Psychologische Wirkung der Ernährung: Mögliches Risiko für Depression?

Von Charlie Meier

Nach neuen Untersuchungen können bestimmte Ernährungsgewohnheiten eine psychologische Wirkung ausüben. Die Ernährung beeinflusst zahlreiche Aspekte der Gesundheit, einschließlich Gewicht, sportliche Leistung und das Risiko für chronische Krankheiten wie Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes. Nun wollten Forscher herausfinden, ob sich diese auch auf den psychischen Zustand auswirkt und Risiken mit sich bringt.

Mögliche psychologische Wirkung bestimmter Ernährungsweisen

ernährungspsychologin schreibt daten von patienten mit diätplan auf

Angstzustände und Depressionen gehören weltweit zu den häufigsten psychischen Erkrankungen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) könnte Depression bis 2030 eines der größten Gesundheitsprobleme der Welt sein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass Forscher weiterhin nach neuen Wegen suchen, die Auswirkungen psychischer Erkrankungen zu verringern. Die Ernährungspsychologie ist ein aufstrebendes Forschungsgebiet, das sich speziell mit der Rolle der Ernährung bei der Entwicklung und Behandlung von psychischen Gesundheitsproblemen befasst. Mehrere Beobachtungsstudien haben einen Zusammenhang zwischen der Qualität der gesamten Ernährung und dem Risiko einer Depression gezeigt. Eine Überprüfung von 21 Studien aus 10 Ländern ergab beispielsweise, dass ein gesundes Ernährungsverhalten mit einem verringerten Risiko für Depressionen verbunden ist. Dies gilt für eine durch hohe Aufnahme von Obst, Gemüse, Vollkornprodukten, Olivenöl, Fisch, fettarmer Milch und Antioxidantien sowie eine geringe Aufnahme von tierischen Lebensmitteln gekennzeichnete Ernährungsweise.

angstzustände und depressionen auf die psychologische wirkung der ernährung zurückführbar

Laut den Forschern sind Diäten mit hohem Gehalt an Antioxidantien und entzündungshemmenden Lebensmitteln mit einem verringerten Risiko für Depressionen verbunden. Die genaue Beziehung zwischen Ernährung, Entzündung und Veränderungen der psychischen Gesundheit ist jedoch nicht genau bekannt. Eine andere mögliche Erklärung ist, dass die Ernährung die Darmbakterien beziehungsweise das Darmmikrobiom beeinflussen kann. Laufende Forschungen haben einen starken Zusammenhang zwischen Darmgesundheit und Gehirnfunktion festgestellt. Beispielsweise produzieren gesunde Bakterien im Darm ungefähr 90 % des Neurotransmitters Serotonin, was die Stimmung beeinflusst. Schließlich besteht die Möglichkeit, dass die Ernährung eine indirekte Rolle und psychologische Wirkung hat. Es kann sein, dass Personen mit gesunder Ernährung häufiger Verhaltensweisen zeigen, die auch mit einem verringerten Risiko für psychische Erkrankungen verbunden sind. Dies wären zum Beispiel die regelmäßige körperliche Aktivität, gute Schlafgewohnheiten oder das Rauchen.

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