Wie die Tumorzellen bei Speicheldrüsenkrebs Metastasen bilden (Studie)

Autor: Olga Schneider

Die durchschnittliche Überlebensrate bei Speicheldrüsenkrebs liegt bei 9 %. Die Behandlung dieser Krebsart stellt eine große Herausforderung vor die Ärzte, allerdings ist der Tumor selbst selten die Todesursache. Wandernde Tumorzellen können auch in anderen Organen und Geweben Speicheldrüsenkrebs Metastasen bilden und das ist lebensgefährlich. Ein Forscherteam aus der OU College of Medicine hat sich zum Ziel gesetzt, festzustellen, warum die Tumorzellen im Körper wandern und Metastasen bilden. Die Mediziner haben die Ergebnisse ihrer Studie im Fachjournal Gastroenterology veröffentlicht.

Wie entstehen Speicheldrüsenkrebs Metastasen?

Speicheldrüsenkrebs Metastasen bilden wie Forscher lernen

Tumorzellen bilden nicht nur sehr schnell Speicheldrüsenkrebs Metastasen. Diese bleiben auch oft lange Zeit unbemerkt und können dann kaum behandelt werden. Nun hat das Forscherteam aber ein Protein gefunden, das Zink durch den Körper transportiert. Wenn die Werte des Proteins ZIP4 sich erhöhen, dann untergehen die Speicheldrüsengewebezellen einer malignen Transformation. Die neu entstandenen Tumorzellen können dann zu anderen Organen wandern und das Immunsystem kann sie nicht entdecken. Das liegt daran, dass die Tumorzellen ihre Form verändern und ihr Wachstum verlangsamen können. Die Eigenschaft, ihre Form zu verändern und mal wie Epithel-, mal wie Mesenchymzellen auszusehen, ist für die Entwicklung von neuen Therapieansätzen sehr wichtig. Denn Chemotherapie kann Epithelzellen, aber nicht Mesenchymzellen töten.

Speicheldrüsenkrebs Metastasen wie die Tumorzellen wandern

Wenn diese Tumorzellen nicht rechtzeitig abgetötet werden, dann können sie in das Blut gelangen und zu allen wichtigen Organen und Körperteilen wandern. Bei rund 60 % der Patienten mit Speicheldrüsenkrebs werden Metastasen im Rahmen von 24 Monaten nach der Operation zur Entfernung vom großen Tumor entdeckt. Die Lebenserwartung beträgt dann nicht mehr als acht Monate.

Deswegen ist es sehr wichtig, dass die Mediziner weiterhin das Protein und seine Wirkung auf die Tumorzellen erforschen. Patienten mit anderen Krebsarten können inzwischen behandelt werden und die Prognose ist oft optimistisch. Der Speicheldrüsenkrebs gilt leider weiterhin als tödlich und die Lebenserwartung der Patienten ist in den letzten Jahren kaum gestiegen. Das Forscherteam will weitere Studien durchführen, um möglicherweise festzustellen, in welcher Phase ihr Wachstum und ihre Teilung durch Chemotherapie gestoppt werden kann.

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