Gärtnern macht gesund: 7 gute Gründe, die Gartenarbeit selbst zu erledigen

Von Ada Hermann

Gärtnern ist nicht nur ein beliebtes Hobby, sondern kann noch unserem Körper und Geist guttun. Zahlreiche Studien haben die Auswirkungen der Gartenarbeit direkt mit einer besseren Lebensqualität in Verbindung gebracht. Alle Resultate sind eindeutig: Gärtnern macht gesund und glücklich und lässt sich als Therapie bei verschiedensten Krankheiten einsetzen. Hier finden Sie 7 Gründe, warum es sich lohnt, im Garten selbst tätig zu werden.

1. Gartenarbeit baut Stress ab

Gartenarbeit gesund Nutzen für die Gesundheit

Eine niederländische Studie testete das Stresshormon Cortisol, und fand heraus, dass Gartenarbeit nach einem stressigen Ereignis besser Stress abbaut als Bücher lesen. Dabei spielt nicht nur die Gartenarbeit als Aktivität eine Rolle. Bakterien im Boden können auch zur Bekämpfung von Stress beitragen. Es wurde festgestellt, dass diese Bakterien wie ein Antidepressivum wirken und auch ein starkes Immunsystem aufbauen. Hausgärtner berichten noch, dass psychologische Vorteile wie Stressabbau für sie wichtiger sind als die kulturellen Bindungen oder wirtschaftlichen Vorteile der Gartenarbeit, unabhängig von der Art oder Menge der Gartenaktivitäten, die sie tun.

2. Gärtnern ist ein gutes Fitnesstraining

Gärtnern macht gesund und fit Kalorienverbrauch

Gärtnern macht gesund, aber auch fit. Aktivitäten wie das Tragen von Pflanzgefäßen, das Graben von Löchern, das Dehnen, um Unkraut zu jäten, und das Schieben des Mähers können gemeinsam jeden Muskel in Ihrem Körper beanspruchen. Das Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten kategorisiert Gartenarbeit als mäßige körperliche Aktivität und stellt fest, dass sie mehr als 300 Kalorien pro Stunde verbrennen kann, ungefähr so ​​viel wie Tanzen. Bei umfangreicheren Gartenarbeiten wie dem Hacken von Holz oder dem Ziehen schwerer Mulch-Säcke werden sogar mehr als 400 Kalorien verbrannt. Eine Studie legt nahe, dass Gartenarbeit dazu beitragen kann, die altersbedingte Gewichtszunahme auszugleichen. Sie bietet auch andere körperliche Vorteile, wie die Verbesserung der Geschicklichkeit und der Handkraft. Außerdem schlafen Sie nach einigen Stunden Gartenarbeit höchstwahrscheinlich besser.

3. Gartenarbeit beugt Demenz vor

Gärtnern macht gesund Gartentherapie bei Demenzpatienten

Die Gartenarbeit ist nicht nur ein körperliches Training. Sie ist auch gut für Ihr Gehirn, insbesondere als Schutz gegen das Auftreten von Demenz. Das Gärtnern steigert die kognitive Funktion, und eine Studie ergab, dass dies zu einem um 36 Prozent geringeren Demenzrisiko führen könnte.

Gärtnern dient nicht nur als Prävention, sondern wird noch als Therapie bei Demenzpatienten eingesetzt. Die aktive Gartenarbeit trägt dazu bei, dass man sich bewegt, Zeit an der frischen Luft verbringt und sein Gehirn auf Trab hält. Gartentherapie gibt es schon als Studiengang und wird in immer mehr Seniorenheimen eingesetzt.

4. Hilft bei der Bekämpfung chronischer Krankheiten

Sonne tanken beim Gärtnern gesund Vitamin D


Genau wie die Pflanzen braucht auch unser Körper Sonnenlicht. Wie bei anderen Freizeitaktivitäten im Freien kann Gartenarbeit einen Doppelschlag für gesunde Bewegung und Sonneneinstrahlung bieten. Eine moderate Zeit in der Sonne ist der effektivste Weg, um Vitamin D zu erhalten, das über 1000 verschiedene Gene und nahezu jedes Gewebe in Ihrem Körper beeinflusst und auf alles vom Stoffwechsel bis zum Immunsystem Auswirkungen hat. Vitamin D ist mit positiven Auswirkungen auf Typ-2-Diabetes, Herzerkrankungen, Knochengesundheit und Depressionen verbunden. Möglicherweise spürt auch Ihr Darm die Vorteile, da Vitamin D vermutlich zur Regulierung der Magen-Darm-Belastung beiträgt. Natürlich ist es wichtig, Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, um sicher Zeit in der Sonne zu verbringen. Schlüsselwort – Sonnenschutz!

5. Gärtnern macht gesund und verbindet Menschen

Gartenarbeit verbindet Menschen soziale Kontakte

Die Gartenarbeit wirkt sich auch positiv auf unsere Psyche aus. Sie verbindet Menschen und formt eine breite Gemeinschaft. Somit werden die negativen gesundheitlichen Auswirkungen der Einsamkeit bekämpft. Dies kann einfach bedeuten, mit den Menschen im örtlichen Gartencenter zu interagieren oder Gartentipps und -erfolge mit einer Online-Community zu teilen. Die Gartenarbeit hat direkte Vorteile in Orten wie Gemeinschaftsgärten, in denen man ein Stück Land zusammen mit anderen Menschen bewirtschaftet. Dadurch können sich soziale Bindungen und Unterstützungsnetzwerke bilden. Dies ist besonders in städtischen Umgebungen wichtig, wo viele Einwohner unter Isolation und mangelnder sozialer Unterstützung leiden können.

6. Hebt die Stimmung und stärkt das Selbstwertgefühl

gesunde und glückliche Frau bei der Gartenarbeit


Einfach in der Natur zu sein ist gut für Ihr Wohlbefinden, und die Auswirkungen einer Beschäftigung im Freien sind dokumentierte Stimmungsverstärker. Gartenarbeit erhöht die Positivität und den Optimismus und wurde mit der Bekämpfung von Depressionen und anderen psychischen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Es ist also nicht verwunderlich, dass das Verweilen im Garten zu einem höheren Selbstwertgefühl bei Erwachsenen und Kindern mit Verhaltensproblemen führt. Eine Studie über das emotionale Wohlbefinden, das mit gemeinsamen täglichen Aktivitäten, wie Spazierengehen, Einkaufen und essen gehen, verbunden ist, stellte fest, dass Gartenarbeit zu den Top-5-Aktivitäten gehört, um Glück und Sinnhaftigkeit zu gewährleisten. Dieselbe Studie zeigte, dass Frauen und Teilnehmer mit niedrigerem Einkommen am meisten davon profitierten.

7. Gesunde Lebensmittel für den Tisch

Gärtnern gesunde Lebensweise Gemüse anbauen

Es ist nicht immer einfach, sich gesund zu ernähren, aber Gärtnern kann helfen. Obst-, Gemüse- und Kräuterzüchter haben den zusätzlichen Vorteil, dass sie leicht auf nahrhafte Lebensmittel zugreifen können (und kontrollieren können, welche Pestizide oder Düngemittel verwendet werden). Die Menschen, die Gemüse anbauen, essen es auch auf täglicher Basis. Eine Studie ergab, dass Kinder eher Obst und Gemüse essen, wenn sie einheimisch sind. Eine andere Studie stellte fest, dass Jugendliche, die sich mit Gartenarbeit beschäftigen, eine größere Lebensmittelkompetenz haben. Neben den ernährungsphysiologischen Vorteilen berichteten insbesondere Gemüsegärtner über größere positive emotionale Auswirkungen als diejenigen, die sich mit anderen Arten der Gartenarbeit zu Hause beschäftigen.

Referenzen:

„Gardening Promotes Neuroendocrine and Affective Restoration from Stress“ – Journal of Health Psychology, Juni 2010
„Gardening and age-related weight gain: Results from a cross-sectional
survey of Denver residents“ – Preventive Medicine Reports, Dezember 2017
„Lifestyle factors and risk of dementia: Dubbo Study of the elderly“ – The Medical Journal of Australia, Januar 2006
„Is gardening associated with greater happiness of urban residents? A multi-activity, dynamic assessment in the Twin-Cities region, USA“ – Landscape and Urban Planning, Juni 2020

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