Mittel gegen Mücken aus Pflanzenextrakt in einer neuen Studie identifiziert

Autor: Charlie Meier

Forscher gaben neulich nach Untersuchungen bekannt, wie ein schon längst bekanntes Mittel gegen Mücken namens Pyrethrum als hochwirksames Insektizid fungiert. In der kommenden Sommersaison sind Insektenschutzmittel ganz wichtig. Diese schützen nicht nur vor den Stichen der summenden, blutsaugenden Schädlinge, sondern auch vor den Krankheiten, die sie übertragen. Jedes Jahr sterben weltweit rund 700 000 Menschen an Dengue-Fieber oder Malaria.

Wirksames Mittel gegen Mücken neuentdeckt

mittel gegen mücken auf die haut im freien wührend dem sommer sprühen

Die neue Studie hat einen Geruchsrezeptor in Mücken identifiziert, der ihnen hilft, Spuren von Pyrethrum aufzuspüren und zu vermeiden. Dies ist ein Pflanzenextrakt, der seit Jahrhunderten zur Abwehr beißender Insekte verwendet wird. Das bekannte Insektizid stammt aus den getrockneten, zerkleinerten Blüten bestimmter Chrysanthemen. Pyrethrum zerfällt im Sonnenlicht schnell und zieht nicht leicht über die Haut ein. Daher gilt das Mittel gegen Mücken seit langem als eine der sichereren natürlichen Repellentien für Kinder und Haustiere. Was das Insektizid für Mücken giftig macht, ist seit einiger Zeit bekannt. Es bindet an winzige Poren in den Nervenzellen der Insekten und lähmt sie bei Kontakt. Aber es hat eine andere Eigenschaft, deren Wirkungsweise eher ein Rätsel ist. In niedrigeren Konzentrationen schützt es nicht, indem es Mücken tötet, sondern indem es verhindert, dass sie nahe genug kommen, um überhaupt zu landen und zu stechen.

asiatische tigermücke kann dengue fieber oder zika virus sowie malaria übertragen

Experimente bestätigten bereits, dass Mücken nicht nahe genug herankommen müssen, um mit Pyrethrum behandelte Haut oder Kleidung zu schmecken oder zu berühren, damit sie fern bleiben. Um herauszufinden, ob es sich um einen Geruch handelte, befestigten die Forscher winzige Drahtelektroden an den kleinen Haaren, die die Antennen der Mücken bedeckten. Sie maßen dann ihre elektrischen Reaktionen auf Luftstöße. Diese enthielten Chemikalien, die entsprechend von Pyrethrum und anderen Repellentien freigesetzt wurden. Das Forschungsteam konnte einen bestimmten Inhaltsstoff in Blütenextrakten namens EBF lokalisieren. Dieser aktiviert einen Geruchsrezeptor in der Antenne der Mücke namens Or31. Die Studienautoren fanden heraus, dass EBF mit anderen Komponenten zusammenarbeitet, um ein besonders abstoßendes Bouquet herzustellen. Die Ergebnisse dieser Studie könnten Forschern helfen, neue Breitband-Repellentien zu entwickeln, um eine Vielzahl von Mücken in Schach zu halten.

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