Grabstein reinigen: So bekommen Sie polierten und rauen Naturstein auf schonende Weise wieder sauber!

von Anne Seidel
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Zu den Allerheiligen ist es Tradition, das Grab aufzuhübschen und für Herbst und Winter neu zu bepflanzen und/oder zu gestalten. Sicherlich möchten Sie auch, dass der Grabstein in neuem Glanz erstrahlt. Im Laufe der Zeit verschmutzt er natürlich durch Regen, Winde und es sammelt sich nicht nur Sand auf ihm, sondern auch Moose können beginnen, sich darauf auszubreiten. Zum Glück hat der Stein heutzutage aber meist eine glatte Oberfläche, was die Reinigung enorm erleichtert. Wir geben Ihnen heute ein paar Tipps, wie Sie den Grabstein reinigen können und welche Mittel dazu geeignet sind. Schließlich ist auch Naturstein empfindlich und sollte schonend bearbeitet werden.

Poröse vs. polierte Steine

Grabstein reinigen - Wie oft pro Jahr Naturstein putzen und pflegen

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Falls Sie glauben, dass die Reinigungsmittel für beide Varianten sich unterscheiden, liegen Sie falsch. Der einzige Unterschied ist, dass Sie bei einem Stein mit rauer Oberfläche mehr Zeit und Kraft investieren müssen, um ihn von Schmutz zu befreien. Auf polierten Grabsteinen hingegen können Schmutz und Pflanzen nicht so gut haften und sie lassen sich leichter ablösen.

Versuchen Sie nicht, sich die Arbeit mit Hilfe eines Hochdruckreinigers zu erleichtern. Denn das könnte nicht nur Ärger aufgrund des Lärms hervorrufen. Es handelt sich auch um eine recht chaotische Angelegenheit, bei der Schmutz und Wasser umherfliegt. Dadurch könnten Sie auch die Nachbargräber verunreinigen. Hinzu kommt, dass der harte Wasserstrahl weiche Steine (Kalkstein, Sandstein und Marmor beispielsweise) beschädigen können und das würde sie in Zukunft nur noch schneller verschmutzen lassen.

Belassen Sie es daher besser bei der altmodischen Variante mit der Hand. Aber wie reinige ich einen Grabstein richtig? Welche Reinigungsmittel und Putzutensilien sind am besten geeignet?

Polierte Steine sind einfacher zu putzen

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Wie oft sollte man einen Grabstein reinigen?

Wie bereits erwähnt, nutzen viele Allerheiligen. Andere wiederum tun dies gleich nach dem Winter, sozusagen als Frühjahrsputz. Doch Sie würden sich jede Reinigung leichter machen, wenn Sie sie regelmäßig durchführen, denn dann kann erst gar keine hartnäckige Verschmutzung entstehen. Führen Sie es am besten in Ihre Pflegeroutine ein und putzen Sie den Naturstein mehrmals jährlich.

Grabstein reinigen – Hausmittel und hilfreiche Utensilien

Grabstein reinigen mit den richtigen Mitteln und Utensilien

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Verwenden Sie ganz einfach die klassische Bürste und reines Wasser. Durch die Feuchtigkeit kann der Schmutz aufweichen, was das Abbürsten anschließend deutlich vereinfacht. Groben Schmutz können Sie zuvor auch trocken mit einem Feger abschrubben, um ihn nicht unnötig zu verschmieren. Schrubben Sie außerdem in kreisenden Bewegungen, ohne allzu viel Druck auszuüben.

Die Bürste sollte:

  • nicht zu hart sein, aber hart genug, um auch hartnäckigeren Schmutz abreiben zu können. Naturborsten sind optimal.
  • am besten gewellte statt gerade Borsten besitzen, da diese nicht sanfter zum Stein sind.

(falls Sie sich nicht sicher sind, testen Sie die Bürste zunächst an einer nicht sichtbaren Stelle, um zu überprüfen, wie sie sich auf die Oberfläche auswirkt)

Glatte Oberflächen werden auch mit einem einfachen nassen Lappen sauber.

Die Gravuren effektiv säubern

Statt Hochdruckreiniger Bürste und Wasser verwenden

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Die grobe Bürste, die Sie für die ebenen Steinoberflächen verwendet haben, wird höchstwahrscheinlich nicht gut in die feinen Ritzen und Ecken der Gravur hineingelangen. Daher können Sie für diese Elemente auch eine normale Zahnbürste verwenden. Nehmen Sie am besten ein Modell mit harten Borsten.

Grabstein reinigen mit Putzmitteln zusätzlich zum Wasser?

Herkömmliche Reiniger enthalten Chemikalien und andere Inhaltsstoffe, die den Naturstein beschädigen und verfärben können. Und ist dies erst einmal passiert, ist es nicht mehr rückgängig zu machen. Deshalb sollten man immer den Grabstein ohne Chemie reinigen. Besonders Chlor oder Säuren sind tabu. Doch selbst das milde Spülmittel oder Seife sind bei Steinen keine gute Wahl. Wenn Sie es also gewohnt sind, Seifenwasser zum schonenden Putzen zu verwenden, dann lassen Sie es bei diesem Unterfangen bleiben! Vermeiden Sie außerdem Mittel, die Öl enthalten. Vielleicht glauben Sie, dem polierten Naturstein auf diese Weise mehr Glanz zu verleihen, doch in Wahrheit führt das zu unschönen Fettflecken.

Vorsicht gilt auch bei altbewährten Hausmitteln, wenn Sie einen Grabstein aus Naturstein reinigen. Essig und Apfelessig, ganz egal, ob verdünnt, greifen mit ihrer Säure den Stein an und können ihn ruinieren. Auch Natron, also Soda, ist nicht zu empfehlen.

Wenn Sie unbedingt ein Reinigungsmittel einsetzen möchten, dann besorgen Sie unbedingt ein Mittel, dass speziell für die Reinigung von Naturstein/Grabsteinen entwickelt wurde, um keine Schäden zu riskieren.

Sollten Sie einen Profi engagieren?

Grabstein reinigen - Welche Reinigungsmittel bei Kalkstein, Marmor, Sandstein und Granit

Vorab gilt, dass Sie es auf schonende Weise jederzeit selbst probieren können. Doch sollten diese Methoden nicht den gewünschten Effekt haben, greifen Sie keinesfalls aus lauter Verzweiflung zu aggressiveren Mitteln. In diesem Fall lohnt es sich, in eine professionelle Firma zu investieren. Diese ist auch dann von Vorteil, wenn Sie weiter weg vom Friedhof leben und das Grab nicht regelmäßig pflegen können oder wenn es sich um einen Grabstein handelt, der besonders verschnörkelt und schwer zugänglich ist.

Profis verwenden sowohl einen Hochdruckreiniger, als auch spezielle Reinigungsmittel sowie Bürsten, die auf die jeweilige Steinart abgestimmt sind. Der Reinigungsvorgang wird bei Bedarf mehrere Male wiederholt, bis die Schmutzschicht komplett entfernt wurde. Abschließend wird der Stein mit klarem Wasser gründlich abgespült und präsentiert sich nun von seiner besten Seite.

Anne Seidel ist 1987 in Frankfurt am Main geboren, was auch Ihre Leidenschaft für Großstädte erklärt. Nichtsdestotrotz liebt sie die Natur und Aktivitäten wie Bergsteigen und Camping, weshalb sie auf Umweltfreundlichkeit großen Wert legt - auch, was den Haushalt betrifft. Durch ihr großes Interesse in verschiedensten Themenbereichen wie Garten, Kochkunst, Beauty, Gesundheit und Fitness hat sie sich viel Wissen angeeignet, das sie dank der Arbeit bei Deavita seit 2014 mit ihren Lesern teilen kann.