Clever Wohnung mieten: Was Mieter unbedingt wissen sollten

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Letztes Jahr war für Mieter generell ein gutes Jahr. Zuerst kam die Mietpreisbremse, dann urteilte der Bundesgerichtshof zugunsten von Mietern beim Streitthema Wohnungsübergabe und am 01.06.2015 trat das sogenannte Bestellerprinzip bei Maklerverträgen in Kraft. Wer heute eine Wohnung mieten will, kann sich über so einige Vorteile freuen.

Tipp zum Wohnung mieten – Urteil zu Wohnungsrenovierungen

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Die Renovierung von Mietwohnungen nach Beendung des Mietverhältnisses führt oft zu Streit zwischen Mietern und Vermietern. Der Bundesgerichtshof (BGH) entschied Mitte März 2015 nun zugunsten der Mieter. Wird eine Wohnung unrenoviert übergeben, sind Klauseln zu Schönheitsreparaturen per se ungültig. „Die Renovierungsklausel benachteiligt den Mieter unangemessen. Denn er muss die Vorspuren des vorhergehenden Mieters beseitigen. Außerdem muss er dem Vermieter die Wohnung gegebenenfalls in einem besseren Zustand zurückgeben als er sie erhalten hat“, sagt Dietlind Weinland, Sprecherin des Bundesgerichtshofes. Das heißt: wer die Wohnung nicht frisch renoviert übergeben bekommt, muss diese lediglich in „besenreinem“ Zustand verlassen und die Wohnung nicht frisch streichen. Millionen von Mietverträgen sind betroffen und Millionen von Mietern atmeten auf, als der BGH das Urteil verkündete.

Bundestag beschließt Mietpreisbremse

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Die Mietpreisbremse schützt Mieter in Ballungszentren vor großen Preissprüngen beim Wohnungswechsel und überteuerten Mietverträgen. Der neue Beschluss: Bei Neuvermietungen darf der Mietpreis künftig höchstens zehn Prozent über dem Niveau der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen. Justizminister Maas sieht in der Mietpreisbremse ein Zugutekommen für 400.000 Mieter und insgesamt fünf Millionen Wohnungen. Allerdings ist die Mietpreisbremse zeitlich befristet und auf bestimmte Regionen begrenzt. Kritiker befürchten deshalb, dass das neue Gesetz kaum eine Wirkung erzielen wird.

Wohnung mieten mit Makler – Das Bestellerprinzip

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Das neue Gesetz sieht vor, dass bei einer Vermietung derjenige den Makler zahlen muss, der ihn beauftragt hat. „Die bisherige Praxis, dass der Makler für den Vermieter einen Mieter sucht und die Kosten dann auf den Mieter abwälzt, wird nicht mehr möglich sein“, sagt Justizminister Maas.

Ein Mieter muss demnach seit Anfang Juni letzten Jahres einen Makler nur noch dann bezahlen, wenn er ihn schriftlich aufgefordert hat, explizit für ihn eine Wohnung zu suchen und er diese Wohnung dann auch mietet. Ein Makler kann von einem Mieter bis zu zwei Nettokaltmieten plus Mehrwertsteuer verlangen, wenn er eine Mietwohnung erfolgreich vermittelt hat. Diesen Betrag können sich Mieter nun sparen.

Mietkaution per Bankbürgschaft bezahlen

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Für Mieter gibt es noch weitere Vorteile, von deren Existenz viele Mieter wahrscheinlich nicht einmal wissen. So müssen Mieter die Kaution nicht unbedingt auf einmal selbst zahlen. Einige Banken bieten eine Bankbürgschaft für die Kaution: Der Mieter muss die Kaution also nicht an den Vermieter zahlen, sondern behält sein Bargeld für sich. Die jeweilige Bank übernimmt anstelle des Mieters die Kautionspflicht gegenüber dem Vermieter. Der Mieter zahlt dafür jährlich z. B. 3,5 % der Mietkautionssumme als Zinsen an die Bank. „Eine Bankbürgschaft ist grundsätzlich für alle Personen möglich, die ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben und mindestens 18 Jahre alt sind – Bonität vorausgesetzt.“, erklärt Ulf Meyer von der SWK Bank. Wird nach Beendigung der Miete die Bürgschaft vom Vermieter in Anspruch genommen, zahlt die Bank üblicherweise auf erstes Anfordern aus und der Kunde erhält eine Information mit der Bitte um Zahlung des Bürgschaftsbetrages innerhalb einer bestimmten Frist. Alternativ kann über die Bürgschaftssumme ein Darlehen aufgenommen werden.

Mit Betriebskosten Steuern sparen

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Was ebenfalls die wenigsten Mieter wissen: Auch wenn man keine Putzfrau und keinen Handwerker bestellt hat, kann man sich mit der nächsten Steuererklärung Geld zurückholen. Diese Leistungen müssen nicht selbst gebucht sein, es reicht, wenn der Vermieter das erledigt. Seit 2003 beteiligt sich der Fiskus an haushaltsnahen Dienstleistungen – seit 2006 können Steuern auch mit Handwerkerrechnungen zurückgeholt werden. 20 % der Arbeitskosten können so direkt von der Steuer abgezogen werden – die Obergrenze bei haushaltsnahen Dienstleistungen liegt bei 4.000 Euro, bei Handwerkerleistungen bei 1.200 Euro. Wenn also in der Betriebskostenabrechnung Kosten für Hauswart, Hausverwaltung, Gebäudereinigung, Winterdienst, Schädlingsbekämpfung, das Ablesen von Zählern oder Landschaftsgärtner anfallen, können diese zu 20 Prozent abgesetzt werden.



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