Eierschalen. Warum man sie zum Pulver zerkleinern und um die Basis der Tomatenpflanzen streuen sollte, erklären wir in diesem Artikel.

Natron für Tomaten: Was das Hausmittel wirklich kann

Tomatenpflanzen mit Natron gegen Mehltau besprühen

Ob Natron Ihre Tomaten süßer machen wird, können wir leider nicht eindeutig sagen. Sie können aber den Trick selber ausprobieren, indem Sie etwas vom Hausmittel um einige Ihrer Tomatenpflänzchen streuen. Natron ist aber nicht nur mit dem Geschmack verbunden. Hier sind ein paar weitere Anwendungen, die eine bewiesene Wirkung haben.

Schädlinge an den Tomatenpflanzen abwehren

Das ist einer der größten Vorteile vom Einsatz von Natron für die Tomatenpflanzen. Das Hausmittel kann die Pflanzen vor Blattläusen und Nacktschnecken schützen. Man sollte allerdings darauf achten, dass das Natron nur in die Erde und nicht auf den Pflanzen selbst gelangt, um Schäden zu vermeiden. Des Weiteren ist zu viel davon giftig für Tomaten, also man sollte darauf achten, die Pflanzen nicht versehentlich zu töten.

Natron gegen Mehltau einsetzen

Echter Mehltau ist eine der bekanntesten Pilzkrankheiten bei Tomatenpflanzen. Sie kann sich auf die Blüten ausbreiten und somit verhindern, dass die Pflanze Früchte trägt. Der weiß-graue, puderartige Belag auf den Blättern blockiert das Sonnenlicht und verhindert die Fotosynthese. An dieser Stelle hat sich Natron als sehr wirksam erwiesen, da es die Pilzkrankheit effektiv bekämpfen kann. Mischen Sie in einem Eimer ca. 4 Liter Wasser mit einem halben Teelöffel mildem Spülmittel und einem Esslöffel Natron. So weit verdünnt ist Natron nicht giftig für die Pflanzen. Geben Sie etwas von der Mischung in eine Sprühflasche und besprühen Sie damit die Blätter und Stängel an bewölkten Tagen.

Auf unserer Seite finden Sie noch weitere Tipps rund um den Tomatenanbau:

Ada Hermann

Ada ist 1977 in Freiburg geboren und hat zwei fast erwachsene Kinder. Sie hat moderne Literatur und Germanistik studiert und ein Praktikum bei einem Buchverlag absolviert. Ihre Kreativität und die Leidenschaft fürs Schreiben hat sie in etwas Produktives umgewandelt und trat 2016 der Redaktion von Deavita bei.

Interessen

Bei der Gartenarbeit fühlt sich Ada am wohlsten, denn für sie ist das Gärtnern eine Art Therapie. Trotz ihrer begrenzten Platzverhältnisse hat sie einen kleinen Garten angelegt, in dem sie sich gerne mit ihrer Familie aufhält. Im Laufe der Zeit hat Ada eine besondere Vorliebe für Zimmerpflanzen und speziell für Orchideen entwickelt, wobei ihre aktuelle Orchideen-Sammlung aus mehr als 10 Exemplaren besteht. Sie ist immer für neue Gartentipps und Tricks offen und probiert für die Garten-Rubrik von Deavita viele davon selber aus.

Abends und am Wochenende genießt sie ihre andere Leidenschaft - das Kochen. Mit einem besonderen Fokus auf das Backen von Kuchen zaubert sie köstliche Leckereien, die jeden Gaumen erfreuen. Sie glaubt, dass das Dessert der beste Teil einer Mahlzeit ist.

Ada hat auch ein geschultes Auge für Mode und Frisuren und steht immer auf dem Laufenden mit den neuesten Trends. Sie glaubt, dass das Alter nur eine Zahl ist, und gibt anderen reifen Frauen Styling-Tipps, damit sie sich auch im Alter selbstbewusst und schön fühlen.

Trotz ihrer beiden Kinder versucht sie es, ihr Haus immer sauber und ordentlich zu halten und teilt gerne ihre kleinen Haushalts-Tricks und Mom-Hacks mit ihren Lesern.
In ihrer Freizeit trifft man sie in den Bergen und bei kulturellen Veranstaltungen an. Zum Bergwandern in der Region Freiburg im Breisgau empfiehlt sie die Strecke vom Schauinsland zum Wiedener Eck.

Erfahrung

Seit 7 Jahren als Autor auf Deavita tätig und mehr als 1300 Beiträge zu diversen Themen geschrieben
Mehr als 10 Jahren Erfahrung im eigenen Garten
In den letzten 6 Jahren pflegt sie auch einen kleinen Nutzgarten mit einigen Obst- und Gemüsesorten
Seit 5 Jahren verfolgt Ada die letzten Trends für reife Frauen und spezialisiert in Tipps für Mode, Frisuren und Beauty für Damen Ü40
Als Mama und Hausfrau im Haushalt tätig, wo sie täglich neue Putztipps und -tricks selber ausprobiert
Dank ihrer Kinder in den letzten 12 Jahren viel Erfahrung beim Basteln gesammelt

Ausbildung

Ada hat einen Bachelor in moderner Literatur und einen Bachelor in Germanistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg absolviert. Nach ihrem Abschluss hat sie ein Praktikum bei einem lokalen Buchverlag gemacht. Im Laufe der Jahre hat Ada mehrere Kochkurse erfolgreich absolviert und verschiedene Kochtechniken und internationale Küchen kennengelernt.

Kontakt: [email protected]
Twitter:  @AdaHermann2