Fettleibige Kinder haben ein erhöhtes Risiko für multiple Sklerose

Autor: Charlie Meier

Neue Studienergebnisse zeigen ein um 14 Prozent erhöhtes Gesamtrisiko für fettleibige Kinder, bis zum Jahr 2035 an multiple Sklerose zu erkranken. Frühere Studien haben geschätzt, dass 53 Prozent des Risikos direkt auf Umweltfaktoren zurückzuführen sind. Bei bis zu einem von fünf Fällen hängt dies auch vom Rauchen ab. Tabakkonsum und ein hohes Körpergewicht sind weltweit führende Treiber vieler nicht übertragbarer Krankheiten. Diese Faktoren verursachen eine signifikante vorzeitige Morbidität und Mortalität.

Wie gefährdet sind fettleibige Kinder?

fettleibige kinder mit erhöhtem risiko für multiple sklerose

Die Studie verwendet Literatur aus Großbritannien, den USA, Russland und Australien, um den Anteil von multipler Sklerose abzuschätzen und Inzidenz zu projizieren, die auf zwei veränderbare Risikofaktoren zurückgeführt werden kann. Diese sind das Rauchen sowie ein hoher Körpermasseindex bei Kindern und Jugendlichen. Die veröffentlichten Ergebnisse ergaben, dass im Jahr 2015 etwa 10 Prozent des Bevölkerungsrisikos für multiple Sklerose auf das Rauchen zurückzuführen sind. Dies wird jedoch als Reaktion auf den Rückgang der Raucherquoten abnehmen. Umgekehrt nimmt der potenzielle Beitrag von Fettleibigkeit im frühen Leben zur Inzidenz von Sklerose zu, da ein zunehmender Anteil der Bevölkerung in den untersuchten Ländern fettleibige Kinder aufweist. Während die Anteile zwischen den Ländern variieren, sind weltweit dieselben Muster zu beobachten.

Das Risiko für einen hohen Körpermasseindex im frühen Leben ist in den USA am höchsten. Dieses wird als 11 Prozent und bis 2035 auf 14 Prozent geschätzt. In Großbritannien wird Adipositas im frühen Leben 10 Prozent des Bevölkerungsrisikos für multiple Sklerose ausmachen. Wenn also bestätigt wird, dass diese Beobachtungen kausal sind, behaupten die Autoren, dass die Verringerung der Prävalenz dieser modifizierbaren Lebensstil-Risikofaktoren wahrscheinlich einen wichtigen Einfluss auf die Sklerose-Inzidenz sowie andere nicht übertragbare Krankheiten hat. Die Studienergebnisse unterstreichen das Potenzial, die Inzidenz von Sklerose weltweit durch gezielte Strategien im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu verringern.

kinderarzt beim abklatschen mit kleiner patientin und ihrer mutter

Es sind also nicht nur Krebs und Herzerkrankungen, die durch Rauchen und Fettleibigkeit beeinflusst werden. Der Fokus auf Erkrankungen, die im frühen Erwachsenenalter auftreten, kann bei jüngeren Menschen, deren Lebensstil sich auf das Risiko künftiger Krankheiten auswirkt, eine größere Resonanz finden. Eine Einschränkung der Studie besteht darin, dass es sich um eine Beobachtungsanalyse von Daten handelt. Die Wahrscheinlichkeit einer direkten Verursachung von Rauchen oder eines hohen Körpergewichts bei Sklerose-Inzidenz wurde nicht bestimmt.

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