Rasendünger für den Herbst: Wann und warum die Herbstdüngung so wichtig ist und wie Sie richtig vorgehen

Von Anne Seidel

Zeit, die letzten großen Gartenarbeiten zu erledigen und einen Teil des Gartens auf den Winter vorzubereiten. Dazu gehört unter anderem auch die richtige Rasenpflege im Herbst, zu der auch die Herbstrasendüngung zählt. Nicht nur der Zeitpunkt ist richtig zu wählen, sondern auch der Dünger sollte passen. Was Sie beim Rasendünger für den Herbst beachten und wann Sie düngen sollten, fassen wir in unserem Beitrag für Sie zusammen.

Wann das letzte Mal Rasen düngen?

Wann Sie Rasendünger für den Herbst verteilen sollten

Wenn es darum geht, wann der Herbstrasendünger verabreicht werden sollte, steht Ihnen eine ziemlich große Zeitspanne zur Verfügung. Die großen Hitzewellen sollten am besten schon vorüber sein, deshalb beginnen Sie frühstens Ende September mit dieser Gartenarbeit. Wenn Sie es in den ersten Wochen nicht schaffen, ist das nicht weiter schlimm, denn bis Anfang/Mitte November können Sie sich damit Zeit lassen.

Tipp: Verfolgen Sie den Wetterbericht. Es ist hilfreich, den Herbstdünger für den Rasen vor einem Regentag auszustreuen, denn der Regen wird dabei helfen, die Nährstoffe schneller freizusetzen und in den Boden zu bringen, wo die Wurzeln sie aufnehmen können.

Welcher Rasendünger für den Herbst?

Welcher Rasendünger für den Herbst ist der richtige

Sinn und Zweck der Herbstdüngung für den Rasen ist es, diesen gut durch den Winter zu bringen, indem der Dünger ihn noch vor der großen Kälteperiode mit Nährstoffen versorgt und ihn so robuster macht. Das Ergebnis ist eine gesunde und grüne Rasenfläche im Frühjahr und Sommer. Doch hierfür muss natürlich auch der richtige Rasendünger für den Herbst verwendet werden. Welcher ist das?

Es ist wichtig, dass Sie Herbst-Rasendünger mit Langzeitwirkung wählen, der den Rasen für die kommenden 10 Wochen mit Nährstoffen versorgt. Der beste Rasendünger für den Herbst ist ein organischer Dünger, der vor allem reich an Kalium ist, da dieser die Zellen und somit die Halme stärkt und resistenter gegen Frost macht, indem er den Gefrierpunkt des Zellsafts heruntersetzt. Kalium wirkt also im Prinzip wie ein Antifrostschutzmittel. Auch Krankheiten (z. B. Schneeschimmel), die in dieser feuchten Saison vermehrt auftreten können, wird so vorgebeugt.

Den Herbstdünger für den Rasen mit Kalken kombinieren

Besonders wichtig ist, dass der Rasendünger für den Herbst nicht reich an Phosphor und Stickstoff ist. Diese beiden Stoffe wirken nämlich wachstumsfördernd, was genau den gegenteiligen Effekt haben würde. Wachsende Grashalme sind weicher und somit empfindlicher. Wenn Sie Düngemittel aus dem Handel nehmen, das speziell für diese Jahreszeit konzipiert ist, können Sie nichts falsch machen. Es gibt auch Mischungen aus Saat und Herbstdünger für den Rasen, falls Sie den Rasen nicht nur düngen, sondern auch ausbessern möchten.

Herbstdünger für den Rasen und Kalkbehandlung zum Ende der Saison

Durch die Herbstdüngung wird der Rasen kräftig und robuster gegen Frost


Ergänzend zum Rasendünger für den Herbst können Sie die Rasenfläche auch mit Kalk behandeln. Dieser gleicht den pH-Wert des Bodens aus und gewährleistet dem Rasen einen neutralen Boden, wie er ihn am liebsten hat. Vor allem, wenn Sie Herbst-Rasendünger mit Unkrautvernichter kombinieren möchten, macht das Kalken Sinn, denn auf diese Weise machen Sie beispielsweise Moos das Leben schwer. Bis Dezember haben Sie Zeit, Kalk zu verteilen. Wie Sie dabei vorgehen, können Sie hier nachlesen.

Den Herbstdünger für den Rasen richtig ausstreuen

Rasendünger für den Herbst - Tipps für das richtige Ausstreuen

Es gibt spezielle Werkzeuge, mit denen das Ausstreuen des Düngers vereinfacht wird. Sollten Sie jedoch mit der Hand arbeiten wollen (mit Handschuhen), legen Sie sich zunächst die nötige Menge entsprechend der Quadratmeter Ihrer Rasenfläche bereit und streuen Sie dann die erste Hälfte längs über den Rasen und die zweite anschließend in einer weiteren Schicht quer. Auf diese Weise bringen Sie das Düngemittel am ehesten gleichmäßig aus.

Anschließend bewässern Sie die Fläche. Das ist vor allem dann sehr wichtig, wenn in den kommenden Tagen kein Regen erwartet wird (aber nicht nur), da das Mittel andernfalls den Rasen verbrennen könnte.

Was Sie noch tun könnten neben dem Rasendünger für den Herbst

Rasendüngung in den Herbstmonaten und weitere Pflegemaßnahmen


Haben sich im Laufe der Sommersaison hier und da ein paar Flecken und kahlen Stellen gebildet? Kein Problem, denn jetzt ist die perfekte Zeit, um nachzusäen und solche Makel auszubessern. Das ist nicht nur aus ästhetischer Sicht eine gute Idee. Solche kahlen Stellen sind auch Schwachstellen auf der Rasenfläche, die schnell von Unkraut genutzt werden, um sich anzusiedeln. Eine dichte Grasnarbe hingegen verhindert dies. Neben dem Herbstdünger für den Rasen sind folgende Pflegemaßnahmen von Vorteil:

Rasen für den Winter düngen und auf Flecken neu aussäen

  • Sie können den Rasen nun vertikutieren, und damit für eine bessere Durchlüftung sorgen und Verfilzungen verhindern.
  • Wenn Sie das letzte Mal in dieser Saison mähen, stellen Sie den Rasenmäher niedriger als üblich. Auf etwa 4 cm sollten Sie die Grashalme kürzen. Das hat den Zweck, dass die Halme nicht nur die schwere Schneedecke umknicken. Bleiben diese nämlich anschließend so liegen, staut sich die Feuchtigkeit darunter, was ideale Bedingungen für Pilzkrankheiten bietet.
  • Aus demselben Grund sollten Sie im Herbst regelmäßig abgefallene Laubblätter entfernen. Sie können zu Schimmelbildung führen.
  • Im Sommer darf der Rasenschnitt durchaus auch liegen bleiben, solange er schnell trocknen kann. In dieser Saison ist das nicht mehr zu empfehlen (ebenfalls, um Pilzkrankheiten vorzubeugen).
  • Ab dem ersten Frost sollten Sie die Rasennutzungen eingrenzen, um ihn nicht zu sehr zu strapazieren.
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