Rattenbefall erkennen: Haben Sie diese Anzeichen im Haus oder im Garten bemerkt?

Von Olga Schneider

Ratten gehören zu den gefährlichsten Schädlingen in unseren Breiten. Sie übertragen Krankheiten und können schwere Schäden an Möbeln, Nahrungsmitteln und Wände anrichten. Man kann allerdings nicht immer einen Rattenbefall erkennen. Die Anzeichen sind zwar da, aber man hat sie irgendwie am Anfang nicht bemerkt. Klingt bekannt? Vielleicht fragen Sie sich gerade oder vermuten, dass sich die Nagetiere im Garten aufhalten oder in der Garage gemütlich gemacht haben? Diese Anzeichen können die Vermutungen bestätigen.

Rattenbefall erkennen: Wo halten sich die Nagetiere im Garten auf

Ratten in der Nähe einer Kükenstahl

Vorerst: Ratten sind gefährliche Schädlinge, die nicht nur Materialschäden anrichten und Vorräte verunreinigen, sondern auch gefährliche Bakterien und Viren übertragen können. Für den Menschen sind die Nagetiere auch aus einem anderen Grund gefährlich: wenn sie sich gefährdet fühlen, dann können sie beißen. Zudem haben die Nagetiere oft Zecken und Flöhe. Deswegen besteht in Deutschland eine Meldepflicht bei einem Befall.

Erste Anzeichen eines Befalls

Im Garten machen sich die Nagetiere nicht so schnell bemerkbar. Bissspuren sind als erste zu finden. Die Schneidezähne der Schädlinge wachsen bei Ratten lebenslang. Die Tiere müssen sie daher abnutzen.

Kot- und Uringeruch werden dort wahrgenommen, wo sich die Tiere für längere Perioden aufhalten. Zum Beispiel in der Nähe von Nahrungsquellen. Der Rattenkot ähnelt optisch Reiskörnern, ist allerdings etwas größer. Schwarzer Rattenkot ist frisch und Anzeichen für einen Befall. Der Urin hat einen starken und sehr unangenehmen Ammoniakgeruch.

Viele tiefe Löcher mit Durchmesser 5 bis 15 cm weisen auf einen Befall hin.

Man kann auch Wechsel im Gras oder Schleifspuren des Schwanzes in trockener Erde sehen. Sie können in der Erde oft Trittsiegel sehen.

Häufig befallene Plätze im Garten

Ratten im Garten was tun wie vertreibe

Am häufigsten bemerkt man Nagespuren zuerst dort, wenn sich die Ratten vermehrt aufhalten. Sie bevorzugen Plätze, wo sie Nahrung finden. Solche sind zum Beispiel:

  • Nicht geschlossene oder halb geöffnete Müllbehälter
  • Komposthaufen mit Essensresten
  • In der Garage, in einer zugestellten Ecke
  • Im Gartenhaus, in der Nähe von Kaminholzstapeln.
  • In Vorratsschränken in der Garage
  • Im Keller, wenn dort Obst, Gemüse oder andere Lebensmittel gelagert werden.
  • In der Nähe von Hühnerställen oder Kaninchenstellen im Freien. Insbesondere, wenn Futterreste vorliegen.
  • Ratten können oft auch die Vogelfutterstellen erreichen und das Vogelfutter im Garten fressen.
  • Abgefallene Früchte im Garten können auch Ratten anlocken.

Rattenbefall erkennen: die Wanderratte

Wenn sich die Nagetiere im Garten aufhalten, dann handelt es sich wahrscheinlich um Wanderratten. Sie können eine maximale Länge von bis zu 30 cm (nur Körper, ohne Schwanz) erreichen. Lassen Sie sich vom Namen Wanderraten nicht täuschen – haben sich die Nagetiere einmal im Garten angesiedelt, werden sie dort bleiben. Und wenn sie noch Zugang zum Haus finden, dann können Sie sie bald in den Wänden hören und im Keller sehen.

Ratten im Garten, was tun?

Wenn Sie die Anzeichen eines Befalls im Garten erkennen, dann tun Sie erstmals nichts. Ratten sind Gewohnheitstiere und halten sich gerne dort, wo sie bereits Nahrung gefunden haben. Dies wird auch die Fachleute bei der Bekämpfung erleichtern. Wenn Sie allerdings eine unordentliche Garage mit Ratten aufräumen, dann werden die Tiere fliehen und man kann sie dann nur schwer finden. Also erstmals ruhig bleiben und wie folgt vorgehen:

1. Den Befall an das Gesundheitsamt vor Ort melden.

2. Mieter rufen den Eigentümer und die Hausverwaltung an.

3. Dann kann man einen Fachmann kontaktieren.

Versuchen Sie nicht, alleine die Nagetiere zu bekämpfen. Sie können sich verletzen oder die Ratten resistenter gegen einen Giftstoff machen.

Rattenbefall im Haus erkennen: Dort verstecken sich die Nagetiere

Sie können einen starken Ammoniakgeruch spüren, haben Nagespuren an Möbeln oder Schmierspuren an Wänden gesehen? Dann haben Sie höchstwahrscheinlich ein Rattennest im Haus. Die Nagetiere halten sich gerne in dunklen Ecken, in leeren unbenutzten Räumen, auf dem Dachboden oder im Keller auf. Unerfahrene Menschen können die Nistplätze nicht finden. Sie bemerken aber die Anzeichen eines Befalls:

Ratten im Haus Anzeichen eines Befalls

Anzeichen eines Befalls:

  • Geräusche in den Wänden (auch tagsüber). Ratten können ihren Weg in Gipskarton durchfressen und halten sich auch gerne in den Leitungsrohren auf.
  • Fraßspuren auf Lebensmitteln: Die Ratten versuchen zwar, das gefundene Essen zu verschleppen, aber größere Früchte, Kartoffeln und sonstiges können sie nicht mitnehmen. Die Fraßspuren sind leicht erkennbar.
  • Rattenkot
  • Starker Ammoniakgeruch
  • Schmierspuren an Wänden.

Im Haus oder in der Wohnung können Ratten Materialschäden anrichten. Nahrungsmitteln, in denen man Rattenkot gefunden hat oder wo es Fraßspuren gibt, sollten entsorgt werden. Alle Kabeln sollten zudem geprüft werden.

Ratten im Haus oder in der Wohnung, was tun?

Rattenbefall im Haus erkennen Anzeichen


Auch bei einem Befall im Haus sollten Sie erstmal die Schädlinge melden und dann einen Fachmann kontaktieren. Am besten dabei erstmals alles so lassen, wie es ist. Nachdem die Nagetiere bekämpft sind, sollten Sie alle Lebensmittel entsorgen und das Haus gründlich reinigen. Zudem ist es sehr wichtig, die Abflussröhre zu prüfen. Häufig dringen die Ratten durch ein kaputtes Abflussrohr in das Haus.

Wenn es sich nicht um einen Befall handelt, sondern nur ein Einzeltier handelt, dann ist die Herangehensweise unterschiedlich und die Methoden zum Vertreiben bzw. Bekämpfen können stark variieren.

Was man auf keinen Fall probieren sollte, ist, die Nagetiere zu vergiften. Andere Haustiere oder Kleinkinder könnten das Gift verzehren und das kann schwere Folgen haben. Wenn man das Gift falsch dosiert, können die Ratten Resistenz entwickeln. Und nicht zuletzt –

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