Neurotizismus erhöht das Risiko einer Parkinson-Erkrankung

Autor: Olga Schneider

Forscher der Universität für Medizin in Florida, den USA, haben herausgefunden, dass der Neurotizismus das Risiko einer Parkinson-Erkrankung fast verdoppelt. Ihre Studie wurde vor kurzem im Fachjournal „Movement Disorders“ veröffentlicht.

Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Neurotizismus und der Parkinson-Erkrankung

Forscher finden Neurotizismus als Auslöser von Parkinson

Die Wissenschaftler haben die Daten einer halben Million Menschen im Alter zwischen 40 und 69 Jahren aus der Bio-Databank in Großbritannien analysiert. Die Beobachtungsstudie dauerte 12 Jahre. Vor dem Beginn wurden die Teilnehmer psychologisch ausgewertet. Die Patientenakten der Probanden mit Neurotizismus wurden mit diesen einer Kontrollgruppe von Teilnehmern ohne Neurotizismus  verglichen. Die Forscher haben festgestellt, dass bei rund 80 % der Menschen mit hohen Neurotizismuswerten die Wahrscheinlichkeit, später im Leben an Parkinson zu erkranken, höher waren als bei Menschen mit niedrigen Neurotizismuswerten.

Ein Großteil der Patienten mit Parkinson leidet unter Angststörungen und Depressionen. Laut den Forschern liegt das teilweise an der Diagnose und ist eine normale psychologische Reaktion auf die Krankheit. Andere Wissenschaftler haben bereits festgestellt, dass viele junge Menschen mit Neurotizismus später im Leben an Demenz oder Alzheimer erkranken. Sie gehen davon aus, dass die Stimmungsschwankungen keine Folge, sondern die Ursache bzw. die Auslöser einer Gedächtnisstörung-Krankheit sind.

Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Erkrankung

Mögliche Ursache für Parkinson und Neurotizismus

Parkinson ist die zweithäufigste neurodegenerative Krankheit der Welt. Was die Erkrankung begünstigt, ist immer noch nicht klar. Die Mediziner haben bei den Patienten einen Mangel an einem wichtigen Botenstoff festgestellt. Möglicherweise ist er daran schuld, dass die Gehirnzellen nach und nach sterben. Da sich das Gehirn nicht regenerieren kann, kann es nicht mehr die Muskeln richtig steuern. Die Betroffenen verlieren nach und nach die Fähigkeit, sich zu bewegen. Die Patienten berichten auch über Probleme mit der Koordination und verlieren oft ihr Gleichgewicht. Da die genauen Ursachen für die Krankheit noch nicht bekannt sind, konzentrieren sich die Forscher auf die Möglichkeiten einer frühzeitigen Diagnosestellung. Denn je früher die Behandlung beginnt, desto größer ist die Chance auf ein langes Leben.

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