Kefir selber machen – Alles über das gesunde Milchgetränk & 2 Rezepte

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Wer auf der Suche nach gesunden Nahrungsmitteln ist, kann mit Kefir nichts falsch machen. Möglicherweise haben Sie schon einmal davon gehört, wissen aber nicht so ganz genau, was das Milchgetränk genau darstellt und was das besondere an ihm ist. In diesem Artikel möchten wir Sie über das Sauermilchgetränk aufklären, indem wir Ihnen alle wichtigen Informationen zum Thema bieten, sowie erklären, wie Sie ganz einfach Kefir selber machen können. Haben Sie Milchkefir bisher noch nicht probiert, werden sicher schnell ein Fan davon werden und es nicht nur aufgrund seiner gesunden Eigenschaften konsumieren.

Was ist Kefir und der Unterschied zwischen Milchkefir und Wasserkefir

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Kefir ist ein Getränk, das vom Geschmack her der Buttermilch sehr ähnelt. Es schmeckt säuerlich, was Folge der Gärung der Milch ist, die mit Hilfe der sogenannten Kefirpilze, spezielle Bakterien aus dem Kaukasus, erfolgt. Im Unterschied zur Buttermilch enthält das Milchkefir auch Kohlensäure, was ein weiterer Grund für seine Besonderheit ist. Auch ein geringer Anteil an Alkohol kann aufgrund des Gärungsprozesses enthalten sein. Während das Milchgetränk in früheren Zeiten aus Stutenmilch hergestellt wurde, wird heutzutage hauptsächlich Kuhmilch verwendet.

Während der Milchkefir ausschließlich aus Milch und Kefirpilzen besteht, wird zur Herstellung von Wasserkefir, wie der Name schon verrät, Wasser gebraucht. Verwendet wird genauer gesagt eine Lösung aus Wasser und Zucker. Enthalten sind auch die sogenannten Kefir-Kristalle. Schlussendlich kann man den Geschmack des Wasserkefirs mit dem von Kombucha vergleichen. Man kann auch diese Art von Kefir selber machen, wie wir weiter unten zeigen werden.

Der Kefirpilz als besondere Zutat

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Das wichtigste für den besonderen Geschmack und natürlich für die gesunden Eigenschaften sind die bereits mehrmals erwähnten Pilze. Die speziellen Bakterien werden mit Hefen kombiniert und sind auch dann nötig, wenn Sie Kefir selber machen möchten. Die Pilze, die auch als Kefirknolle bekannt sind, können gekauft und sogar mehrfach verwendet werden. Besuchen Sie hierfür am besten ein Reformhaus. Aber was genau bewirken die Bakterien eigentlich? Und zwar bringen sie die Milch zum Gären. Das wiederum führt dazu, dass der enthaltene Milchzucker in Milchsäure umgewandelt wird und dabei entstehen auch Alkohol und Kohlensäure.

Wozu ist Kefir gut?

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Diese spezielle Milch weist so einige positive Eigenschaften auf. So sorgen die Probiotika dafür, dass die Darmfunktion angeregt wird. Und das ist nur eine Sache, die der Kefirpilz für Gesundheit und Wohlbefinden tut. Diese guten Bakterien sind perfekt geeignet, um die Darmflora während und auch nach der Einnahme von Antibiotika zu balancieren und bekämpfen Krankheitserreger. Gleichzeitig wird dabei die Immunität gestärkt und erneuten Erkrankungen vorgebeugt.

Dass Milchkefir gesund ist, beweisen auch die vielen Vitamine und Mineralstoffe, die in dem Milchgetränk enthalten sind. Dazu gehören Vitamin A, D und B-Vitamine. Hinzu kommen die vor allem für Schwangere wichtige Folsäure, sowie Eiweiß. Knochen, Zähne, Muskeln, Nerven und die Schilddrüse werden dank Kalzium, Magnesium, Eisen und Jod gestärkt und sind wichtige Spurenelemente, die man regelmäßig zu sich nehmen sollte. All das ist in nur einem einzigen Nahrungsmittel, und zwar der Kefirmilch enthalten. Aus diesem Grund empfiehlt es sich nicht nur, dass Sie Kefir selber machen, sondern auch regelmäßig in Ihren Speiseplan einarbeiten.

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Doch mal abgesehen von den Vorteilen, die man in Bezug auf die Gesundheit aus der Milch zieht, kann man mit dem Produkt sogar etwas für sein Aussehen tun. Zum einen ist es ein beliebtes Mittel für Diäten. Die Proteine und der Mangel an Fetten machen die Kefirmilch in Kombination mit Obst oder Gemüse zum perfekten Abnehmprodukt, da es zum einen den Körper mit wichtigen Stoffen versorgt und dank der gesunden Darmflora der Stoffwechsel angeregt wird, was wiederum zur Fettverbrennung beiträgt.

Wer über Hautprobleme wie Pickel klagt, kann ebenso Kefir selber machen und dieses als Kosmetikprodukt nutzen. Ja, Sie haben richtig gelesen! Die Milch trägt einerseits von innen zu einer reineren Haut bei, da auch hier eine balancierte Darmflora von Vorteil ist. Auch als Gesichtsmaske ist Kefirmilch sehr beliebt und anerkannt. Diese Art von Maske hat eine reinigende und feuchtigkeitsspendende Funktion.

Kefirmilch kaufen oder Kefir selbst herstellen?

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Sicher ist es einfacher, das fertige Milchprodukt im Handel zu erwerben. Doch bietet das traditionelle und selbstgemachte Produkt gegenüber dem Fertigprodukt einige Vorteile. Zum einen sind in der fertigen Milch nicht die echten Kefirpilze enthalten, sondern andere Bakterien und Hefen. Das wirkt sich nicht nur auf den Geschmack aus. Auch der geringe Anteil an Alkohol fehlt. Stattdessen ist Milchzucker vorhanden. Der „echte“ Kefir soll auch viel mehr gute Nährstoffe enthalten als der industriell hergestellte. Und wenn Ihnen das als Grund nicht ausreicht, sollten Sie auch wissen, dass das traditionelle Kefirprodukt nur einen sehr geringen Anteil an Laktose besitzt. Somit eignet es sich auch für Personen mit Laktoseintoleranz. Es ist also ohne Frage besser, wenn Sie Kefir selber machen.

Wie kann ich Kefir selber machen – Rezept zum Nachmachen

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Zum einen benötigen Sie natürlich Milch. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie Kuh-, Schafs- oder Ziegenmilch verwenden. Je nachdem verändert sich aber auch der Geschmack, denn je mehr Fett in der jeweiligen Kefir Rohmilch vorhanden ist, umso sahniger wird der Kefir. Das entscheiden Sie also ganz nach Vorliebe. Wichtig ist nur, dass Sie Frischmilch vor der Herstellung von Kefirmilch abkochen oder aber H-Milch verwenden. Auf diese Weise gehen Sie sicher, dass keine Keime vorhanden sind, die die Kefirkultur verunreinigen könnten. Möchten Sie Kefir selber machen mit Pilz, sollten Sie natürlich auch diesen besorgen. Diesen können Sie, wie bereits erwähnt, mehrmals verwenden und sogar im Gefrierschrank aufbewahren. Hierfür wird er in etwas Milch gelegt. So können Sie auch den Kefir Pilz züchten. Er wächst im Laufe der Zeit und kann dann geteilt werden. Da Sie nicht mehr als einen Pilz benötigen, lässt sich dieser auch wunderbar verschenken.

Ansonsten benötigen Sie noch einige Hilfsmaterialien. Dazu gehören ein Gärgefäß aus Glas mit Deckel, ein Plastiklöffel und ein Plastiksieb. Wichtig ist, dass diese Materialien nicht aus Metall bestehen, da diese Ionen enthalten, die die Kefirkultur beschädigen oder sogar abtöten.

Kefir selber machen – Anleitung

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Wenn Sie Kefir selbst machen möchten, befüllen Sie erst einmal das Glas mit der zimmerwarmen Milch. Damit Sie daraufhin den Kefir züchten können, wird der Pilz benötigt. Diesen geben Sie mit dem Plastiklöffel in die Milch. Gern können Sie auch mehr als nur einen Knollen verwenden. Das führt dazu, dass die Kefirmilch schneller gärt und fertig wird. Verschließen Sie das Glas luftdicht und stellen Sie es an einen lichtgeschützten Ort.

Dieser sollte eine Temperatur von mindestens 15 und höchstens 25 Grad aufweisen. Die Temperatur beeinflusst im Übrigen auch den Alkoholgehalt. Je niedriger diese ist, desto mehr Alkohol ist später vorhanden. Auf diese Weise schwankt der Gehalt zwischen 0,2 und 2 Prozent. Den Rest erledigt dann die Natur. Das Glas bewahren Sie zwei Tage an dem gewählten Ort auf.

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Bevor Sie das Glas aber nach den 2 Tagen neugierig öffnen, sollten Sie es erst einmal gut durchschütteln. Das sorgt dafür, dass das Casein vom Pilz gelöst wird. Den Pilz trennen Sie wiederum von der erhaltenen Sauermilch, indem Sie sie durch ein Sieb laufen lassen. Den Kefirpilz spülen Sie dann noch unter lauwarmem Wasser ab, woraufhin Sie mit ihm erneut Kefir selber machen oder ihn im Kühlschrank für kurze und im Gefrierfach für längere Zeit aufbewahren können. Die Milch ist nun bereits zum Verzehr geeignet und kann zwei bis drei Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden.

Sollten Sie Kefir herstellen und feststellen, dass das Endprodukt recht wässrig wird, kann das zwei Ursachen haben. Entweder war die Temperatur während der Lagerung zu hoch oder aber der Pilze ist inzwischen zu groß geworden und besitzt zu viele Knollen. Die wässrige Konsistenz hat keinen Einfluss auf die Qualität. Sollte sie Sie dennoch stören, probieren Sie aus, welche der beiden erwähnten Ursachen die Konsistenz beeinflusst haben, um diese beim nächsten Mal, wenn Sie Kefir selber machen, zu vermeiden.

Wasserkefir selber machen

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Ein gesundes Getränk erhalten Sie auch, wenn Sie Kefir mit Wasser selber machen. Verwenden Sie Wasserkefirpilz oder Kefir-Kristalle. Wir haben im Folgenden auch eine Anleitung, wie Sie diese Art von Kefir selber machen können. Es ist nicht nur gesund, sondern dank der Kohlensäure auch besonders erfrischen. Das Rezept ist nur ein Beispiel und kann durch alternative Produkte, die wir in der Liste dazuschreiben, variiert werden. Für einen Liter benötigen Sie:

  • 30 g Kefir-Kristalle
  • 70 bis 100 g Zucker oder Xylit
  • 30 g Trockenfrüchte nach Belieben (Pflaumen, Rosinen, Aprikosen, Datteln u.a.) oder frische Früchte
  • 1-2 Zitronenscheiben einer Bio-Zitrone oder ohne Schale (alternativ Limette)
  • 1 Liter Wasser oder abgekühlter Tee ohne aromatische Öle
  • nach Belieben kann auch Zuckerrübensirup dazugetan werden, was den Gärungsprozess beschleunigt
  • nach Belieben Ingwer

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Zucker in einem verschließbaren Glasgefäß im Wasser gut auflösen. Am besten geeignet sind Gefäße, die einen Deckel mit Gummiabdichtung haben, da bei der Herstellung des Kefirs Kohlensäure entsteht, die entweichen muss. Die Abdichtung ermöglicht dies, ohne dabei Luft von außen eindringen zu lassen. Steht Ihnen nur ein Schraubdeckel zur Verfügung, verschließen Sie diesen nicht zu fest. Geben Sie in das Zuckerwasser die restlichen Zutaten und stellen Sie den Behälter wie auch bei Milchkefir an einen dunklen Ort mit passender Temperatur. Die Gärung dauert ganz nach Geschmack ein bis drei Tage. Auch hier wird das fertige Getränk gesiebt. Die Kristalle werden ebenso unter lauwarmem Wasser gereinigt und können wiederverwendet werden.

Aufbewahrt werden sie im Kühlschrank in einer Lösung aus Wasser und Zucker, die aber regelmäßig ausgewechselt werden sollte. Für längere Zeit frieren Sie die Kefirkulturen mit etwas Flüssigkeit ein. Auch können die Kristalle getrocknet werden. Hierbei ist ihnen der Ofen oder aber ein Dörrautomat behilflich. Wichtig ist, dass die Temperatur beim Trocknen nicht über 37 steigt. Eine zu hohe Temperatur würde nämlich die Kefirkultur abtöten.



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