Könnte eine Diät mit Omega-3-Fettsäuren gegen bipolare Störung helfen?

Von Charlie Meier

Eine neue Studie zeigt, dass Personen, bei denen eine bipolare Störung besteht, ihre Symptome durch Aufnahme bestimmter Fettsäuren lindern könnten. Dadurch sind weniger Schwankungen in ihrer Stimmung möglich. Die Studienautoren verringerten den Verzehr von Omega-6-Fettsäuren der Versuchsgruppe, indem sie rotes Fleisch, Eier und bestimmte Öle einschränkten. Dementsprechend erhöhten sie die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren durch die Zugabe von Leinsamen und fettem Fisch. Diejenigen, die die experimentelle Diät befolgten, zeigten eine verbesserte Stimmungsvariabilität.

Wie eine Ernährungsumstellung gegen bipolare Störung wirkt

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Mehr als 80 Personen, die eine bipolare Störung aufweisen, nahmen an dieser Studie teil, in der die Hälfte von ihnen eine Ernährungsberatung erhielt und 12 Wochen lang bestimmte Lebensmittel zu sich nahm. Menschen mit dieser Erkrankung können dramatische Veränderungen ihrer Stimmungen, Energieniveaus und Schlafmuster erfahren. Diese Stimmungsschwankungen können manische Episoden umfassen, in denen die Person extreme Hochgefühle oder Reizbarkeit verspürt. Während Episoden einer bipolaren Depression können sie außerdem auch Gefühle von Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit empfinden. Die Studienteilnehmer füllten zweimal täglich Umfragen zu ihrer Stimmung, Schmerzen und anderen Symptomen auf Smartphones aus. Bisher haben Forscher vermutet, dass Meeresfrüchte, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind, die Prävalenz solcher Zustände verringern könnte. Bei Anwendung von Nahrungsergänzungsmitteln, wie zum Beispiel Fischöl, hat die Wissenschaft jedoch keinen Zusammenhang festgestellt. Daher wollten die Studienautoren herausfinden, ob eine Ernährungsumstellung aus einem ganz bestimmten biologischen Grund die Stimmungsstabilität oder die Stimmungsvariabilität bei Menschen mit bipolarer Störung verändern könnte.

gehirnfunktion und kognitive fähigkeit durch mechanismen im gehirn dargestellt

Die neue Forschungsarbeit zeigte, dass Medikamente gegen bipolare Störung die Art und Weise, wie der Körper Fettsäuren abbaut, verändern können. Daher stellten die Autoren die Hypothese auf, dass der Körper durch eine Änderung der Art und Anzahl der Fettsäuren in der Ernährung Metaboliten mit bestimmten Zwecken erzeugen würde. Darüber hinaus könnte eine Verringerung der Omega-6-Fettsäuren bei gleichzeitiger Erhöhung der Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren einen möglichen wirksamen Behandlungsansatz werden. Letztendlich fanden die Forscher heraus, dass die experimentelle Ernährung die Stimmungsschwankungen bei Menschen mit bipolaren Störungen verbesserte. Die Autoren dieser Studie wollen die Ergebnisse daher in größerem Maßstab repliziert sehen. Der Weg für zukünftige Forschungen könnte dementsprechend darin bestehen, nach Möglichkeiten zu suchen, mit denen die Einhaltung dieser Diät vereinfacht werden könnte.

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