Studie: Kann ein plötzlicher Gedächtnisverlust im Alter verhindert werden?

Von Charlie Meier

Ein Forschungsteam aus Cambridge behauptet, dass sich ein plötzlicher Gedächtnisverlust im Alter rückgängig machen lässt. Die Ergebnisse ihrer Studie könnten zur Entwicklung von Therapieansätzen führen, die altersbedingte kognitive Probleme wie beispielsweise Alzheimer oder Demenz behandeln. Die Forscher zeigten, dass sie solche Veränderungen in der extrazellulären Matrix des Gehirns durch genetische Behandlungen umkehren können.

Wie sich ein plötzlicher Gedächtnisverlust vorbeugen lässt

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Neuroplastizität ist die Fähigkeit des Gehirns, zu lernen, sich anzupassen und Erinnerungen zu erzeugen. Die Studienautoren untersuchten, ob die Manipulation Zusammensetzungen in den perineuronalen Netzen der Gehirne von alten Mäusen die Neuroplastizität wiederherstellen und altersbedingte Gedächtnisdefizite lindern könnte. Das Team zeigte anhand einer Reihe von Tests, dass die Tiere im Vergleich zu sechs Monate alten Labormäusen Defizite in ihrem Gedächtnis aufwiesen. Die älteren Mäuse erinnerten sich viel seltener an ein Objekt während des Experiments. Dann behandelten die Forscher die alternden Mäuse mit einem viralen Vektor, das in der Lage ist, die neuronalen Verbindungen umzuwandeln. Sie stellten fest, dass dies das Gedächtnis bei den älteren Mäusen vollständig wie bei jüngeren Tieren wiederherstellte. Die Wissenschaftler konnten also das Gedächtnis und die Lernfähigkeit auf ein viel jüngeres Niveau zurückbringen. Das Aufregende daran ist, dass diese Studie beim Menschen durch denselben Mechanismus funktionieren sollte. Dies zeigt, dass ein plötzlicher Gedächtnisverlust im Alter wieder verschwinden kann.

medizinische computer zeigen neurologische prozesse im gehirn bei alzheimer und kognitivem rückgang

Das Team hat bereits ein potenzielles Medikament identifiziert, das für den menschlichen Gebrauch zugelassen ist. Die Verbindung kann die Gehirnfunktion wiederherstellen und auch die Erholung bei Rückenmarksverletzungen verbessern. Das Forschungsteam untersucht nun, ob dies helfen könnte, Gedächtnisverlust in Tiermodellen mit Alzheimer-Krankheit zu lindern. Der therapeutische Ansatz von den Studienautoren und ihren Kollegen, die auf der Verwendung viraler Vektoren für die Behandlung von Amnesie basiert, wird zunehmend zum Therapieren von menschlichen neurologischen Erkrankungen eingesetzt. Ein zweites Team des Forschungszentrums hat nach dieser Studie Forschungsergebnisse veröffentlicht, die ihre Verwendung zur Reparatur von durch Glaukom und Demenz verursachten Schäden zeigen.

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