Zuckerkrankheit Typ 2: Diabetes Mellitus verursacht Parkinson-Krankheit?

von Charlie Meier
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Aktuelle Untersuchungen ergeben, dass Diabetes Mellitus oder die Zuckerkrankheit Typ 2 mit einem erhöhten Risiko für die Parkinson-Krankheit verbunden ist. Dieselbe Studie ergab, dass es auch Hinweise darauf gibt, dass Typ-2-Diabetes bei Patienten mit Parkinson bereits zu einem schnelleren Fortschreiten der Krankheit führen kann.

Risiken bei der Zuckerkrankheit Typ 2

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Die Behandlung mit Medikamenten gegen Diabetes, die bereits zugelassen sind, kann das Risiko verringern und das Fortschreiten von Parkinson verlangsamen. Ein Screening und eine frühzeitige Therapie der Zuckerkrankheit Typ 2 bei solchen Patienten kann daher laut den Studienautoren ratsam sein. Frühere systematische Überprüfungen und Metaanalysen haben zu widersprüchlichen Ergebnissen hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen Diabetes und dem Risiko für Parkinson geführt. Diese neue Studie, die Forscher kürzlich in einem Journal veröffentlicht haben, verwendete eine Untersuchung von Beobachtungsdaten und eine genetische Metaanalyse. Auf diese Weise konnte das Team die Auswirkung von Typ-2-Diabetes als Risikofaktor für das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit bewerten. Der korrespondierende Autor Dr. Alastair Noyce von der Queen Mary University in London sagt, dass diese Studie die Ergebnisse vieler anderer Studien zusammenfasst.

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Darüber hinaus liefern die neuen Erkenntnisse überzeugende Beweise dafür, dass Diabetes Mellitus wahrscheinlich nicht nur solche Erkrankungen verursacht, sondern auch ihr Fortschreiten unterstützt. Es gibt zurzeit viele Behandlungsstrategien für Typ-2-Diabetes, einschließlich Präventionsstrategien, die jedoch für das Therapieren von Parkinson neu bestimmt werden können. Typ-2-Diabetes und Parkinson sind weit verbreitete Krankheiten, die meistens die alternde Bevölkerung betreffen. Diese neuen Forschungsergebnisse deuten also auf biologische Beziehungen zwischen den beiden Krankheiten hin. Beide sind durch aberrante Proteinakkumulation, lysosomale und mitochondriale Dysfunktion sowie chronische systemische Entzündungen gekennzeichnet. Die Insulinresistenz ist außerdem auch ein Kennzeichen der Zuckerkrankheit Typ 2 und kann auch ein entscheidender gesundheitlicher Faktor für die Entwicklung der Parkinson-Krankheit sein. Die Ergebnisse dieser Studie berücksichtigen jedoch nicht die Wirkung von Antidiabetika auf das Parkinson-Risiko und das Fortschreiten der Parkinson-Krankheit. Eine Wiederverwendung von Arzneimitteln zur Behandlung von Diabetes bei Parkinson war der Hauptgrund fürs Interesse an die beiden Erkrankungen.

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