Ihre Pflanzen welken? So erkennen Sie, ob Dickmaulrüssler der Grund ist – Typisches Schadbild & häufigste Probleme
Erfahren Sie, wie Sie das typische Schadbild des Dickmaulrüsslers erkennen, welche Pflanzen besonders gefährdet sind und wie Sie den Schädling effektiv bekämpfen können. Ist Ihr Garten betroffen? Finden Sie es jetzt heraus!
Welken Ihre Pflanzen ohne ersichtlichen Grund? Welche typischen Schäden verraten einen Befall mit Dickmaulrüsslern? Und wie schützen Sie Ihre Hortensien, Kirschlorbeer und Gemüse effektiv vor den gefräßigen Schädlingen? In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige zum Schadbild, den betroffenen Pflanzen und den besten Methoden zur Bekämpfung.
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Sie gießen Ihre Pflanzen regelmäßig und kümmern sich gut um sie – trotzdem wachsen sie nicht richtig, hängen schlapp herunter oder haben seltsame Löcher in den Blättern? Dann könnte der Dickmaulrüssler schuld sein. Dieser Käfer und seine hungrigen Larven sind häufige und hartnäckige Schädlinge im Garten – und sie sind oft schwer zu entdecken. Wie Sie den Dickmaulrüssler erkennen, wie das Schadbild aussieht und welche Pflanzen besonders betroffen sind – all das erfahren Sie hier.
Foto: Kristof Degreef / Shutterstock
Was ist der Dickmaulrüssler eigentlich?
Foto: Tomasz Klejdysz / Shutterstock
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Der Gefurchte Dickmaulrüssler (Otiorhynchus sulcatus) ist ein etwa 8-12 mm großer, nachtaktiver Rüsselkäfer. Sie werden ihn tagsüber kaum zu Gesicht bekommen – er versteckt sich im Boden, unter Laub oder Ritzen. Doch nachts wird er aktiv und frisst sich durch Ihre Gartenpflanzen.
Das Tückische: Nicht nur die erwachsenen Käfer richten Schaden an, sondern vor allem auch die Larven. Und während der Fraß der Käfer meist nur unschön aussieht, können die Larven ganze Pflanzen zum Absterben bringen.
Wichtig zu wissen:
Die Käfer selbst leben nachts und sind tagsüber gut versteckt.
Sie können nicht fliegen, wandern aber aktiv von Pflanze zu Pflanze.
Ein Weibchen legt mehrere Hundert Eier – die Larven entwickeln sich im Boden und überwintern dort.
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Der Käfer ist nicht wählerisch – er liebt eine Vielzahl an Zier- und Nutzpflanzen. Hier einige der häufig betroffenen Arten:
Zierpflanzen:
Hortensien – Blätter mit typischem Buchtenfraß, Wuchs wird geschwächt
Kirschlorbeer – Jungpflanzen besonders gefährdet, plötzliche Welke
Rhododendron – sehr beliebt beim Dickmaulrüssler
Buchsbaum, Eibe, Liguster – Fraßspuren an den Rändern, Wachstumsprobleme
Rosen, Lavendel, Astilben, Funkien (Hosta)
Gemüse & Kräuter:
Erdbeeren – stark gefährdet, vor allem die Wurzeln
Salat, Kohlarten, Sellerie – Larven fressen an den Wurzeln
Kräuter wie Minze oder Basilikum – selten betroffen, aber nicht ausgeschlossen
Topfpflanzen & Balkonpflanzen:
Kübelhortensien
Clematis
Zitruspflanzen
Fuchsien
Tipp: Achten Sie besonders auf Anzeichen bei Kübel- und jungen Gartenpflanzen. Hier breitet sich der Schädling besonders schnell aus. Dort haben die Larven keine natürlichen Feinde und können die Wurzeln schneller vollständig zerstören.
So erkennen Sie den Dickmaulrüssler – Schadbild im Überblick
Schadbild durch erwachsene Käfer
Foto: Tomasz Klejdysz / Shutterstock
Halbrunde Fraßstellen an den Blatträndern, wie ausgestanzt
Meist ab Juni sichtbar, besonders an Hortensien & Kirschlorbeer
Pflanzen sehen „angeknabbert“ aus, wirken aber zunächst noch gesund
Kein großer Schaden bei leichtem Befall – aber ein Warnzeichen!
Gut zu wissen: Der Käfer ist kein guter Kletterer – deshalb beginnt der Fraß meistens an den unteren Blättern.
Schadbild durch Larven (viel gefährlicher!)
Foto: MaCross-Photography / Shutterstock
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Pflanzen welken plötzlich, obwohl sie grün sind
Kein Neuaustrieb, keine Blütenbildung
Wurzelhals weich, Pflanze lässt sich oft leicht aus der Erde ziehen
Beim Ausgraben: Wurzelballen deutlich angefressen oder fast komplett zerstört
Kein sichtbarer Fraß an Blättern, da der Schaden unterirdisch passiert
Die Larven sind cremeweiß, beinlos, haben einen braunen Kopf und rollen sich bei Berührung oft ein. Sie leben direkt im Wurzelbereich. Besonders gefährlich für Topf- und Kübelpflanzen.
Dickmaulrüssler erkennen – So prüfen Sie, ob Sie befallen sind
Haben Sie gelbe Flecken auf Gurkenblättern entdeckt, sollten Sie die Ursache identifizieren und handeln! Nur so können Sie Ihre Gurkenpflanze retten.
Käferfalle bei Nacht: Legen Sie ein Holzbrett oder eine Fliese über feuchte Erde. Am nächsten Morgen verstecken sich darunter oft die Käfer.
Topfpflanzen kontrollieren: Ziehen Sie Pflanzen vorsichtig aus dem Topf. Finden Sie kleine, weiße Larven mit braunem Kopf, ist das ein sicheres Zeichen.
Wurzelschäden prüfen: Bei Verdacht vorsichtig den Boden rund um die Pflanze abtragen und Wurzelbereich anschauen.
Der Dickmaulrüssler bleibt oft lange unentdeckt – doch seine Schäden sind gravierend. Achten Sie auf typische Anzeichen wie angefressene Blätter und welke Pflanzen. Wer früh handelt, kann seine Gartenlieblinge retten – ganz natürlich mit Nematoden und ein wenig Aufmerksamkeit.
Elisa aus Bremen ist leidenschaftliche Autorin mit einem Faible für Design, Lifestyle und nachhaltiges Wohnen. Sie liebt das Reisen, Fotografie und das Entdecken neuer Trends. Nach über 1.000 Artikeln bei Archzine setzt sie ihre Arbeit nun bei Deavita fort. Elisa hat Journalistik in Leipzig studiert und einen Master in internationalen Beziehungen aus Paris.