Fragmentierter Schlaf bei Müttern mit mehr Kindern häufiger als bei Vätern

Autor: Charlie Meier

Berichten von Müttern mit mehreren Kindern zufolge tritt ein stärker fragmentierter Schlaf als bei denjenigen mit einzelnen Kindern auf. Die Anzahl der Kinder in einer Familie scheint jedoch laut einer neuen Studie die Schlafqualität für Väter nicht zu beeinträchtigen.

Bei wem tritt fragmentierter Schlaf auf?

bei müttern von mehreren kindern ist ein fragmentierter schlaf und beeinträchtigte schlafqualität zu beobachten

Die vorliegende Studie zielte darauf ab, zu bestimmen, ob sich die selbst gemeldete Schlafdauer und -qualität zwischen erstmaligen und erfahrenen Müttern und Vätern während der postpartalen Periode unterscheiden. Insgesamt 111 Eltern (54 Paare und 3 alleinerziehende Mütter) nahmen an der Studie teil. Diese wurde im Journal of Sleep Research unter der Leitung der McGill-Doktorandin Samantha Kenny unter der Aufsicht von Marie-Hélène Pennestri, Assistenzprofessorin an der Abteilung für pädagogische und beratende Psychologie veröffentlicht. Die Schlafmuster der Teilnehmer wurden zwei Wochen lang untersucht. Mütter mit einem Baby gaben an, weniger Schlafstörungen und eine bessere Schlafqualität zu haben. Sie unterschieden sich von denjenigen mit mehr als einem Kind , obwohl sich die Gesamtschlafmenge je nach Anzahl der Kinder nicht unterschied. Bei den Vätern wurde jedoch kein Unterschied festgestellt.

vater und sein baby schlafen nebeneinander am bett

Bei erfahrenen Müttern war ein fragmentierter Schlaf im Vergleich zu diesem von den Erstmüttern zu beobachten. Spannungen in der ehelichen Beziehung können auftreten, wenn die Kinderbetreuung einseitig ist und nicht gemeinsam diskutiert wird, so einer der Studienautoren namens Pennestri. Er forscht auch am Hôpital en santé mentale Rivière-des-Prairies (CIUSSS-NIM). Den Forschern zufolge könnten in solchen Fällen Interventionen von Gesundheitsdienstleistern hilfreich sein. Diese sollten dementsprechend auf eine gleichmäßige Verteilung der Kinderbetreuungsaufgaben bei Tag und Nacht abzielen. Die Interventionen sollten jedoch auch je nach Situation auf jedes Familienmitglied zugeschnitten sein. In den nächsten Schritten wollen die Forscher die Unterschiede zwischen Müttern und Vätern erklären. Auf diese Weise sollten sie herausfinden können, warum Mütter mit mehr als einem Kind von schlechterem Schlaf berichten. Diese Ergebnisse haben klinische Auswirkungen auf Angehörige der Gesundheitsberufe, die mit Familien unterschiedlicher Konfigurationen und Größen arbeiten.

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