Hoffnung im Kampf gegen HIV: Implantat auf der Welt-AIDS-Konferenz vorgestellt

PrEP hiv Medikament in Form eines Implantats

Die Konferenz der Internationalen Aids-Gesellschaft (IAS) zur HIV-Forschung in Mexiko-Stadt ist schon zu Ende. Zum Glück gibt es viele positive Nachrichten, die Grund zur Hoffnung im Kampf gegen HIV geben. Das Pharmaunternehmen Merck hat ein neues Medikament in Form eines Implantants vorgestellt. Das Implantat enthält das antiretrovirale Mittel MK-8591 (Islatravir), das Menschen, die das Virus nicht haben, ein Jahr lang vor HIV schützen könnte. Das Ziel ist es, dass das Implantat einen langfristigen Schutz vor der Ansteckung mit HIV gewährleistet, wie beispielsweise eine Impfung. Es muss jährlich ausgetauscht werden und hat sehr wenige Nebenwirkungen.

Vor einem Jahrzehnt entwickelten Wissenschaftler ein Medikament in Pillenform, das täglich eingenommen werden muss und das HIV-Risiko einer Person um 99 Prozent senken könnte. Dieses Medikament ist als HIV-Prophylaxe „PrEP“ (Prä-Expositions-Prophylaxe) bekannt und wurde als Antwort auf die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung von HIV gepriesen. Sein Potenzial wurde nicht voll ausgeschöpft.

Forscher des Pharmaunternehmens Merck – und vorläufig auch andere Experten auf diesem Gebiet – sagen jedoch, dass die neuesten Forschungsergebnisse, die heute vorgelegt wurden, stark genug sind, um das PrEP-Mittel als potenziellen „Game-Changer“ im Kampf gegen HIV zu bezeichnen. Das Implantat hat sich bei Nagetieren und Affen als verträglich erwiesen und ist bei 12 freiwilligen Probanden mindestens drei Monate lang sicher.

Ein weiterer wichtiger Faktor war die mangelnde Einhaltung oder Nichteinhaltung. Wie bei allen Medikamenten, die man täglich einnehmen muss, insbesondere bei gesunden Menschen, haben Studien gezeigt, dass Patienten die verschriebenen Arzneimittel und Therapiepläne nicht wie vorgesehen einnehmen bzw. befolgen.

Anton Pozniak Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft

„Ein Implantat bietet eine andere Möglichkeit für diejenigen, die eine Alternative zu Pillen und Spritzen haben wollen. Es könnte auch eine vielversprechende Lösung für diejenigen sein, die mit einem täglichen PrEP-Therapieplan konfrontiert sind“, sagte Anton Pozniak, Präsident der Internationalen Aids-Gesellschaft in einer Erklärung.

Es gibt jedoch immer noch kein Wort darüber, ob das Implantat für Bedürftige erschwinglich wäre, und die Forschung von Merck muss erst noch nachweisen, dass es für Menschen sicher ist und dass seine Wirkung tatsächlich ein Jahr anhält.

Hier können Sie mehr über die Studie lesen: Pressemittelung von Merck




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