Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Immunantwort und der Tageszeit

Zusammenhang zwischen der Immunantwort und der Tageszeit


Schweizer Forscher haben Studien zusammengestellt, die den Zusammenhang zwischen dem sogenannten zirkadianen Rhythmus und der Abwehrkraft des Immunsystems untersuchten. Der Bericht wurde letzte Woche in der Fachzeitschrift „Trends in Immunology“ veröffentlicht. Es stellt sich heraus, dass sich die Tageszeit auf die Stärke der Immunantwort auswirken kann – von Allergien bis hin zu Herzinfarkten.

Unser Biorhytmus spielt eine wichtige Rolle für den Schlaf, Stoffwechsel und andere physiologische Prozesse im. Die Forscher haben festgestellt, dass die Immunabwehr im Tagesverlauf erheblichen Schwankungen unterliegt. So stellt sich die Frage, ob es eines Tages möglich sein könnte, die Immunantwort durch Nutzung der zirkadianen Uhr des Menschen zu optimieren.

Unser Biorhytmus spielt eine wichtige Rolle für das Immunsystem

Verschiedene Studien haben den Tagesrhythmus der Immunzellen unter normalen Bedingungen, bei Entzündungen und Erkrankungen verglichen. So hat sich herausgestellt, dass:

  • Herzinfarkte beim Menschen am häufigsten morgens auftreten. Bei Mäusen ist die Anzahl der weißen Blutkörperchen, die Bakterien, Viren und Pilze (auch als Monozyten bezeichnet) abwehren, im Blut tagsüber erhöht. In der Nacht sind die Monozyten im Herzgewebe erhöht, was zu einem im Vergleich zum Morgen verringerten Herzschutz zu dieser Tageszeit führt.
  • Parasiteninfektionen tageszeitabhängig sind. Untersuchungen an Mäusen, die morgens mit dem Magen-Darm-Parasiten „Trichuris muris“ infiziert waren, haben gezeigt, dass sie sich von den Würmern signifikant schneller befreien können als Mäuse, die abends infiziert waren.
  • Allergische Symptome ebenfalls einer tageszeitabhängigen Rhythmik folgen und sich in der Regel zwischen Mitternacht und dem frühen Morgen verschlechtern. Daher kann die molekulare Uhr die angeborene Rekrutierung von Immunzellen und die Folgen von Asthma beim Menschen oder Atemwegsentzündungen bei Mäusen physiologisch fördern.

die Immunabwehr unterliegt im Tagesverlauf erheblichen Schwankungen

„Die Untersuchung zirkadianer Rhythmen in Bezug auf angeborene und adaptive Immunität ist ein großartiges Instrument, um das physiologische Zusammenspiel und die zeitabhängige Abfolge von Ereignissen bei der Erzeugung von Immunantworten allgemein zu verstehen“, sagt der Mitautor Christoph Scheiermann, Immunologe an der Universität Genf.

„Die Herausforderung besteht darin, unser wachsendes mechanistisches Verständnis der zirkadianen Immunologie in zeitlich abgestimmte Therapien für menschliche Patienten umzusetzen.“

Der vollständige Bericht können Sie in der Fachzeitschrift „Trends in Immunology“ auf Englisch lesen.



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