Was kann man neben Kartoffeln pflanzen? So wählen Sie gute Nachbarn für Mischkultur beim Gemüseanbau

von Charlie Meier
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Wenn Sie das Beste aus Ihrem Gemüsegarten herausholen möchten, wäre es sinnvoll zu wissen, was kann man neben Kartoffeln pflanzen. Durch einen strategischen Anbau zueinander passender Gewächse können Sie Ihre Gartenbeete ohne den Einsatz von chemischen Insektiziden vor Schädlingen schützen. Darüber hinaus können Ihre Kartoffelpflanzen von geeigneten Nachbarschaftspflanzen beim Wachsen profitieren, indem sie sich gegenseitig unterstützen. All dies wäre eine nachhaltige Möglichkeit, mehr Nutzpflanzen zur gleichen Zeit zu züchten und Ihre Ernte im Allgemeinen zu verbessern. Hier sind einige nützliche Informationen und Beispiele für Begleitpflanzen, die Sie beim Anlegen Ihres Gemüsegartens in Betracht ziehen können.

Warum Begleitpflanzung vorteilhaft ist und was kann man neben Kartoffeln pflanzen?

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Es ist bei vielen Gärtnern bereits eine etablierte Praxis, bestimmte Mischkulturen beim Gemüsebau zu verwenden, um ihren Ertrag zu optimieren. Die Auswahl an Nachbarpflanzen im Gemüsebeet kann jedoch auch herausfordernd sein, da Kartoffelpflanzen nicht mit jedem anderen Gewächs zurechtkommen. Manche Kräuterpflanzen, Blumen und anderes Gemüse kommen Kartoffeln beim Wachsen zugute und wirken gegen Koloradokäfer, Blattläuse und Raupen abwehrend. Darüber hinaus könnten Ihre Kartoffelpflanzen durch die Vorteile der Begleitpflanzung nicht mehr Bodennährstoffe aufnehmen, sondern auch weniger für Schädlinge anfällig werden.

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Eine derartige Planung von Beeten kann vor allem in kleineren Gemüsegärten vorteilhaft sein. Somit ermöglichen Sie es Ihren Gewächsen, weniger um Nährstoffe zu konkurrieren, was zu verbesserten Bodenverhältnissen und natürlicher Insektenabwehr beiträgt. Einige Blumensorten, wie zum Beispiel die Ringelblume, sind nämlich dafür bekannt, Schädlinge von Kartoffeln fernhalten zu können. Mit anderen Begleitpflanzen können Sie zudem noch nützliche Insekten anlocken, die als Fressfeinde von Kartoffelschädlingen bekannt sind. Darüber hinaus haben diese Gewächse ähnliche Anforderungen an Pflanzennährstoffen, Bewässerung und Sonnenstunden, was die Pflanzenpflege des Gartenbeets erleichtern würde.

Womit kann man Kartoffelpflanzen beim Gedeihen unterstützen?

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Die meisten Kartoffelsorten brauchten einen tieferen Boden, um zu gedeihen. Dies bedeutet, dass die besten Begleiter diejenigen mit oberirdischen Gewohnheiten sind. Solche Gewächse werden die Knollen der Kartoffelpflanzen nicht beeinträchtigen. Einige der gängigsten Beispiele dafür sind Spinat, Salatpflanzen, Radieschen und Lauchzwiebeln. All dieser Pflanzensorten haben flache Wurzelsysteme, die sich optimal für die Zwischenräume um Kartoffeln eignen. Ernten ist in der Spätsaison, was Frühgemüse ideale Nachbarn macht, wenn Sie sich fragen, was kann man neben Kartoffeln pflanzen. Dies findet für lange, bevor Sie die Kartoffeln ausgraben, statt.

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Darüber hinaus gibt es auch Lippenblütler und andere Pflanzensorten, die bekanntermaßen den Geschmack von Kartoffeln verbessern können. Dazu zählen Taubnessel, Meerrettich und die oben erwähnten Ringelblumen. Andere gute Nachbarn für Kartoffelpflanzen wären grüne Bohnen und sonstige Hülsenfrüchte, da solche Gewächse den Stickstoffgehalt im Boden erhöhen. Was Meerrettich angeht, könnte diese Pflanze Ihre Kartoffeln gegen einige Pflanzenkrankheiten resistenter machen. Mit Kreuzblütengewächsen, Steinkräutern und Nachtschattengewächsen wie Petunien locken Sie nützliche Insekten an, die Kartoffelkäfer fressen. Weitere Verbündete im Kampf gegen solche Schädlinge sind Katzenminze, Rainfarn und Koriander.

Welche Nachbarn ungeeignet wären und was kann man neben Kartoffeln pflanzen?

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Wie die Petunien sind Kartoffelpflanzen ebenfalls eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse. Aus diesem Grund sollten Sie es vermeiden, sie neben anderem ähnlichen Gemüse wie Paprika, Tomaten, Auberginen oder Okraschoten anzubauen. Darüber hinaus sollten Sie wissen, was kann man neben Kartoffeln pflanzen und nicht den gleichen Anbauort von anderen Nachtschattengewächsen verwenden.

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Sie haben die gleiche Genetik, und derselbe Anbauort würde die neuen Pflanzen für die gleichen Schädlinge und Krankheiten anfällig machen. Daher sollten Sie beim Fruchtfolgeanbau mindestens zwei Jahre warten, bevor Sie Mitglieder derselben Pflanzenfamilie am selben Anbauort neu anpflanzen. Ansonsten schließen schlechte Nachbarn für Kartoffelpflanzen auch Gurken, Auberginen, Fenchel, Karotten, Zwiebeln, Kürbisse, Himbeeren, Sonnenblumen und Rüben ein. Von diesem Hintergrund können Sie erwägen, einige der geeignetsten Begleitpflanzen für Ihr Beet mit Kartoffeln wählen, indem Sie die folgenden detaillierter beschriebenen Beispiele berücksichtigen.

Für Kartoffeln geeignete Nachbarschaftspflanzen wählen

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Bei der Auswahl von Begleitpflanzen für die Gartenbeete gibt es für Kartoffeln eigentlich mehrere gute Nachbarn. Eine allgemeine Faustregel, die Sie befolgen könnten, besteht darin, dass jedes Gewächs, das kurze Wurzeln hat, ein guter Begleiter im Beet sein kann. Eine durchdachte Wahl könnte jedoch all der oben beschriebenen Vorteile mit sich bringen und eine reichere Ernte ohne großen Aufwand ermöglichen. Zahlreiche Kräuter- und Blütenpflanzen, sowie Gemüse können die Kartoffelpflanzen im Gartenbeet stärker machen und schädlingsfrei halten, ohne dass Sie auf giftige Pestizide zurückgreifen müssen. Hier sind einige der besten davon.

Tipps zum optimalen Gemüseanbau und was kann man neben Kartoffeln pflanzen?

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  • Kreuzblütler wie Kohl – Holen Sie das Beste aus Ihrem Gartenbeet heraus, indem Sie Brokkoli, Grün- oder Blumenkohl zusammen mit Kartoffeln anbauen. Die kurzen Wurzeln dieser Begleitpflanzen ermöglichen es den Kartoffelpflanzen, ausreichend Bodennährstoffe aufzunehmen, wobei sie jedoch Starkzehrer sind und regelmäßig gedüngt werden sollten.
  • Steinkraut, bzw. Strandkresse – Dabei geht es um zierliche Einjährige, die nicht nur schön blühen, sondern dadurch auch Nützlinge für Kartoffeln in den Garten anziehen können. Dadurch können Sie zum Beispiel Schwebfliegen und Marienkäfer anlocken, um die Schädlinge auf natürliche Weise zu bekämpfen. Der Hauptvorteil dieser Pflanzen ist, dass sie als Bodendecker Unkraut hemmen, was Ihre Kartoffeln gesünder und größer wachsen lassen würde.
  • Lauchzwiebeln – Sie können derartige Gewächse als natürliche Insektenabwehrmittel im Gartenbeet mit Kartoffelpflanzen einsetzen. Die starken Aromen von Frühlingszwiebeln und Schnittlauch wirken dementsprechend gegen viele Schädlinge abwehrend. Ein weiterer Vorteil von Lauchzwiebeln als Begleitpflanzen besteht darin, dass sie bei gleichzeitiger Ernte mit Kartoffeln Zutaten für gesunde und leckere Speisen wie Kartoffel-Lauch-Suppen sein könnten.
  • Salbei – Dies ist eine beliebte Kräuterpflanze, die als Begleiter von Kartoffeln Flohkäfer und andere Schädlinge fernhält und vielseitig in der Küche verwendbar ist.
  • Koriander – Sie können diese großartige Pflanze zur Schädlingsbekämpfung neben Kartoffeln anbauen, um Blattläuse und Larven von Kartoffelkäfern loszuwerden.
  • Salatpflanzen – Wenn Sie Kopfsalat zwischen Ihren Kartoffelpflanzen anbauen, werden Sie Ihren Gartenraum optimal nutzen und dabei nicht an Bodennährstoffen verlieren.
  • Erbsen- und Bohnenpflanzen – Hülsenfrüchtesorgen sorgen für mehr Stickstoff im Gartenboden und halten Kartoffelkäfer fern, was mehr Nährstoffe und gesundes Pflanzenwachstum ermöglicht.
  • Ringelblumen – Diese Zierpflanzen verbessern nicht nur den Look Ihres Gartens, sondern wirken ihre Blüten als Abwehrmittel gegen eine Vielzahl von Schädlingen.
  • Kapuzinerkresse – Zu guter Letzt eignen sich diese Pflanzen als Nachbarn von Kartoffeln, da sie schädliche Insekten von den Kartoffelpflanzen fernhalten.

Charlie hat viel um die Welt gereist und mehrere Kulturen kennengelernt. Er hat sein Bachelor Abschluss in Kommunikationswissenschaft an der Uni Duisburg-Essen absolviert und beschreibt sich als leidenschaftlichen Musikfan.