Wie ein Nanotech Pflaster den Blutfluss zum Herz und Gehirn überwacht

Von Charlie Meier

Ein neuentwickeltes, dehnbares Nanotech Pflaster für die Haut verwendet Ultraschall, um den Blutfluss zu wichtigen Organen zu überwachen. Die Entwickler haben dabei eine Technologie eingebaut, die durch die großen Arterien und Venen tief im Körper einer Person reichen kann. Zu wissen, wie schnell und wie viel Blut durch die Blutgefäße eines Patienten fließt, ist für die Ärzte wichtig. So können sie eine bessere Diagnose von verschiedenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen stellen. Diese schließen Blutgerinnsel, Herzklappenprobleme, schlechter Durchblutung in den Gliedmaßen oder Verstopfungen in den Arterien ein. Solche Probleme können nämlich oft zu Schlaganfällen oder Myokardinfarkten führen.

Überwachungsgerät auf der Haut in Form von Nanotech Pflaster

von ingenieuren entwickeltes nanotech pflaster verwendet ultraschall und überwacht blutfluss sowie herzfrequenz

Die neue Technologie überwacht den Blutfluss sowie den Blutdruck und die Herzfunktion in Echtzeit. Das Tragen eines solchen Geräts könnte es dementsprechend Menschen erleichtern, Herz-Kreislauf-Probleme frühzeitig zu erkennen. Das Nanotech Pflaster kann am Hals oder auf der Brust getragen werden. Das Besondere daran ist, dass es Signale bis zu 14 Zentimeter tief im Körper nicht-invasiv erfassen und messen kann. Und das mit hoher Genauigkeit. Diese Art von tragbaren Geräten kann ein umfassenderes und genaueres Bild davon geben, was in tiefen Geweben und kritischen Organen wie dem Herzen und dem Gehirn vor sich geht, und zwar von der Hautoberfläche aus. Ein weiteres innovatives Merkmal des Pflasters ist, dass sich der Ultraschall in verschiedenen Winkeln neigen und auf Körperbereiche lenken lässt. Es besteht aus einer dünnen Folie aus flexiblem, dehnbarem Polymer, das auf der Haut haftet. Darauf befindet sich eine eingebettete Reihe von millimetergroßen Ultraschallwandlern, die als Ultrasound-Phased-Array bekannt sind.

verwendung von hautpflaster nach blutabnahme im krankenhaus

Sowohl zentrale Organe als auch der Blutfluss lassen sich dadurch mit hoher Auflösung überwachen. Mit nur einem Schallkopf wäre dies nicht möglich, so die Ingenieure. Wenn die Ultraschallwellen ein großes Blutgefäß durchdringen, treffen sie auf die Bewegung der darin strömenden roten Blutkörperchen. Diese Bewegung ändert oder verschiebt das Echo der Ultraschallwellen zum Pflaster zurück. Diese Verschiebung kann dann eine visuelle Aufzeichnung des Blutflusses erstellen. Der gleiche Mechanismus könnte bewegte Bilder der Herzwände liefern. Einfach auf die Haut kleben und dann die Signale ablesen. Es ist nicht vom Bediener abhängig und stellt weder Techniker und Kliniker noch Patienten zusätzliche Arbeit oder Belastung dar. Die Entwickler und Autoren dieser neuen Studie weisen jedoch auch darauf hin, dass das Pflaster noch einen langen Weg vor sich hat, bis es für die Klinik bereit ist.

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