HIV Patient: Therapie gegen AIDS zum zweiten Mal erfolgreich

Eine am Dienstag in The Lancet veröffentlichte Studie legt nahe, dass ein zweiter HIV Patient geheilt wurde. Den Autoren zufolge wurde der sogenannte "Londoner Patient" einer erfolgreichen Stammzelltransplantation von Spendern mit einem HIV-resistenten Gen unterzogen. Vor 12 Jahren hat ein Deutscher anscheinend die Krankheit besiegt. Jetzt glauben Ärzte in Großbritannien, dass sie diesen Erfolg endlich wiederholt haben, diesmal bei einem 40-jährigen Engländer.

Therapie gegen AIDS für zweiten HIV Patient

rotes band als zeichen gegen aids auf die brust

Der 40-jährige Londoner Patient Adam Castillejo gab am Dienstag der New York Times seine Identität bekannt. In einer Erklärung sagte er, dass er sich entschied, ein Jahr nach der Heilung des Virus an die Öffentlichkeit zu gehen. Er hoffte somit, "das Verständnis der Menschen für die Wissenschaft und HIV im Allgemeinen zu verbessern". 30 Monate nach Absetzen der antiviralen Therapie gab es keine aktive Virusinfektion in seinem Blut. Dies deutet darauf hin, dass er nun von den Symptomen der Erkrankung befreit ist.

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Der sogenannte "Berliner Patient" war der erste HIV Patient, von dem die Medien berichtet haben, dass er dreieinhalb Jahre nach einer ähnlichen Behandlung im Jahr 2011 vom Virus geheilt war. Der Ansatz umfasste in diesem Fall die Ganzkörperbestrahlung, zwei Runden Stammzelltransplantation von Spendern mit einem resistenten Gen namens CR5Δ32 / Δ32 und Chemotherapie.

Die meisten infizierten Menschen behandeln das Virus mit derzeit verfügbaren Virostatika und können ein langes Leben führen. Experimentelle Forschungen dieser Art können jedoch Aufschluss darüber geben, ob eine Heilung möglich wäre. Das Ziel der Stammzelltransplantation besteht in diesem Fall darin, das Virus im Körper des Patienten nicht replizieren zu lassen. Die Therapie ersetzt die Immunzellen durch die des Spenders. Die Bestrahlung und Chemotherapie des Körpers zielt auf alle verbleibenden HIV-Viren ab.

Studienergebnisse

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Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass nach 30 Monaten keine aktive Virusinfektion in Blutproben des Patienten nach Absetzen der antiviralen Therapie vorhanden war. In seiner Cerebrospinalflüssigkeit, im Darmgewebe und Lymphgewebe konnten sie keine Spuren des Virus feststellen. Der Patient hatte eine gesunde CD4-Zellzahl, was darauf hindeutet, dass er sich gut von der Transplantation erholt hat. Darüber hinaus stammten 99 Prozent der Immunzellen des Patienten aus den Stammzellen des Spenders, was darauf hinweist, dass die Stammzelltransplantation erfolgreich war.




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