Ihre Tomaten werden unten schwarz? Das können Sie gegen Nährstoffmangel bei Pflanzen tun!

von Olga Schneider
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Sie sind eigentlich gut angewachsen, haben zahlreiche Blüten gebildet und Früchte getragen und nun die böse Überraschung: die Tomaten werden unten schwarz und faulen! Schuld dafür ist ein Kaliummangel, der Blütenendfäule auslöst. Wir erklären, was Sie tun können, um die Ernte zu retten.

Tomaten werden unten schwarz: So entsteht ein Kaliummangel

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Kalium ist ein wichtiger Nährstoff, der viele Funktionen im Stoffwechsel der Pflanzen erfüllt.  Zum einen unterstützt er den Prozess der Fotosynthese und des Transports wichtiger Kohlenhydrate, zum anderen reguliert er den Wasserhaushalt der Tomaten und macht sie trockenheitsresistenter. Kalium, der nur in kleinen Mengen im Gartenboden vorhanden ist, fördert die Blüten- und Fruchtbildung und verkürzt die Reifezeit.

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Gerade Starkzehrer wie Tomaten brauchen mehr Kalium, um gesund zu wachsen und viele Früchte zu tragen. Das erweist sich allerdings als problematisch, weil:

  • im Gewächshaus der Bodenvolumen begrenzt ist und Kalium oft nach mehreren Wassergaben komplett ausgewaschen ist.
  • bei Kübelpflanzen die Blumenerde nicht ausreichend Kalium enthält.
  • Freilandpflanzen auf Lehmboden das Wasser und die Nährstoffe nicht richtig aufnehmen können.

Im Endeffekt kommt es dazu, dass die Pflanzen zusätzliche Düngegaben brauchen. Ansonsten stellen Sie das Wachstum ein und tragen weniger Früchte, die oft von Pilzen oder Bakterien befallen werden. Genau diese Krankheitserreger können die Pflanzen krank machen. Im Endeffekt beginnen die Früchte zu verfaulen.

Zum Kaliummangel kommt es auch dann, wenn man die Tomaten falsch düngt. Stickstoffdünger unterstützten das Wachstum, sind aber ungünstig für die Reifezeit. Zu viel Magnesium im Dünger kann ebenfalls die Aufnahme vom Kalium verhindern.

Der Kaliummangel entsteht bei den Tomatenpflanzen Ende Juni bis Anfang Juli und kann durch die Zugabe von kalihaltigen Düngemitteln behoben werden.

Tomaten haben schwarze Flecken: Blütenendfäule

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Jeder Hobby-Gärtner, der Tomaten im Garten hat, hatte mindestens einmal mit Blütenendfäule zu kämpfen. Das Problem ist wohl allen bekannt: Nachdem die Tomaten ihre Blüten bilden, brauchen sie extra Portion Calcium für die Fruchtbildung. Wenn die Starkzehrer sie nicht bekommen, dann bleiben die Früchte klein, reifen langsam aus und bekommen schwarze Flecken. Der Kalziummangel hat ein typisches Symptom: er macht sich zuerst an den Früchten unten durch eingesunkenes Gewebe und braun-schwarze Flecken an der Unterseite der Tomaten.

Die Gründe für ein Calciummangel sind sehr unterschiedlich. Meistens liegt es allerdings nicht an fehlenden Nährstoffen im Boden, sondern an der Fähigkeit der Pflanzen, diese über das Unterwasser aufzunehmen. Die Ursachen sind unter anderem:

  • Lehmboden, der zusammenklebt und die Tomatenwurzeln das Wasser nicht aufnehmen können. In diesem Fall müssen Sie den Boden periodisch auflöckern oder etwas Sand einarbeiten, um die Drainage zu verbessern.
  • Unregelmäßige Wassergaben oder längere Trockenperioden können die Aufnahme der Nährstoffe erschweren. Die Pflanzen reagieren auf Hitzewellen, indem sie zuerst die Triebe, dann die Blätter und anschließend die Früchte mit Wasser versorgen. Da Früchte allerdings langsam das Wasser verdunsten, sind sie fast immer bei Hitze unterernährt. Aber auch zu viel Wasser kann die Fäulnis der Früchte begünstigen. Man sollte also die Wassergaben sehr vorsichtig dosieren.
  • Düngen mit Stickstoffdünger kann ebenfalls den Calciummangel begünstigen. Man sollte während der Fruchtbildung-Phase auf Calciumdünger umstellen oder zumindest einen passenden NPK-Dünger wählen.
  • Der Calciummangel entsteht meistens Mitte Juli bis Ende Juli und kann mit passenden Düngemitteln behoben werden.

Schwarze Flecken an Tomaten: Braunfäule als mögliche Ursache

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Bei Braunfäule handelt es sich um eine Pilzkrankheit, die oft Kartoffeln und Tomatengewächsen befällt. Gerade nach Starkregen sind die Pflanzen besonders anfällig und fallen oft dem Krankheitserreger zum Opfer.

Im Unterschied zu Blütenendfäule sind die ersten Symptome zuerst an den Blättern zu finden. Dann verbreitet sich die Krankheit an allen Pflanzenteilen und befallen auch den Früchten.

Als Vorbeugungsmaßnahme kann man die untenstehenden Tomatenblätter abschneiden, damit die Pilzsporen vom Boden auf die Blätter nicht gelangen können. Zudem sollten die Drainage bei Kübelpflanzen und die Bodendurchlässigkeit bei Freilandpflanzen verbessert werden.

Effektive Mikroorganismen können dabei helfen, die Pilzkrankheit vorzubeugen. Dabei handelt es sich um Bakterienstämme, die dem Boden zugeführt werden und die Pflanzenstruktur verbessern können. Sie machen die Tomaten resistenter gegen verschiedene Krankheiten und stärken sie.

Schwarze Flecken auf Tomaten vorbeugen

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Es gibt verschiedene Gründe, warum Tomaten schwarze Flecken bekommen können. Dazu zählen unter anderem Pilzkrankheiten und Nährstoffmängel. Für eine reiche Ernte sollte man allerdings einige wichtige Vorbeugungsmaßnahmen treffen.

Dazu zählen unter anderem:

1. Die Düngerzusammensetzung an der jeweiligen Entwicklungsphase anpassen. Während der Blütezeit etwas mehr Kalium zuführen und während der Fruchtbildung mit Calcium versorgen.

2.  Den Boden vor Staunässe schützen, die Tomatenpflanzen von unten gießen und vor Regen schützen. Die Luftfeuchtigkeit im Gewächshaus unter 70 % halten.

Olga Schneider ist begeisterte Hobby-Gärtnerin mit Interesse am naturfreundlichen Gemüse- und Obstanbau im Nutzgarten, sowie an Pflege von Blumen und Zierpflanzen. Auf Deavita ist sie auch in den Kategorien Ordnung im Haushalt und Putztipps aktiv, wo sie Ratschläge zu umweltfreundlichen und natürlichen Hausmitteln gibt. In Ihrer Freizeit stöbert sie gerne durch Seiten über Mode, Nageldesign und Haartrends. Sie backt gerne und probiert zusammen mit ihrer Familie neue Rezepte.