Nitratreiches, grünes Blattgemüse beugt Herzkrankheiten vor

Autor: Anne Seidel

Eine neue Studie legt nahe, dass nur eine Tasse grünes Blattgemüse täglich das Risiko für Herzerkrankungen um ganze 26 % reduzieren kann – eine Menge, die selbst für Menschen, die Blattgemüse nicht mögen, erreichbar ist. Der Verzehr dieser und anderer nitratreicher, pflanzlicher Lebensmittel stärkt nämlich das Herz-Kreislauf-System.

Grünes Blattgemüse und Rüben fördert die Herzgesundheit

Grünes Blattgemüse und Rüben stärken das Herz

Die Forscher der Studie wiesen diese Tatsache anhand Stichproben nach. Unter 50 000 Menschen hatten diejenigen mit der größten Aufnahme von nahrungsnitratreichem Gemüse einen niedrigeren Blutdruck und ein um bis zu 26 Prozent geringeres Risiko für Herzerkrankungen. Nahrungsnitrate sind vor allem im grünen Blattgemüse in großen Mengen enthalten, aber auch in Rüben. Sie werden bereits in der Mundhöhle durch die vorhandenen Bakterien in Stickoxid umgewandelt. Dieses auf natürliche Weise entstandene Gas unterstützt die Erweiterung der Blutgefäße und senkt dadurch den Blutdruck. Und ein hoher Blutdruck ist bekanntermaßen ein Hauptrisikofaktor für Herzerkrankungen und Herzinfarkte.

„Unsere Ergebnisse haben gezeigt, dass Menschen durch den täglichen Verzehr einer Tasse rohen (oder einer halben Tasse gekochten) nitratreichen Gemüses ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erheblich senken können“, sagte die Studienautorin Dr. Catherine Bondonno von Edith Cowan University (ECU) in Westaustralien. Jedoch bringt grünes Blattgemüse oder anderes nitratreiches Gemüse keine zusätzlichen Vorteile, wenn man es in größeren Mengen als der empfohlenen Tasse täglich zu sich nimmt.

Eine Tasse pro Tag vollkommen ausreichend

Nitratreiches Gemüse reduziert das Risiko für Herzkrankheiten

„Die Menschen müssen keine Nahrungsergänzungsmittel einnehmen, um ihren Nitratspiegel zu erhöhen, da die Studie gezeigt hat, dass eine Tasse grünes Blattgemüse pro Tag ausreicht, um die Vorteile für Herzkrankheiten zu nutzen“, sagte Dr. Bondonno. „Wir haben keine weiteren Vorteile bei Menschen gesehen, die mehr nitratreiches Gemüse gegessen haben.“

Und wer den Geschmack nicht mag, aber dennoch täglich die optimale Menge zu sich nehmen möchte? Laut der Wissenschaftler könne man auch grünes Blattgemüse im Smoothie konsumieren. So wird der Geschmack durch eine Banane oder Beeren ausgeglichen, ohne dass Sie dabei auf die Vorteile verzichten müssen. „Das Mischen von Blattgemüse ist in Ordnung, aber entsaften Sie es nicht – das Entsaften von Gemüse entfernt das Fruchtfleisch und die Ballaststoffe“, sagt Dr. Bondonno.

Des Weiteren ist eine Tasse grünes Blattgemüse pro Tag auch für eine bessere Muskelkraft und -funktion von Vorteil. Es fördert die Durchblutung der Muskeln.

Grünes Blattgemüse als gesunden Smoothie konsumieren

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