Warum Pilze zum Essen, wie Champignons, gegen Depressionen helfen

Von Charlie Meier

Pilze zum Essen machen zurzeit wegen ihrer vielen gesundheitlichen Vorteile Schlagzeilen. Diese Superfoods senken nicht nur das Todes- und Krebsrisiko, sondern erweisen sich in einer neuen Studie auch als wirksam gegen Depression. Die Forscher verwendeten Daten zu Ernährung und psychischer Gesundheit, die sie zwischen 2005 und 2016 von mehr als 24 000 Erwachsenen gesammelt hatten. Sie fanden heraus, dass Menschen, die Pilze aßen, eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit aufwiesen, an Depressionen zu erkranken.

Wie sich die Pilze zum Essen auf die Kognition auswirken

waldpilze und andere pilze zum essen als potenzielles mittel gegen depressive zustände

Laut den Studienautoren enthalten essbare Pilze Ergothionein, ein Antioxidans, das vor Zell- und Gewebeschäden im Körper schützen kann. Bisherige Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass Antioxidantien dazu beitragen, verschiedene psychische Erkrankungen wie Schizophrenie, bipolare Störungen und Depressionen zu verhindern. Der Mensch kann diese Aminosäure jedoch nicht selbst synthetisieren, was die Pilze eine hervorragende Nahrungsquelle dafür macht. Höhere Mengen davon könnten nämlich das Risiko von oxidativem Stress senken, was dementsprechend die Symptome einer Depression reduzieren würde. Weiße Champignons, die weltweit am häufigsten konsumiert werden, enthalten außerdem auch Kalium. Von dem nehmen Wissenschaftler an, dass es Angstzustände lindert. Darüber hinaus können bestimmte andere Speisepilzarten, insbesondere Hericium erinaceus (Affenkopfpilz, oder Igelstachelbart), auch bekannt als Löwenmähne, die Expression neurotropher Faktoren wie die Synthese des Nervenwachstums stimulieren. Dies könnte einen entsprechenden Einfluss auf die Vorbeugung von neuropsychiatrischen Erkrankungen einschließlich Depressionen haben.

psychische beeinträchtigung wie bipolare störung oder depression bekämpfen

Das Forschungsteam beobachtete einen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Pilzkonsum und einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Depression. Die Wissenschaftler haben soziodemografische Faktoren, wie selbstberichtete Krankheiten, Medikamente und andere Ernährungsfaktoren berücksichtigt. Sie sagten jedoch, dass es bei relativ hohem Verzehr keinen klaren Zusatznutzen gebe. Das Team führte eine Sekundäranalyse durch, um zu sehen, ob das Risiko einer Depression sinkt, indem sie tägliche Portionen mit rotem oder verarbeitetem Fleisch durch Pilze ersetzten. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass diese Substitution nicht mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit einer Depression verbunden war. Darüber hinaus hebt diese Studie die potenzielle klinische und öffentliche Bedeutung der Pilze zum Essen als Mittel zur Verringerung von depressiven Zuständen und zur Vorbeugung anderer Krankheiten hervor.

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