Rosmarin vermehren: Stecklinge oder im Wasserglas, wir verraten Ihnen wie Sie das beliebte Kraut heranziehen können

Von Sofia Mantov

Rosmarinus officinalis, der immergrüne mediterrane Halbstrauch aus der Familie der Lippenblütler, der duftend wächst, unsere Gerichte veredelt und heilsamen Nutzen mitbringt, ist eine Bereicherung in jedem Haushalt. Wir haben nützliche Tipps, wie Sie zu Hause Rosmarin vermehren können. Anstatt das Kraut immer im Supermarkt kaufen zu müssen, wenn Sie es brauchen, haben Sie so immer einen frischen, duftenden und erfrischend anzusehenden Vorrat zu Hause. Das funktioniert recht einfach und selbst als unerfahrener Gärtner schaffen Sie das.

Rosmarin vermehren: im Wasserglas durch Teilung

Rosmarin vermehren von der Mutterpflanze jungen Trieb

Anstatt den Rosmarin von der Pike auf mühsam aus den Samen heranzuziehen, haben Sie die Möglichkeit ihn ganz einfach durch Teilung zu vermehren. Denn das Keimen eines Rosmarin-Samens kann schwierig sein und Sie vor Herausforderungen stellen. Rosmarin durch Teilung der Pflanze zu gewinnen, hat zudem noch mehrere Vorteile.

Frühere Ernte

Eine durch Teilung gewonnene Pflanze wird schneller heranwachsen als eine, die Sie vom Samen heranziehen. Die Samen des Rosmarins haben eine niedrige Keimrate und beanspruchen eine lange Zeit, um zu keimen und zu wachsen, wohingegen eine geteilte Pflanze in nur wenigen Monaten herangewachsen sein wird. So haben Sie eine frühere Erntemöglichkeit und können ihren Rosmarin schneller genießen.

Genau wie die Mutterpflanze

Immer frischer Rosmarin zu Hause

Die Pflanze, die Sie durch Teilung gewinnen, wird in Ihren Eigenschaften genau wie die Mutterpflanze sein. Denn sie ist sozusagen deren Clone. So wird sie die gleichen Eigenschaften in puncto Geschmack, Krankheitsresistenz oder Wachstum innehaben.

Ein ganzes Küchenfenster voller Pflanzen

Eine Mutterpflanze kann gleich mehrere Stecklinge bereitstellen, ohne dass Sie Gefahr laufen, der Mutterpflanze zu schaden. So können Sie mehrere Stecklinge ziehen und haben ein ganzes Küchenfenster voller duftender Rosmarin Pflanzen, die bei Berührung ihren schönen Duft freisetzen.

So wird es gemacht

Rosmarin vermehren durch Teilung Triebe selektieren

Und so können Sie Rosmarin-Stecklinge von einer bereits wachsenden Mutterpflanze entnehmen und neue Pflanzen heranziehen. Diese können Sie dann in Blumentöpfe einpflanzen, die Sie im Winter drinnen und im Sommer nach draußen stellen können.

Wählen Sie einen neuen Trieb von der Mutterpflanze

Rosmarin geeignete Triebe von Mutterpflanze suchen


Suchen Sie einen jungen, gesunden Trieb innerhalb der Mutterpflanze. Achten Sie dabei darauf, dass der Stamm grün und biegsam ist. Vermeiden Sie braune, holzige Stämme, denn diese sind schon etwas älter und für die Zwecke weniger geeignet.

Schneiden Sie die Stecklinge ab

Rosmarin Stängel vermehren einfach zu Hause

Nehmen Sie eine scharfe Schere und schneiden Sie etwa 15 cm des jungen Triebes ab. Entnehmen Sie gleich mehrere Triebe, falls es dazu kommt, dass ein oder mehrere Triebe keine Wurzeln bilden.

Zupfen Sie die unteren Blätter ab

Greifen Sie den frisch abgeschnittenen jungen Ast und zupfen Sie die Blätter über der Schnittstelle ab, sodass etwa 5 cm des Stämmchens frei liegen.

Stellen Sie die Rosmarin-Zweige ins Wasser

Rosmarin vermehren im Wasser bis sie Wurzeln schlagen


Nehmen Sie ein Glas und füllen Sie es mit Wasser, welches Raumtemperatur hat. Sie sollten die Äste nicht mit zu kaltem oder zu warmem Wasser schocken. Das frei gezupfte Stück des Stammes sollte im Wasser stehen. Stellen Sie das Glas nicht in das direkte Sonnenlicht und wechseln Sie das Wasser alle paar Tage aus. So vermeiden Sie, dass die Stämmchen faulen, indem Sie das Wasser, in welchem der Sauerstoff verbrauchte wurde, regelmäßig austauschen. Abhängig von der Temperatur sollten die Rosmarin Ästchen so innerhalb weniger Wochen Wurzeln bilden. Bei niedrigerer Temperatur kann es auch länger dauern. Spätestens jedoch innerhalb von 4 – 8 Wochen sollte der Steckling Wurzeln in jedem Fall gebildet haben. Wenn ein Ästchen eingegangen sein sollte, erkennen Sie dies daran, dass es sich bräunlich verfärbt und seine Nadeln abfallen. Solange dies nicht der Fall ist, ist es am Leben und Sie können noch Hoffnung haben.

Stecklinge einpflanzen, sobald sich Wurzeln entwickelt haben

Rosmarin vermehren Stecklinge einpflanzen

Ihre Stecklinge sind zum Einpflanzen bereit, wenn etwa 4 bis 6 Wurzeln sichtbar sind, die ungefähr 1,5 cm lang sind. Verwenden Sie einen sandigen Erdmix, der das Wasser gut einsickern lässt. Sie können auch Erde verwenden, die für Kakteen geeignet ist. Nehmen Sie einen 10 cm Topf für jeden Steckling und befüllen Sie ihn locker mit Erde. Verwenden Sie einen Stift, um ein etwa 7 – 10 cm tiefes Loch zu machen und setzen Sie den Steckling vorsichtig ein. Achten Sie darauf, dabei nicht die zarten Wurzeln zu beschädigen.

Pflege des Stecklings

Rosmarin Pflanze richtig pflegen

Graben Sie sanft die Erde entlang des Stammes zu und bewässern Sie danach die Pflanze. Stellen Sie die neu eingepflanzte Rosmarin Pflanze in den Halbschatten. Vermeiden Sie direktes Sonnenlicht, bis sich die Wurzel und die gesamte Pflanze stabilisiert haben. Hiernach freut sich die Pflanze, wenn sie für 6 – 8 Stunden täglich im direkten Sonnenlicht stehen kann.  Halten Sie die Erde feucht, bis Sie neues Wachstum erkennen können. Lassen Sie die Pflanze etwas wachsen, bevor Sie das erste Mal ernten. Sie sollte etwa 15 cm groß gewachsen sein, dann können Sie nach Bedarf Zweige ernten. Tipp: Rosmarin wächst sehr langsam. Deshalb ist es empfehlenswert, nicht mehr als ein Drittel der Pflanze mit einem Schnitt zu ernten. Wir wünschen Ihnen viel Freude am Rosmarin vermehren und an Ihren schönen, wohlduftenden Pflanzen.

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