Gurken anbauen: Das sind die häufigsten Fehler beim Gurken-Anbau, die alle Hobby-Gärtner kennen sollten!

Von Lisa Hoffmann

Wenn wir nur eine Gemüsesorte nennen sollten, die nach Sommer schreit, dann ist es garantiert die Gurke. Leicht, erfrischend und sehr gesund – das knackige Gemüse ist ein gern gesehener Gast auf dem Tisch und bereichert unsere Sommersalate und Smoothies. Zudem wäre kein Gemüsegarten wirklich komplett ohne ein paar Gurken – schließlich schmeckt alles aus dem eigenen Anbau gleich viel besser, oder? Sie möchten dieses Jahr Gurken anbauen, wissen aber nicht, womit Sie anfangen? Dann sind Sie bei uns goldrichtig! Damit Sie sich über eine großzügige Ernte freuen können, verraten wir Ihnen die häufigsten Fehler beim Gurken-Anbau, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Gurken anbauen: So machen Sie es richtig

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Wie Sie am einfachsten Kohlrabi pflanzen, haben wir Ihnen bereits erklärt. Und nun wird es Zeit für das absolute Lieblingsgemüse der Deutschen im Sommer. Gurken (Cucumus sativus) gehören zu den Kürbisgewächsen und sind eine der am häufigsten angebauten Gemüsesorten. Wo und wie Sie die Gurken anbauen, hängt an erster Stelle von der gewählten Sorte ab. Während Salatgurken in der Regel im Gewächshaus angebaut werden, sind Schäl- und Einlegegurken bestens fürs Freiland geeignet. Am besten pflanzen Sie das Sommergemüse zwischen Ende März und Mitte Mai. Danach können Sie die Gurken ins Freiland setzen. Und wenn Sie keine Lust aufs Vorziehen haben, dann können Sie die Gurken Mitte Mai nach draußen pflanzen.

Gurken im Gewächshaus oder drinnen anbauen und vorziehen

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Bevor Sie die Gurken im Gewächshaus pflanzen, sollten Sie zuerst den Boden vorbereiten und mit reifem Kompost anreichern. Beachten Sie auch, dass der Abstand zwischen den Pflanzgruben mindestens 40 Zentimeter beträgt. Als Nächstes die Töpfe in Wasser tränken und vom Wurzelballen abziehen. Dann die Gurken mittig einsetzen, leicht andrücken und gießen. Sie möchten Gurken ohne Gewächshaus anbauen? Dann können Sie diese problemlos im Frühbeet oder auf der Fensterbank vorziehen. Füllen Sie dafür ein paar Töpfe mit Blumenerde auf und pflanzen Sie je nach Topfgröße zwei bis drei Samen circa 2 Zentimeter tief ein. Da die Pflanzen es warm und sonnig mögen, stellen Sie den Topf an einen hellen und warmen Ort, wo die Temperatur mindestens 20 Grad beträgt.

Ins Freiland pflanzen

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Für eine prachtvolle Ernte und damit das Gemüse nicht erfriert, sollten Sie die Gurken erst nach Mitte Mai nach draußen pflanzen. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Pflanzen so tief in die Erde einsetzen, dass die Keimblätter bedeckt sind. Bei Bedarf installieren Sie Rankhilfen und achten Sie auf einen Reihenabstand von circa 1 Meter. Auch hier sollten Sie den Boden zuerst mit reifem Kompost anreichern und diesen stets feucht, aber nicht nass halten.

Diese Fehler beim Gurken-Anbau sollten Sie vermeiden

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Gurken gehören zu den pflegeleichtesten Pflanzen und sind daher bestens für alle Hobby-Gärtner geeignet. Doch damit Sie sich über eine großzügige Ernte freuen können, gibt es dennoch einige Fehler beim Gurken-Anbau, die Sie unbedingt vermeiden sollten.

Die Gurken nicht zu früh pflanzen

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Wer Gurken anbauen möchte, der sollte unbedingt auf den richtigen Zeitpunkt achten. Da das Sommergemüse viel Wärme und Licht braucht, sollten Sie es ins Freiland erst ab Mitte Mai pflanzen oder wenn der Boden eine Mindesttemperatur von 15 Grad erreicht hat. Zudem reagieren die Pflanzen sehr empfindlich auf Frost und vertragen keine Kälte. Am besten setzen Sie die Jungpflanzen ins Gemüsebeet circa 2-3 Wochen nach dem letzten Frosttermin. Um die Bodentemperatur zu erhöhen und die Gurken zu schützen, verwenden Sie eine schwarze Mulchfolie oder eine Abdeckvliese. Alternativ können Sie als Wärmespeicher auch kleine Eimer oder Einweckgläser verwenden.

Gurken richtig gießen

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Wie Sie wissen, bestehen Gurken zu 90 Prozent aus Wasser. Daher ist es auch logisch, dass Sie diese kontinuierlich mit Wasser versorgen müssen und den Boden stets feucht halten. Hier ist aber etwas Fingerspitzengefühl gefragt, denn die Pflanzen dürfen nicht überflutet werden. In der Hoffnung, eine bessere Ernte zu erzielen, überschwemmen Hobby-Gärtner die Pflanzen und übertreiben es mit dem Gießen. In der Regel benötigen die Pflanzen pro Kilogramm geernteter Gurke ungefähr 11-12 Liter Wasser.

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Wenn Sie Gurken anbauen, sollten Sie sich die folgende Faustregel merken: Der tägliche Wasserbedarf bei einer Gurkenpflanze liegt zwischen 1,5 und 3 Litern. Am besten gießen Sie die Gurken morgens mit lauwarmem und stehendem Wasser. Wenn es draußen richtig heiß ist, gießen Sie die Pflanzen abends nochmal. Achten Sie beim Gießen der Gurken darauf, dass Sie nur den Boden mit Wasser befeuchten, nicht die Blätter.

Den Boden vernachlässigen

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Obwohl das ziemlich logisch klingt, gehört dies tatsächlich zu den häufigsten Fehlern beim Gurken-Anbau, die die meisten Anfänger machen. Gurken gehören zu den Starkzehrern und damit sie gut wachsen, benötigen sie einen humusreichen und lockeren Boden. Als optimal gilt ein neutraler bis alkalischer Boden mit einem pH-Wert von 7,0. Vor allem in Gebieten mit schweren Böden sollten Sie auf eine gute Bodenstruktur achten. Idealerweise sollten Sie bereits vor der Bepflanzung ins Gemüsebeet etwas halb verrotteter Pferdemist in den Boden einarbeiten. Alternativ können Sie etwas reifen Kompost mit etwas gehäckseltem Stroh vermischen. Auch eine Mulchschicht aus Rasenschnitt und Stroh zwischen den Gurken hält den Boden während der Kulturzeit feucht.

Gurken anbauen und den Abstand nicht einhalten

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Damit die Gurken gut wachsen und Sie eine gute Ernte haben, sollten Sie beim Pflanzen auf den richtigen Abstand achten. Wenn Sie die Gurken im Gewächshaus anbauen möchten, dann sollte der Abstand zwischen den Reihen 130 bis 170 Zentimeter und in der Reihe 40 bis 55 Zentimeter betragen. Fürs Freiland gilt ein Pflanzenabstand von 100 x 40 Zentimetern als optimal. Um zu verhindern, dass die Gurken zu nah am Boden wachsen, verwenden Sie Rankhilfen.

Die Gurken falsch ernten

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Sie haben also die letzte Stufe erreicht und Ihre Gurken sehen super appetitlich aus. Glückwunsch! Doch Ihre Arbeit endet nicht hier, denn eine falsche Ernte gehört tatsächlich zu den häufigsten Fehlern beim Gurken-Anbau. Je nach Sorte und Aussaat können Sie das Gemüse bereits ab Juli ernten. Doch damit Sie die Pflanzen nicht verletzen, sollten Sie diese niemals mit der Hand pflücken. Am besten schneiden Sie die Gurken einzeln mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere ab.

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