Ist Vitamin D gegen Bluthochdruck wirksam? Forscher geben die Antwort

Autor: Olga Schneider

Jeder hat es mindestens einmal gehört: Vitamin D Zusätze sollen gegen Bluthochdruck wirksam sein. Forscher der Klinik in Cleveland warnen, dass diese Behauptung nicht stimmt und dass eine Überdosierung mit Vitamin-D-Präparaten sogar negative Folgen auf die Herzgesundheit haben könnte.

Vitamin D ist gegen Bluthochdruck nicht wirksam

bluthochdruck kann nicht mit vitamin d gesenkt werden

Bereits vor einem Jahr wurde eine umfangreiche Studie im “New England Journal of Medicine” veröffentlicht. Die Forscher untersuchten über 25 800 Patienten und stellten fest, dass die Einnahme von Vitamin D Kapseln das Risiko einer kardiovaskulären Erkrankung nicht verringerte.

Sogar im Gegenteil: die Wissenschaftler warnen, dass eine Überdosierung mit Vitamin D zur Überproduktion von Calcium führen könnte. Das Calcium würde sich dann an den Wänden der Blutgefäße und in den Herzklappen ablagern. Daher würde eine Behandlung mit Vitamin-D-Präparaten nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen.

Unter Ärzten und Forschern gibt es zurzeit keinen Konsensus, wie viel Vitamin D wir täglich brauchen. Unklar bleibt auch, welche Menge gefährlich sein könnte. Der Tagesbedarf könnte von Mensch zu Mensch unterschiedlich sein, aber auch im Laufe des Lebens variieren.

Deswegen raten die Forscher dazu, Vitamin D nur nach Absprache mit dem Hausarzt einzunehmen. Es spielt keine Rolle, wie viel des täglichen Bedarfs von Sonnenlicht und wie viel von Nahrungsergänzungsmitteln gedeckt wird. Wichtig ist, wie erfolgreich der Körper aus Sonnenstrahlen bzw. dem Prohormon in den Nahrungsergänzungsmitteln Vitamin D herstellen kann.

Wann ist die Einnahme von Vitamin-D-Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll?

vitamin d nicht effektiv bei bluthochdruck

Vitamin D gehört zu den Vitalstoffen und ist lebenswichtig. Der Körper kann Vitamin D unter der Einwirkung vom Sonnenlicht produzieren. Es gibt Lebensmittel, die kleine Mengen von Vitamin D enthalten, allerdings sind sie unzureichend. In Nord- und Mitteleuropa kann es daher zu einem Vitamin-D-Mangel kommen, vor allem im Winter. Er kann nur mittels einer Blutprobe festgestellt werden. Bei gesunden Menschen verschreiben die meisten Ärzte keine Nahrungsergänzungsmittel, Kleinkinder und ältere Menschen zählen zu den Risikogruppen und müssen daher öfter auf Vitamin-D-Kapseln zurückgreifen.

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