Zeckenbiss behandeln: Welche Hausmittel gegen Zecken helfen wirklich und wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen? Hier finden Sie die Antworten!

Von Lisa Hoffmann

Mit unseren Liebsten im Park grillen, eine Wanderung durch den Wald machen und die Sonne genießen – wir lieben den Sommer! Bei den steigenden Temperaturen zieht es uns immer öfter nach draußen und Outdoor-Abendteuer klingen besonders verlockend. Doch leider ist Sommerzeit auch Zeckenzeit und es kann passieren, dass wir uns einen Parasiten mit nach Hause nehmen. Dass wir uns nach Ausflügen immer absuchen müssen, wissen wir alle. Aber was sollten wir tun, wenn wir bereits von einer Zecke gestochen wurden? Wie lässt sich einen Zeckenbiss behandeln? Ist eine Hautveränderung nach Zeckenbiss gefährlich und wann sollten Sie zum Arzt? Damit Sie sich den Sommer nicht verderben, haben wir uns für Sie schlau gemacht und erklären Ihnen alles, was Sie darüber wissen sollten!

Zeckenbiss behandeln: Wie Zecke entfernen bei Menschen?

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Nicht nur unsere Haustiere werden gerne von Zecken gestochen – ein Zeckenbiss kann absolut jeden von uns treffen. Vor allem, wenn wir oftmals in der Natur unterwegs sind, sollten wir unseren Körper immer gründlich absuchen. Das Allerwichtigste, was Sie tun müssen, wenn Sie eine Zecke entdecken, ist, diese chnellstmöglich zu entfernen. Die Parasiten sind nicht nur lästig, sondern auch Überträger zweier seriösen Krankheiten – Borreliose und FSME. Und so lässt sich eine Zecke entfernen bei Menschen:

  • Die Zecke mit einer feinen und spitzen Pinzette knapp über der Haut fest ergreifen.
  • Damit keine Erreger und Flüssigkeiten in die Wunde gelangen, sollten Sie die Zecke niemals quetschen.
  • Für ungefähr 40-50 Sekunden festhalten – manchmal entfernen die Zecken den Klammerapparat von selbst aus.
  • Nun die Zecke langsam und gerade herausziehen. Da sich die Parasiten mit Widerhaken festhalten, sollten Sie vielleicht etwas kräftiger ziehen.
  • Überprüfen Sie die Stelle, um zu sehen, ob Sie die ganze Zecke entfernt haben.
  • Zum Schluss die betroffene Stelle mit Alkohol oder Desinfektionsmittel gründlich reinigen. Alternativ können Sie auch Wasser und Seife nutzen.
  • Falls Reste der Zecke in der Haut zurückbleiben, machen Sie sich zuerst keine Sorgen. Das ist meistens ein Teil des Stechapparates und der Fremdkörper wird nach 1-2 Tagen von selbst abgestoßen. Ist dies nicht der Fall oder wenn Sie eine Hautveränderung nach Zeckenbiss merken, wenden Sie sich sofort an einen Arzt!

Hautveränderung nach Zeckenbiss: Was sollten Sie tun?

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Der allerwichtigste Schritt beim Zeckenbiss behandeln ist natürlich das Entfernen der Zecke. Allerdings kann sich in manchen Fällen nach einem Zeckenbiss ein roter Kreis um die betroffene Stelle bilden. Die Beule erscheint in der Regel innerhalb ein paar Tage oder einer Woche und fühlt sich bei Berührung zart und warm an. Ob es sich dabei um eine ungefährliche Reaktion oder eine Krankheit, wie zum Beispiel Borreliose oder FSME, handelt, ist im Anfangsstadium schwer zu erkennen. Hautirritationen vergehen in der Regel innerhalb 2-3 Tage von sich selbst. Wenn die Hautveränderung nach dem Zeckenbiss bestehen bleibt oder sogar größer wird, dann ist es Zeit für einen Arztbesuch.

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Wenn sich nach dem Zeckenbiss ein roter Kreis bildet und ausbreitet, spricht man von der sogenannten Wanderröte (Erythema migrans). Diese entwickelt sich in der Regel weniger Tage nach dem Stich, aber in manchen Fällen kann es auch nach etwa 30 Tagen entstehen. Die Rötungen haben einen Durchmesser von circa 6-10 Zentimeter und breiten sich nach außen hin aus. Daher ist es wichtig, dass Sie die betroffene Stelle jeden Tag beobachten und sich bei Verdacht auf eine Infektion an einen Arzt wenden. Auch wenn Sie unter Fieber, Müdigkeit oder starken Kopfschmerzen leiden, sollten Sie den Zeckenbiss medizinisch behandeln lassen. Ohne eine geeignete Therapie schreitet die Erkrankung fort und kann im schlimmsten Fall zu anderen Organen vordringen.

Der Zeckenbiss juckt nach Wochen?

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Wie bei anderen Parasiten, die sich von Blut ernähren, haben Zecken Chemikalien in ihrem Speichel. Bevor sie anfangen, Blut zu saugen, geben die Zecken diese Wirkstoffe ab, die wie eine Art Betäubungsmittel wirken. Da wir dadurch unempfindlich gegenüber Schmerz werden, merken wir den Stich am Anfang überhaupt nicht. Ein Zeckenbiss juckt also in der Regel nicht. Allerdings kann es manchmal vorkommen, dass die betroffene Stelle sich nach dem Entfernen mit Bakterien infiziert. Sie müssen aber nicht sofort in Panik geraten – wenn das Jucken nach 3-4 Tagen verschwindet, handelt es sich um keine Infektion. In diesem Fall können Sie den Juckreiz mit verschiedenen Hausmitteln oder Salben lindern, aber nicht kratzen! Der Zeckenbiss juckt nach Wochen immer noch und es hat sich eine Rötung gebildet? Um eine eventuelle Infektion mit Krankheitserregern auszuschließen oder um den Zeckenbiss behandeln zu können, suchen Sie einen Arzt auf.

Insektenbiss behandeln: Welche Hausmittel gegen Zecken helfen?

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Der Zeckenschutz ist von Frühjahr bis ungefähr Oktober sowohl bei Tieren, als auch bei Menschen sehr wichtig. Um einen Zeckenbiss zu behandeln oder verhindern, müssen es nicht immer die chemischen Mittel aus dem Laden sein. Es gibt viele effektive natürliche Hausmittel gegen Zecken, die genauso wirksam sind und die Parasiten abschrecken können. Und hier sind die besten Hausmittel, die Sie als Zeckenschutz verwenden können. Doch bevor Sie einige davon ausprobieren, müssen wir etwas klarstellen. Die Wirkungen sind nicht wissenschaftlich bestätigt und unsere Liste basiert eher auf Erfahrungen. Daher kann es sein, dass die Hausmittel bei Ihnen nicht so effektiv wirken.

Kokosöl als Zeckenschutz

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Kokosöl ist ein echtes Multitalent in Sachen Haut- und Haarpflege. Daher ist es keine Überraschung, dass wir es als Zeckenschutz verwenden können. Die antimikrobiellen Inhaltsstoffe Laurinsäure und Caprinsäure schrecken die Parasiten ab. Auch die darin enthaltene Caprylsäure wirkt wie ein natürliches Insektizid und kann somit den Panzer von Zecken und anderen Insekten auflösen. Zum Schutz reiben Sie einfach anfällige Körperstellen mit Kokosöl ein und schon sind Sie bereit fürs nächste Abenteuer im Freien.

Zeckenbiss behandeln: Knoblauch gegen Zecken und Insekten

Zecken werden von einigen Geruchskomponenten, wie zum Beispiel Schweiß, stärker angezogen. So können aber andere Gerüche die Parasiten abstoßen. Ein äußerst effektives Hausmittel, um Zecken und jeglichen Insekten von Ihnen fernzuhalten, ist Knoblauch. Dafür können Sie entweder 1-2 Knoblauchzehen vor dem Spaziergang kauen oder anfällige Körperstellen, wie etwa Waden und Knöchel, damit einreiben.

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