Motten in der Küche beseitigen: Was können Sie tun, um die Vorräte vor Mehlmotten zu schützen und Befall vorzubeugen?

Von Olga Schneider

Gerade zum Sommerende werden oft die Lebensmittel von Schädlingen befallen. Meist handelt es sich um Mehlmotten, die man in verpackten Nüssen, Kräutern, Tüten mit Hülsenfrüchten oder im Mehl findet. Jeder, der mit den Schädlingen zu kämpfen hatte, weiß: Wo eine Motte ist, sind auch viele anderen Motten. Wer aber schnell handelt, kann die Motten in der Küche beseitigen und die nicht befallenen Vorräte retten.

Motten in der Küche: So können Sie einem Befall vorbeugen

Mehlmotten in der Küche Befall verhindern

Woher kommen die Motten eigentlich und wie gelangen sie in die Küche? Am häufigsten werden die Eier und die Nymphen mit befallenen Lebensmitteln nach Hause transportiert. In einigen Fällen gelangen die Insekten auch durch Fenster und Türen ins Haus. In der Küche, wo die Luftfeuchtigkeit hoch ist, finden die Schädlinge optimale Bedingungen, um sich schnell zu vermehren.

Prüfen Sie folgende Lebensmittel direkt nach dem Kauf auf Anzeichen eines Befalls: Getreide (Mehl), fein gemahlene Gewürze, Kräutertees, Nüsse, Erbsen, Bohnen, Linsen, Erdnüsse, Sojabohnen u.a.

Motten in der Küche was tun wie vorbeugen

Mehlmotten übertragen keine Krankheiten. Der Verzehr von Lebensmitteln, in denen die Motten ihre Eier abgelegt haben, kann allerdings zu Magenproblemen und allergischen Reaktionen führen. Daher sollte man die befallenen Vorräte unbedingt entsorgen.

Motten im Schrank reinigen und putzen und bekämpfen

Wie Sie einen Befall vorbeugen können:

1. Kaufen Sie nur Lebensmittel, die luftdicht verpackt sind. Die Verpackungen sollten zudem keine Löcher haben.

2. Die Vorräte zu Hause auf Anzeichen eines Befalls prüfen, umfüllen und luftdicht, kühl und trocken lagern.

3. Beim Kochen alle 30 Minuten stoßlüften. Die Luftfeuchtigkeit in der Küche unter 60 % halten.

4. Investieren Sie in Insektenschutz für die Fenster. Es gibt günstige Schutzrollos, die an den Fensterrahmen angeklebt werden. Sie können vor Mücken, Fliegen und Motten schützen.

5. Alternativ können Sie die Motten durch bestimmte Duftöle von der Küche fernhalten. Lavendel- und Teebaumöl haben eine solche abschreckende Wirkung. Im Vorratsschrank können Sie noch Kastanien oder Nelken zwischen den Lebensmitteln stellen.

6. Regelmäßig auf Anzeichen eines Befalls prüfen. Solche sind unter anderem Gespinsten in den Lebensmitteln. So kann man sich Mühe und Zeit sparen.

7. Verwenden Sie luftdichte Behälter aus Glas, Metall oder Kunststoff. Die Motten finden selbst kleine Löcher in Tüten und können erneut die Lebensmittel befallen.

Vorratsschrank reinigen und Motten ihre Eier und Larven entfernen


8. Falls Sie die befallenen Lebensmittel nicht gleich wegwerfen können, dann können Sie sie im Gefrierfach stellen. Motten sterben bei Minustemperaturen nach 2-3 Tagen.

9. Verwenden Sie nie befallenen Lebensmittel! Sie sind ungenießbar und sollten unbedingt entsorgt werden.

10. Wenn Sie einen Befall in den Herbstmonaten vorbeugen und gleichzeitig Geld sparen möchten, dann sollten Sie zwischen September und November ihre Einkaufsgewohnheiten verändern. Kaufen mehrmals in der Woche, dafür aber kleinere Mengen als sonst ein. Bei einem eventuellen Befall haben Sie dann weniger Lebensmittel im Vorratsschrank, Sie müssen weniger Produkte entsorgen und Sie sparen auch viel Zeit und Mühe.

Motten in der Küche Schritt-für-Schritt bekämpfen

Vorratsschrank mit Staubsauger reinigen vor Motten

Wenn Sie allerdings schnell reagieren und bei den ersten Anzeichen eines Befalls bestimmte Schützmaßnahmen treffen, dann können Sie mindestens einen Teil der Lebensmittel noch retten. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Prüfen Sie alle Lebensmittel in der Küche. Die Vorräte, die befallen sind, sollten Sie schnellstmöglich wegwerfen. Am besten entsorgen Sie sie direkt in einer Mülltonne und nicht in den Mülleimer zu Hause.
  2. Alle Lebensmittel, die nicht befallen sind, in luftdicht verschließbaren Behältern füllen und alle zwei Tage auf Motten prüfen.
  3. Die Schränke, wo sich die befallenen Lebensmittel befinden, leeren und gründlich mit Seifenwasser reinigen. Wischen Sie die Schränke ab.
  4. Schwer zugängliche Bereiche zwischen den Küchenschränken sollten Sie am besten absaugen.
  5. Auch verschiedene Geräte zur Dampfreinigung erweisen sich als sehr hilfreich, da sie die Insekten schnell abtöten können.
  6. Falls noch erwachsene Insekten in der Küche fliegen, können Sie einen erneuten Befall mit einem einfachen Hausmittel vorbeugen. Zu diesem Zweck vermengen Sie Mehl und Backsoda im Verhältnis 1 zu 4. Geben Sie die Mischung in eine Schüssel und stellen Sie sie in den Schrank. Die Motten vermehren sich gerne im Mehl, die Eier und die Larven können sich im Backsoda allerdings nicht weiter entwickeln.

Diese Mittel helfen gegen Motten und diese können das Gegenteil bewirken!

Motten in der Küche Lebensmittel aufbewahren luftdicht verschließen


 

Mottenpapier hilft nicht nur gegen Kleider-, sondern auch gegen Mehlmotten. Das Papier wird in einem Giftstoff getränkt und trocknen dann langsam nach. Dabei wird der Giftstoff freigelassen und beseitigt den Mottenbefall in Schränken. Wichtig dabei ist allerdings, die Hinweisen des Herstellers zu befolgen. Das Mottenpapier wirkt am besten, wenn es in geschlossenen Schränken oder Schubladen gestellt wird. Sehr wichtig – das Papier darf auf keinen Fall direkt im Kontakt mit Lebensmitteln kommen und alle Lebensmittel im jeweiligen Schrank sollten luftdicht verpackt sein. Am besten ist es sogar, den befallenen Schrank zu leeren und das Papier dort zu legen.

Von der Verwendung von Pheromonfallen ist es dagegen abzuraten. Diese Fallen enthalten eine Substanz, die nur die männlichen Insekten anlockt. Gleichzeitig ist ihre Oberfläche klebrig, sodass die Motten daran festkleben. Damit kann man allerdings einen Befall nicht beseitigen. Umso mehr – oft besteht die Gefahr, dass Motten aus der Umgebung angelockt werden und durch Fenster und Türen in die Küche gelangen.

Die Mehlmotten sind für Menschen und Haustiere nicht gefährlich. Da die befallenen Lebensmittel allerdings entsorgt werden müssen, ist ein Befall nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer.

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