Feuchtigkeit am Fenster innen daheim – Warum sind meine Fenster morgens nass und was kann ich dagegen tun?

Von Charlie Meier

Kondenswasser und Feuchtigkeit am Fenster innen sind im Winter lästig und können sowohl Ihr Zuhause als auch Ihre Gesundheit gefährden. Im Herbst oder im Winter ist dies ein Anblick, mit dem viele Menschen jeden Morgen aufwachen müssen. Nachdem Sie kleine Wasserpfützen auf Ihrer Fensterbank abgewischt oder aufgesogen haben, werden Sie sich zweifellos fragen, was dahintersteckt. Warum kondensiert überhaupt Wasser in Ihren Wohnräumen und wie sollten Sie sich mit so einem Problem auseinandersetzen? Im Folgenden finden Sie einige nützliche Informationen und Tipps, die Ihnen helfen können, die Ursachen zu erkennen und richtigen Maßnahmen zu ergreifen.

Was kann Nässe oder Feuchtigkeit am Fenster innen verursachen?

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Der Hauptgrund für nasse Fensterscheiben ist selbstverständlich die Bildung von Kondenswasser. Dies tritt dann auf, wenn Feuchtigkeit kondensiert und sich von einem Gas in eine Flüssigkeit verwandelt. Wenn sich diese auf Ihren Fenstern befindet, lässt sie die Scheiben neblig erscheinen und kann schließlich auf die Fensterbank herunterrollen und kleine Wasserpfützen bilden. Wie Sie sich vorstellen können, gibt es verschiedene Probleme, die nasse Fenster verursachen. Fenster lassen natürliches Licht in Ihr Zuhause und sollten Ihnen einen schönen Blick nach draußen ermöglichen. Das wird jedoch durch Kondenswasser erheblich behindert. Die Feuchtigkeit kann dementsprechend auch weitere Probleme verursachen, wenn sie Ihre Fenster auf die Schwelle herunterrollt. Mit der Zeit kann das Wasser Ihre Fensterbank verschmutzen oder sogar die Struktur schwächen. Kurzfristig kann es auch Fotos, Ornamente oder Karten beschädigen, die Sie auf Ihrer Fensterbank abgelegt haben.

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Ist Kondenswasser jedoch wirklich so schlimm? Nun, es kann sein, dass Kondensation an Ihren Fenstern Probleme verursachen kann. Erstens kann die Feuchtigkeit Ihre Fensterbank und alles, was darauf platziert ist, beschädigen. Es kann auch unansehnlich sein, wenn Sie das so belassen. Dadurch lassen die Fenster auch weniger natürliches Licht herein und der Raum fühlt sich kälter an. Kondensation tritt häufiger bei niedrigeren Temperaturen oder nachts auf. Das liegt daran, dass kalte Luft nicht so viel Feuchtigkeit wie wärmere Luft speichert. In der Nacht gibt der Körper auch durchschnittlich etwa 40 g Feuchtigkeit pro Person ab. Darüber hinaus findet Nässe immer den kältesten Teil eines Raums. Wenn Ihre Fenster nicht thermisch effizient sind, bedeutet dies, dass Feuchtigkeit dorthin gezogen wird. Wenn die Temperatur im Laufe der Nacht sinkt, beginnt die Innenfläche nämlich kälter zu werden. Dies führt dazu, dass Wärme aus Ihrem Zuhause durch die Fenster verloren geht.

Warum sich Kondenswasser morgens auf inneren Fensterscheiben bildet

warum sind meine fenster morgens nass und was kann ich dagegen tun

Die nächste Frage, die Sie sich vielleicht stellen, lautet: „Warum sind meine Fenster jeden Morgen nass?“ In den meisten Fällen befreit Sonnenlicht Ihre Fenster während des Tages von Kondenswasser. Warum scheinen diese also immer über Nacht zu beschlagen? Die Antwort ist die Temperatur. Selbst in den kältesten Winterwochen schalten die meisten Menschen nachts die Heizung aus, um ein bisschen Geld bei den heutigen Energierechnungen zu sparen. Eine dickere Bettdecke und ein kuscheliger Schlafanzug reichen normalerweise aus, um Sie ausreichend warm zu halten, während Sie einschlafen. Während Sie jedoch im Land des Schlafens unterwegs sind, wird die Luft im Innenraum kalt und hält nicht so viel Feuchtigkeit wie warme Luft, sodass die Feuchtigkeit nach einem Ort sucht, an dem sie abfließen kann.

durch kondensiertes wasser in der nacht entscheht beschlag an der fensterscheibe bei niedrigen außentemperaturen


Hinzu kommt die Feuchtigkeit, die Sie beim Schlafen freisetzen, wobei schätzungsweise 40 g Wasserdampf durch nächtliches Atmen und Schwitzen entstehen. Wenn die Feuchtigkeit keinen Ausweg durch Lüften und offenes Fenster findet, zieht sie an kalte Oberflächen. In den meisten Fällen sind nämlich Fenster die erste Anlaufstelle. Wenn sie nicht besonders thermisch effizient sind, wird ihre Innenfläche über die ganze Nacht kalt. Die Außentemperaturen sinken ebenfalls und es gibt kaum etwas, was die Kälte daran hindern könnte, ins Innere Ihrer Fenster zu dringen. Aus diesem Grund sind einfach verglaste Fenster morgens ausnahmslos nass, wobei eine doppelte Verglasung keineswegs ausgenommen ist.

Thermische Effizienz verbessern und Feuchtigkeit am Fenster innen verhindern

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Da ineffiziente Doppelverglasung ein Magnet für Kondenswasser ist, wäre es am besten zu versuchen, die Fensterscheiben thermisch effizienter zu machen. Abgesehen davon, dass Sie Ihr Zuhause über den ganzen Tag lüften, um die Feuchtigkeit häufiger abzuleiten, besteht die einzige praktikable Möglichkeit, sie thermisch effizienter zu machen und die Bildung von Kondenswasser zu verhindern, darin, sie durch brandneue Doppelverglasungen ersetzen zu lassen. Dies kann jedoch teuer sein und Unannehmlichkeiten während der Reparatur mit sich bringen. Neben dem störenden Installationsprozess können neue Fenster auch den Charakter Ihres Hauses stören. Das gilt insbesondere, wenn Sie in einer älteren Immobilie wohnen, weshalb der Fensteraustausch bei denkmalgeschützten Gebäuden verboten ist.

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Glücklicherweise bietet eine sekundäre Verglasung mit Abdeckplane eine praktischere Lösung. An der inneren Aussparung des Fensters angebracht, bildet die dezente Sekundärplatte eine wirksame Abdichtung, um Feuchtigkeit fernzuhalten. Diese zusätzliche Schicht verhindert auch, dass die Innenseite Ihrer Fenster zu kalt wird, wodurch sich keine Feuchtigkeit auf der Oberfläche ansammelt. Dabei gibt es auch keinerlei Auswirkungen auf die vorhandenen Fenster, sodass das Erscheinungsbild Ihres Innendesigns nicht wirklich beeinträchtigt wird. Deshalb empfiehlt sich eigentlich die Verwendung von Zweitverglasungen bei älteren Fenstern. Dadurch können Sie langfristig Geld bei Ihren Energierechnungen sparen und Ihr Zuhause insgesamt komfortabler machen. Darüber hinaus erhöht dies die Wärmespeicherfähigkeit Ihres Zuhauses.

Tipps zur Vorbeugung vom Kondenswasser auf der Innenseite von Fenstern

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Wenn Sie Kondensation an der Innenseite eines Fensters oder im Raum haben, ist dies ein Zeichen dafür, dass die Luftfeuchtigkeit in Ihrem Haus höher ist als draußen. Dies kann durch eine Reihe von Dingen verursacht werden, darunter Kochen, Duschen, Zimmerpflanzen und sogar Wäsche. Die relative Luftfeuchtigkeit in Ihrem Zuhause sollte daher immer unter 60 Prozent liegen. Idealerweise sollten Sie diese irgendwo zwischen 30 und 50 Prozent halten. Es ist jedoch normal, dass sie in den Wintermonaten am unteren Ende des Bereichs oder leicht darunter liegt. Das Stoppen der Kondensation an der Innenseite Ihrer Fenster beginnt also mit der Messung der relativen Luftfeuchtigkeit. Dazu können Sie sich ein kleines, kostengünstiges Feuchtigkeitsmessgerät besorgen. Sobald Sie wissen, wie feucht es in Ihrem Zuhause ist, können Sie die folgenden Maßnahmen ergreifen, um die Werte zu senken und Kondensation zu verhindern:

Einfache Schritte bei Feuchtigkeit am Fenster innen befolgen

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  • Fensterdekoration offen halten – Kondensation tritt eher auf, wenn Gardinen oder Vorhänge geschlossen und Jalousien heruntergezogen sind. Versuchen Sie daher, Ihre Fensterdekoration so zu ziehen, dass die Hitze nicht auf Ihrer Fensterscheibe eingeschlossen wird.
  • Luft zirkulieren lassen – So wie eine sanfte Brise die Feuchtigkeit draußen mildern kann, würde etwas Luftzirkulation in Innenräumen Wunder bewirken. Sie können Deckenventilatoren im Uhrzeigersinn auch im Winter verwenden, um warme Luft von der Decke Ihres Zimmers nach unten zu bewegen.
  • Luftbefeuchter herunterdrehen – Wenn Sie einen Luftbefeuchter beispielsweise in einem Kinderzimmer zur Behandlung einer Erkältung oder als Teil Ihres Ofens verwenden, können Sie ihn ausschalten, bis die relative Luftfeuchtigkeit abnimmt.
  • Für eine ausreichende Belüftung sorgen – Einige Wohnbereiche sind anfälliger für Feuchtigkeit, wie zum Beispiel Küchen, Badezimmer und Waschräume. Stellen Sie also sicher, dass beim Kochen und Duschen Ihre Abluftventilatoren laufen. Vergewissern Sie sich außerdem auch, dass diese Geräte sowie die Belüftung Ihres Wäschetrockners in gutem Zustand sind. Wenn diese bei Ihnen doch nicht vorhanden sind, können Sie versuchen, Ihr Fenster für ein paar Minuten ein wenig zu öffnen, um die Luft zu trocknen.
  • Feuerholz zum Heizen draußen halten – Auch abgeschnittene Pflanzen bringen Feuchtigkeit in die Luft, wobei dies auch für Brennholz beim Trocknen gilt. Wenn Sie einen holzbefeuerten Kamin haben, sollten Sie daher solches Brennmaterial draußen halten, um Luftfeuchtigkeit zu verhindern.
  • Wäsche richtig trocknen – Trocknen Sie Wäsche niemals drinnen auf einem Gestell oder einer Leine, wenn es draußen kalt ist. Jede Ladung gibt fast 5 Liter Wasser an die Luft ab. Der zweite Vorteil dieser Maßnahme betrifft die Raumluftqualität. Künstliche Düfte in Waschmitteln und Weichspülern verflüchtigen sich dadurch größtenteils nach außen, sodass Sie diese nicht in Ihren Wohnräumen einatmen müssen.

Abschließende Gedanken

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Das Heilmittel gegen Kondensation liegt darin, zu verhindern, dass Kondenswasser überhaupt auftritt. Wenn Sie so ein Problem erkannt haben, können Sie sich möglicherweise selber helfen. Im Prinzip lassen sich Kondenswasser und eventuell daraus resultierenden Probleme wie Schimmelbildung an Fenstern nie komplett beseitigen. In solchen Fällen können Sie entweder einen professionellen Dienst engagieren, oder anhand der obigen Anweisungen selbst darauf reagieren. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob es sich um Kondenswasser, aufsteigende Feuchtigkeit oder um ein Leck im Dach handelt, sollten Sie einen Profi anrufen.

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