Ziergräser schneiden: Wann ist ein günstiger Zeitpunkt für den Rückschnitt im Frühjahr und was es dabei zu beachten gibt

von Olga Schneider
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Ob im Kübel oder im Beet: Ziergräser sind ein wahrer Blickfang im Garten. Damit aber Rutenhirse, Pampasgras und Co. das Auge jahrelang erfreuen, spielt die richtige Pflege eine entscheidende Rolle. Dazu gehört auch der verjüngende Rückschnitt im Frühjahr. Wir erklären, wann und wie Sie die Ziergräser schneiden sollten.

Ziergräser schneiden: Warum brauchen sie einen verjüngenden Schnitt?

Ziergräser im Garten und im Kübel schneiden Tipps

Zusammen mit anderen Blattschmuckpflanzen, Stauden und Halbsträuchern, gehören die Ziergräser zu der Gruppe der Gartenpflanzen, die mit ihren filigranen Blättern, Halmen und Farben begeistern. Obwohl sie aus verschiedenen Teilen der Welt kommen und zu verschiedenen Pflanzenfamilien gehören, haben alle Ziergräser eins gemeinsam: sie geben dem Garten Struktur und Farbe. Die meisten Pflanzen, die dieser (nicht botanischen) “Kategorie” zugeordnet werden, kommen mit wenig Pflege zurecht.

Zu den wichtigsten Pflege-Maßnahmen gehört der Rückschnitt im Frühjahr. Der Februar und der März sind deswegen gut für einen Rückschnitt geeignet, weil:

Ziergräser schneiden wann ist der richtige Zeitpunkt

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  • Viele Ziergräser wintergrün sind. Selbst, wenn sich ihre Halme rot oder gold verfärben, sind sie immer noch ein wahrer Blickfang im Garten.
  • Viele Ziergräser bilden Samenkapseln im Herbst, die dann in der kalten Jahreszeit Nahrung für Vögel und Insekten bieten.
  • Im Frühjahr trocknen die oberirdischen Teile der meisten Ziergräser. Trockene Grashalme sind leicht entflammbar und man sollte sie auch aus diesem Grund abschneiden.
  • Die kalte Jahreszeit hinterlässt Spuren: Froststellen, faule Halme, Schädlinge – nur ein verjüngender Rückschnitt kann die Pflanzen retten.

Winterharte Gräser im Februar schneiden

Federgras richtig schneiden Anleitung

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Die Ziergräser werden in drei Gruppen unterteilt. Wir fassen die wichtigsten Merkmale dieser Gruppen zusammen und erklären, was Sie beim Schnitt beachten sollten.

Die erste Gruppe stellt sich aus winterharten Ziergräsern zusammen, die auch in der kalten Jahreszeit aktiv bleiben. Sie wachsen vor allem im Frühling und im Herbst, nachdem der Dauerfrost vorbei ist und bevor die Temperaturen über 22 Grad Celsius steigen. Der richtige Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist im Februar, bevor sie erneut austreiben.

Gehen Sie dabei wie folgt vor: Wählen Sie einen frostfreien Tag im Februar und binden Sie die Grashalme zusammen. Dann kürzen Sie dei Gräser um zwei Drittel. Achten Sie dabei, dass Sie die Gräser nicht zu drastisch zurückschneiden, damit sie sich im Frühling erholen können.

Sonderfall Engelshaar: So schneiden Sie Federgras richtig

Das Federgras trocknet im Winter langsam aus und ihre Halme verfärben sich zunächst gold und dann braun. Erst dann wird das Engelshaar zurückgeschnitten. Im Unterschied zu anderen winterharten Gräsern wird das Federgras erst auf die Hälfte abgekürzt. Dann werden die Halme mit einem Rechen abgebürstet und tote Pflanzenteile entfernt.

Ziergräser schneiden: Tiefer Rückschnitt für Pampasgras

Pampasgras schneiden wann und wie Anleitung

Ein weiterer Sonderfall stellt das Pampasgras dar. Es wird im Februar und März, kurz vor dem Austrieb geschnitten. Die Vorgehensweise ist ähnlich: Die Grashalme werden zusammengebunden und auf 20 cm Höhe gekürzt. Jungpflanzen werden nur ausgeputzt und es werden nur erfrorene Stellen und  Spitzen entfernt.

Sommergrüne Gräser schneiden: Was sollte man beachten?

Die sommergrünen Gräser beginnen zum Frühlingsende erneut auszutreiben und zu wachsen. Sie wachsen schnell und blühen im Sommer. Im Winter verfärben sie sich braun, vertrocknen und die oberirdischen Pflanzenteile sterben ab. Es ist dennoch sinnvoll, die Halme im Winter stehen zu lassen, da sie Frostschutz bieten. Und einige von den Ziergräsern sehen auch vertrocknet sehr attraktiv aus und bereichern daher die Winterlandschaft.

Die sommergrünen Gräser schneidet man im Februar und März bodennah zurück.

Ziergräser schneiden: Lampenputzengras benötigt keinen Rückschnitt

Ein weiterer Sonderfall ist das Lampenputzengras. Die Wildpflanze kommt ohne einen Rückschnitt zurecht und auch die Züchtungen brauchen eigentlich keinen pflegenden Schnitt. Das Lampenputzengras wird aber dennoch im Frühjahr geschnitten – zum einen, weil es dann besser aussieht, wenn sich die neuen grünen Halme zeigen. Zum anderen, weil vertrockneten Halme des Lampenputzengrases leicht entflammbar sind.

Rutenhirse “Northwind” richtig schneiden

Eigentlich ist die Rutenhirse eine winterharte Pflanze. Sie kann aber einen Rückschnitt bei Frost nicht vertragen. Denn im Winter schützen die vertrockneten Halme die Pflanze vor Fäulnisbildung. Die Sorte “Northwind” wird an einem sonnigen oder wolkigen Tag etwa 10 cm über dem Boden abgeschnitten.

Sonderfall Chinaschilf: Das Gras Halm für Halm schneiden

Chinaschilf richtig schneiden Anleitung und Tipps

Chinaschilf wird wie die anderen sommergrünen Gräser bodennah abgeschnitten. Da die Halme allerdings sehr hart sind, muss man sie einzeln abschneiden. Am besten dafür eine scharfe Astschere verwenden.

Japangras nicht schneiden, sondern teilen

Im Unterschied zu anderen Ziergräsern ist das Japangras ein Flachwurzler. Die oberirdischen Pflanzenteile sterben im Herbst ab, bieten aber im Winter Frostschutz für die Wurzeln. Daher sollte man es erst im Frühjahr schneiden. Eigentlich braucht die Pflanze keinen Rückschnitt und Sie können ruhig diesen weglassen. Dafür ist das Frühjahr aber der richtige Zeitpunkt, das Japangras zu teilen.

Sollte man immergrüne Ziergräser schneiden oder nicht schneiden?

BlauschwinBlauschwingel immergrüne Gräser nicht zurückschneidengel immergrüne Gräser nicht zurückschneiden

Immergrüne Ziergräser brauchen keinen Rückschnitt. Sie können aber im Frühjahr die Pflanzen auf Frostschäden, Krankheiten und Schädlinge prüfen. Bei Bedarf kann man sie zusätzlich auch etwas auslichten.

Verblühtes vom Blauschwingel im Sommer entfernen

Der Blauschwingel braucht keinen Rückschnitt im Frühjahr. Sie können aber das Verblühte im Sommer abschneiden. So verhindern Sie die Samenbildung – und damit auch die unkontrollierte Ausbreitung im Garten.

Olga Schneider

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Olga Schneider ist gelernte Kommunikationswissenschaftlerin an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, enthusiasierte Hobby-Gärtnerin und begeisterte Blogerin in Bereichen Haushalt, Backrezepte und Modetrends.
Olga liebt ihren grünen Garten. Dort hat sie ein Gemüsebeet, mehrere Blumenbeete und eine kleine Rasenfläche. Die positive Erfahrung in ihrer kleinen Gartenoase gab ihr einen richtigen Motivationsschub, ihr Wissen in diesem Bereich durch Kontakt mit Baumschulgärtnern zu vertiefen und mehr über die Zusammenhänge beim Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie bei der Pflege von Blumen und Zierpflanzen zu erfahren. Der Austausch mit Garten-Experten erweiterte ihren Horizont zusätzlich und vertiefte ihr Interesse an der naturfreundlichen Gartengestaltung. Das kreative junge Team von Deavita hat ihr die perfekte Möglichkeit gegeben, ihre neue Leidenschaft mit den Lesern zu teilen.
Neben den Gartenartikeln ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv. Dort teilt sie gerne ihre Erfahrung als Mama und gibt nützliche Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Putzmitteln, sowie zu verschiedenen Putztechniken, mit denen man Zeit und Mühe sparen kann.
In Ihrer Freizeit ist Olga eine begeisterte Modeliebhaberin, die abends gerne durch zahlreiche Influencer-Seiten stöbert und das eine oder andere Wochenende bei virtuellen Treffen mit anderen Modebloggern verbringt. Sie hat vertieftes Interesse an den neuesten Modetrends und versucht sie umzusetzen. Sie teilt, äußerst sympathisch, ihre Liebe zu Mode, Nageldesign und Haartrends, in ihren Beiträgen zu diesen Themen.
Olga backt gerne zusammen mit ihrer Familie und probiert mindestens einmal im Monat neue Rezepte zu Hause oder mit ihren Kollegen. Selbstgemachte Desserts und Kuchen gehören für sie einfach selbstverständlich zum Nachmittagskaffee dazu.
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Ist seit 11 Jahren als Autor bei Deavita tätig und hat mehr als 2450 Beiträge zu verschiedenen Themen rund um Gartengestaltung, Haushalt, Mode und Rezepte erstellt.

Ausbildung
Olga Schneider hat Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Medienkommunikation absolviert. Während des Studiums hat sie an mehreren multikulturellen Projekten teilgenommen und ein Praktikum in Polen erfolgreich abgeschlossen. Die Reisen durch Europa haben Ihr Interesse für Architektur und Design geweckt. In ihrer Freizeit gärtnert sie leidenschaftlich und beschäftigt sich gerne mit Gartenkunst.