Trockene Hände im Winter: Welche Faktoren sind dafür verantwortlich und wie können Sie das Problem lösen?

Von Yoana Benz

Trockene Hände im Winter sind eine häufige Beschwerde. Hier erfahren Sie, wie Sie das Problem in den Griff bekommen.

Warum trocknen die Hände im Winter aus

Trockene Hände im Winter - Welche Faktoren sind dafür verantwortlich

Der Winter ist hart für Ihre Hände. Im September noch glatt, geschmeidig und weich, können sie im Februar schon rot, rissig und rau werden. Der Hauptgrund dafür ist der Mangel an Feuchtigkeit. Im Winter sinkt die Luftfeuchtigkeit in der Außenluft stark ab. In den Innenräumen ist es dank der Heizung noch trockener. Wenn Sie sich häufig die Hände waschen, um eine Erkältung oder Grippe zu vermeiden, können Sie die natürlichen Öle, die in Ihrer Haut noch vorhanden sind, entziehen. Das kann dazu führen, dass sie so ausgetrocknet sind, dass sie rissig werden, sich schälen und bluten.

Das Ausmaß des Schadens hängt davon ab, wie stark oder schwach Ihr Hautbarier ist. Was bedeutet das? Die Hautbarriere ist eine Mischung aus Proteinen, Lipiden und Ölen. Sie schützt Ihre Haut, und wie gut sie funktioniert, hängt hauptsächlich von Ihren Genen ab.

Wenn Sie eine schwache Barriere haben, neigen Sie eher zu Symptomen empfindlicher Haut, wie Juckreiz, Entzündungen und Ekzemen. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie im Winter sehr trockene Hände bekommen. Die gute Nachricht ist, sobald Sie sich dieses Prozesses bewusst sind, haben Sie schon die Hälfte des Weges zur Lösung des Problems geschafft.

Was kann man gegen trockene Hände im Winter tun?

Hier sind einige Tipps, was Sie gegen trockene Hände im Winter machen können.

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Handcreme für extrem trockene Hände - Welche Inhaltsstoffe wichtig sind

Um ausgetrocknete, schuppige Hände zu behandeln, müssen Sie die Feuchtigkeit ersetzen, die Ihrer durstigen Haut fehlt. Wasser zu trinken, darauf weisen Experten hin, wird das nicht tun. Erst die Handcreme für extrem trockene Hände, die direkt auf die Haut aufgetragen wird, verhindert, dass Wasser verdunstet und verleiht Ihrer Haut ein gesundes Aussehen.

Beginnen Sie mit der Feuchtigkeitspflege, bevor es zu einem Problem kommt. Die beste Vorbeugung ist, mit der Anwendung einer Feuchtigkeitscreme zu beginnen, bevor Ihre Hände Anzeichen von Trockenheit zeigen. Einmal am Tag eine Feuchtigkeitscreme aufzutragen, reicht nicht aus. Das ist wahrscheinlich genug Schutz für etwa fünf Minuten. Wenn Sie eine Feuchtigkeitscreme häufiger auftragen, hält ihre Wirkung länger an. Fünf oder sechs Anwendungen pro Tag bieten Schutz rund um die Uhr.

Tipp: Um dieses Ziel zu erreichen, praktizieren Sie das, was wir „gute Produktplatzierung“ nennen. Bewahren Sie nicht nur eine große Tube Ihrer Lieblingsfeuchtigkeitscreme in Ihrem Badezimmer auf, sondern verstauen Sie auch kleinere Größen in Ihrer Handtasche, in der Sporttasche und auf Ihrem Schreibtisch, damit das Auftragen zur Gewohnheit wird. Denken Sie daran, die Handcreme oder -lotion auch über Ihre Nagelhaut und Nägel zu reiben. Die Nägel können ebenso wie die Haut der Hände trocken werden.

Was sind die Ursachen für brüchige Nägel und wie können Sie sie mit Hausmitteln stärken? Das können Sie hier herausfinden!

Die Wahl der richtigen Feuchtigkeitscreme

In den Regalen Ihrer Drogerie finden Sie eine Vielfalt von Handcreme für sehr trockene, rissige Hände und Körperlotionen. Denken Sie daran, dass nur zwei Arten von Inhaltsstoffen die meiste Arbeit leisten, wenn es darum geht, Ihre Haut weich und feucht zu halten: Emollients und Humectants.

Emollients wirken als Schmiermittel auf der Hautoberfläche. Sie füllen die Spalten zwischen den Zellen, die bereit sind, abgestoßen zu werden, und helfen den losen Rändern der zurückbleibenden abgestorbenen Hautzellen, zusammenzuhalten. Das glitschige Gefühl, das Sie nach dem Auftragen einer Feuchtigkeitscreme haben, kommt von Emollients. Sie sorgen dafür, dass die Haut weich, glatt und geschmeidig bleibt. Achten Sie auf Inhaltsstoffe wie Lanolin, Jojobaöl, Isopropylpalmitat, Propylenglykol-Linoleat, Squalen und Glycerinstearat.

Humectants ziehen Feuchtigkeit aus der Umgebung an die Hautoberfläche und erhöhen den Wassergehalt der äußeren Hautschicht. Suchen Sie auf dem Etikett der Inhaltsstoffe nach gängigen Feuchthaltemitteln wie Glycerin, Hyaluronsäure, Sorbitol, Propylenglycerin, Harnstoff und Milchsäure.

Stärkere Produkte für mehr geschädigte Haut

Wenn Ihre Hände nicht mehr nur trocken und rau sind, sondern kleine Risse oder Schrunden aufweisen, empfindlich sind oder bluten, ist es an der Zeit, zu stärkeren Feuchtigkeitscremes überzugehen. Vaseline ist ein zuverlässiges Hilfsmittel. Oder wählen Sie eine dicke, reichhaltige Feuchtigkeitscreme mit schwereren Inhaltsstoffen wie Dimethicon, Kakao- oder Sheabutter oder Bienenwachs. Tragen Sie die Creme vor dem Schlafengehen auf, ziehen Sie ein Paar Baumwollhandschuhe oder Socken an und lassen Sie sie über Nacht einwirken.

Wie Sie Ihre Hände waschen sollten

Beim Händewaschen sollten Sie eine milde Seife verwenden, um Ihre Haut nicht auszutrocknen

Um Ihre Hände zu schützen und gleichzeitig Ihre Gesundheit durch häufiges Händewaschen zu schützen, wählen Sie eine milde Seife, verwenden Sie warmes, nicht heißes Wasser, tupfen Sie Ihre Hände trocken und tragen Sie sofort eine Feuchtigkeitscreme auf.

Wenn Sie sehr trockene Hände im Winter haben oder sie ein Dutzend Mal am Tag waschen, sollten Sie einige der Seifen- und Wasseranwendungen durch ein Handdesinfektionsgel oder Tücher ersetzen. Diese Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis trocknen die Haut zwar aus, aber für Menschen, die sich häufig die Hände waschen – egal ob Ärzte, Mütter oder Hundespaziergänger – sind sie tatsächlich etwas sanfter zur Haut als Wasser und Seife.

Weitere Tipps für trockene Hände nach ständigem Händewaschen sind hier zu finden!

Erwägen Sie einen Luftbefeuchter

Auch die Verwendung eines Luftbefeuchters kann Ihrer Haut helfen. Die höhere Luftfeuchtigkeit wird nicht nur Ihre supertrockenen Hände lindern, sondern auch trockene, juckende Haut am ganzen Körper (einschließlich rissiger Lippen) und eine verstopfte Nase beruhigen. Achten Sie darauf, das Gerät regelmäßig zu warten (und zu reinigen), damit es keine Bakterien oder Schimmel in die Luft abgibt.

Ziehen Sie Handschuhe an

Gegen trockene Hände im Winter sollten Sie Handschuhe tragen, wenn Sie sich länger draußen aufhalten


Tragen Sie Handschuhe, wenn Sie sich an kalten Tagen länger im Freien aufhalten, als nur bis zum Auto zu laufen. Wenn Ihre Hände nass werden, trocknen Sie sie ab und tragen Sie dann eine Feuchtigkeitscreme auf.

Wenn die Rötung, das Schälen und die Empfindlichkeit anhalten, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Er kann Ihnen eine Steroidcreme verschreiben, um die Entzündung zu bekämpfen, und auch prüfen, ob Ihre trockenen Hände möglicherweise auf eine Hauterkrankung wie Ekzem oder Schuppenflechte zurückzuführen sind.

Wenn Ihre Haut gesund ist, können Sie mit einer grundlegenden Pflege – widerstehen Sie dem Drang, sich mit heißem Wasser aufzuwärmen und halten Sie einfache, wirksame Mittel bereit – den Winter ertragen, bis die Wärme des Frühlings eintrifft.

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