Wie am schnellsten Unkraut jäten? Mit diesen Tipps können Sie es großflächig aus dem Rasen entfernen

von Olga Schneider
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Für viele Hobby-Gärtner sind kriechende Unkraut-Arten ungebetene Gäste im Garten. Besonders ärgerlich wird es, wenn sich Moos, Klee oder Vogelmiere im frisch angelegten Rasen ausbreiten. Thermogeräte können dort nicht helfen, auch Unkrautvernichter sind auf der Rasenfläche fehl am Platz. Dann bleibt nur eins – Unkraut jäten. Damit es wirklich schnell und mühelos geht, haben wir einige Tipps bereitgestellt.

Unkraut jäten: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

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Wie die anderen Pflanzen im heimischen Garten treiben die vorgekeimten Beikräuter im Frühjahr aus. So ist es kein Wunder, dass man zwischen den Pflastersteinen des Gartenweges, im Blumenbeet oder im Rasen ab April plötzlich Klee, Moos oder Vogelmiere bemerkt. Dabei heißt es schnell handeln, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Und während dies den meisten Hobby-Gärtner im Beet oder auf der Terrasse schnell und unkompliziert gelingt, stellt Unkraut im Rasen für die meisten eine große Herausforderung dar. Oft ist es notwendig, die Pflanzen großflächig zu entfernen.

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Der richtige Zeitpunkt dafür ist das Frühjahr. Im April ist das Wetter deutlich milder als im Februar und März. Die höheren Temperaturen läuten den kommenden Sommer ein. Der Boden ist nicht mehr gefroren und man kann Wildkräuter problemlos mit Gartenwerkzeugen jäten.

Dann kann man das bereits gewachsene Unkraut am schnellsten jäten. Zum einen, weil die Jungpflanzen den Boden noch nicht durchwurzelt haben und man kann sie samt Wurzelbällen mit wenig Mühe jäten. Zum anderen, weil es im Frühling öfters regnet. Ein feuchter Boden kann man problemlos mit der Kreuzharke oder Jätschlinge bearbeiten.

Noch ein Argument für das Jäten im Frühling: Dann haben die Wildkräuter noch keine Blüten und keine Samen, Sie können also durch das Jäten die Beikräuter komplett entfernen und riskieren nicht, dass sie sich in den Garten ausbreiten. Anders sieht es aus, wenn Sie im August jäten müssen. Die Samen haften an den Händen und den Gartenwerkzeugen und werden dann beim Jäten eigentlich in die Erde gesetzt. So verschärfen Sie zum eigentlichen Problem, anstatt es zu lösen.

 Unkraut bei nassem Boden aus dem Rasen entfernen

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Ein nasser Boden ist zwar locker, die Erde haftet aber an den Gartenwerkzeugen. Der beste Zeitpunkt zum Jäten ist daher nicht direkt nach einem Regenfall, sondern in der Woche danach. Dies gilt besonders für Böden mit einem hohen Tongehalt. Sie sollten mäßig feucht bis feucht sein, damit man sie besser bearbeiten kann.

Wie am schnellsten Unkraut jäten? Anleitung

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1. Bevor Sie die Wildkräuter entfernen, sollten Sie sie identifizieren. Die Vorgehensweise kann sich stark unterscheiden, je nachdem, mit welcher Unkraut-Art Sie kämpfen müssen.

  • Bei Wurzelunkräutern hilft weder Vertikutieren noch das Zerhacken der Wildkräuter. So kann man die Pfahlwurzeln, die tief in die Erde eindringen, nicht entfernen. Am besten ziehen Sie sie aus dem Boden. Prüfen Sie dann, ob Sie die Wurzeln entfernt haben. Wer sich diese Mühe ersparen möchte, greift zum Pfahlwurzelstecher. Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe sind wohl Giersch, Zaunwinde und Klee.
  • Samenunkräuter vermehren sich ausschließlich über Samen und haben in der Regel flache Wurzeln. Diese lassen sich problemlos durch Haken entfernen. Die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe, die Sie im Rasen finden können, sind Franzosenkraut, Disteln und Löwenzahn.

2. Die richtigen Werkzeuge anschaffen. Wenn Sie Unkraut großflächig entfernen möchten, dann ist die schnelle und mühelose Arbeit sehr wichtig.

  • Mit Grabegabeln kann man prima die Pfahlwurzeln und Ausläufer der Wurzelunkräuter entfernen. Dabei sollten diese auf keinen Fall abgehackt werden. Denn bleibt ein Teil des Wurzelwerks im Boden, dann kann sich die Pflanze erholen und nach einer kurzen Pause erneut austreiben. Daher ist es immer empfehlenswert, die Wurzeln aus dem Boden zu ziehen. Für besonders hartnäckige Unkräuter werden spezielle Werkzeuge wie Löwenzahnzieher angeboten.
  • Wenn Sie den Rasen nicht beschädigen möchten, dann können Sie auch Unkrautstecher verwenden. Das Werkzeug funktioniert sehr gut bei Tiefwurzlern, denn es entfernt den größten Teil des Wurzelwerkes. Die Handhabung ist denkbar einfach: den Boden einstechen, den Griff umdrehen und die Wildkräuter mit extra langen Wurzeln herausziehen.
  • Verwenden Sie die Unkrauthacke, um Samenunkräuter zu entfernen. Sie kann bis zu 5 cm in den Boden eindringen und Flachwurzeln erfolgreich entfernen.
  • Mit einem Jätefaust kann man den Rasenrand, Ecken und schmale Bereiche problemlos jäten. Das Werkzeug ist klein und man kann damit präzise arbeiten. Sie können damit auch die Wurzeln der Wildkräuter ausgraben, ohne die Rasenfläche zu beschädigen.
  • Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden: Suchen Sie Werkzeuge mit höhenverstellbaren Griffen, um

3. Nachdem Sie die Wildkräuter gejätet haben, können Sie mit Erde die Löcher befüllen und eventuell noch Rasen nachsäen.

Olga Schneider

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Olga Schneider ist gelernte Kommunikationswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, enthusiasierte Hobby-Gärtnerin und begeisterte Blogerin in Bereichen Haushalt, Backrezepte und Modetrends.
Olga liebt ihren grünen Garten. Dort hat sie ein Gemüsebeet, mehrere Blumenbeete und eine kleine Rasenfläche. Die positive Erfahrung in ihrer kleinen Gartenoase gab ihr einen richtigen Motivationsschub, ihr Wissen in diesem Bereich durch Kontakt mit Baumschulgärtnern zu vertiefen und mehr über die Zusammenhänge beim Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie bei der Pflege von Blumen und Zierpflanzen zu erfahren. Der Austausch mit Garten-Experten erweiterte ihren Horizont zusätzlich und vertiefte ihr Interesse an der naturfreundlichen Gartengestaltung. Das kreative junge Team von Deavita hat ihr die perfekte Möglichkeit gegeben, ihre neue Leidenschaft mit den Lesern zu teilen.
Neben den Gartenartikeln ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv. Dort teilt sie gerne ihre Erfahrung als Mama und gibt nützliche Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Putzmitteln, sowie zu verschiedenen Putztechniken, mit denen man Zeit und Mühe sparen kann.
In Ihrer Freizeit ist Olga eine begeisterte Modeliebhaberin, die abends gerne durch zahlreiche Influencer-Seiten stöbert und das eine oder andere Wochenende bei virtuellen Treffen mit anderen Modebloggern verbringt. Sie hat vertieftes Interesse an den neuesten Modetrends und versucht sie umzusetzen. Sie teilt, äußerst sympathisch, ihre Liebe zu Mode, Nageldesign und Haartrends, in ihren Beiträgen zu diesen Themen.
Olga backt gerne zusammen mit ihrer Familie und probiert mindestens einmal im Monat neue Rezepte zu Hause oder mit ihren Kollegen. Selbstgemachte Desserts und Kuchen gehören für sie einfach selbstverständlich zum Nachmittagskaffee dazu.
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mehr 15 Jahre Erfahrung im eigenen Garten, hat Interviews mit Gartenexperten gemacht und engagiert sich als Freiwillige Mitarbeiterin bei der Pflege von Parkanlagen und Schaugewächshäusern in ihrem Heimatort
Seit mehr als 10 Jahren versucht sie, zu Hause nur mit naturfreundlichen Putzmitteln zu reinigen und probiert verschiedene Hausmittel.
Sie ist eine wahre Back-Enthusiastin, die seit 7 Jahren mit ihrem Kind verschiedene Rezepte probiert.
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Ist seit 11 Jahren als Autor bei Deavita tätig und hat mehr als 2450 Beiträge zu verschiedenen Themen rund um Gartengestaltung, Haushalt, Mode und Rezepte erstellt.

Ausbildung
Olga Schneider hat Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienkommunikation absolviert. Während des Studiums hat sie an mehreren multikulturellen Projekten teilgenommen und ein Praktikum in Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Reisen durch Europa haben Ihr Interesse für Architektur und Design geweckt. In ihrer Freizeit gärtnert sie leidenschaftlich und beschäftigt sich gerne mit Gartenkunst.