Spiegel gestalten – 2 tolle Hingucker-Ideen mit Anleitung

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Spiegel im Haus sind tolle Hingucker, die so schön wie richtige Bilder an der Wand wirken. Ein selbstverzierter oder -gestalteter Spiegel sorgt für einen besonderen Blickfang und verleiht dem Bereich eine persönliche Note. Und so schwer ist es nicht zum Selbermachen. Im Folgenden finden Sie zwei originelle Ideen mit Anleitung – eine für diejenigen, die schon einige Erfahrung im DIY haben und eine ganz einfache für „Anfänger“. So können Sie ohne großen Aufwand einen tollen Spiegel gestalten und damit einen wenig vorteilhaften Bereich schön aufwerten.

Der Hingucker im Haus: Spiegel gestalten

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Spiegel gestalten ist ein tolles DIY Thema, das das handwerkliche Geschick und Denken fördert. Es eignet sich aber eher schlecht für Hobbybastler, die Angst vor scharfen Objekten haben. In der ersten Anleitung stellen wir vor, wie man einen normalen Spiegel in eine Tiffanyarbeit umwandelt. Dafür wird das Spiegel mit einem Glasschneider zugeschnitten. Es hört sich sicherlich schwer, ist aber nicht so. Sie benötigen lediglich ein spezielles Werkzeug – einen Glasschneider und etwas Übung. Der hier verwendete Glasschneider ist speziell für Spiegelflächen geeignet. Ein solcher ist ab knapp 7-8 Euro im Fachhandel zu finden.

Spiegel geometrisch gestalten – Anleitung

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Beim Glas- und Spiegelschneiden wird die Oberfläche nicht komplett durchgeschnitten, sondern nur angeritzt. Dann bricht man die gewünschte Stelle vorsichtig ab. Dabei ist es besonders wichtig, dass die Unterlage, auf die der Spiegel gelegt wird, ganz flach und eben ist. Sonst kann er beim Schneiden durch den ausgeübten Druck zerbrechen. Darüberhinaus sollte die Spiegelfläche gründlich gereinigt werden und vor dem Schneiden mit Schneideöl benetzt. Bei der Arbeit mit Glas muss man seine Hände vor Glassplittern schützen und Handschuhe tragen. Wenn Sie Neulinge im Spiegel- bzw. Glasschneiden sind, dann empfehlen wir, erstmal an einem Stück Glas zu üben und Probeschneiden zu machen.

À la Tiffany-Spiegel gestalten

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Für den DIY Tiffany-Spiegel brauchen Sie einen normalen Spiegel in beliebiger Größe, einen geeigneten Glasschneider, ein Stück selbstklebende Folie (am besten in metallischer Farbe wie Messing oder Silber, matt), einen Filz- und einen Bleistift, eventuell einen Glasreiniger, ein Lineal, Schneideöl und Handschuhe. Damit das Endergebnis richtig gelingt, empfehlen wir vorher eine Skizze 1:1 zu zeichnen. Mit dem Filzstift und dem Lineal markieren Sie den Schnitt auf dem Glas. Nun tauchen Sie die Spitze des Glasschneiders ins Schneideöl und tragen Sie ein bisschen davon auf die Schnittstellen. Dann legen Sie das Lineal an die markierte Linie und schneiden Sie daran entlang. Bedenken Sie, dass Sie den Glasschneider nur einmal ohne Unterbrechung und unter gleichmäßigem Druck ziehen müssen. Anschließend legen Sie den Spiegel an den Rand der Arbeitsfläche oder auf ein erhöhtes Objekt, z.B. ein Buch oder eine Platte, und lassen Sie die Kante, die Sie abschneiden wollen, überstehen. Nun klopfen Sie vorsichtig darauf, bis sie abfällt. Zum Schluss schleifen Sie ein bisschen die scharfen Spiegelkanten ab.

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Auf diese Weise schneiden Sie den rechteckigen Spiegel zu einem Achteck zu. Wenn die gewünschte Form erreicht wird, müssen Sie die Spiegelfläche sauber machen und darauf die selbstklebende Folie anbringen. Sie können entweder eine satinierte Fensterfolie, die Sie später färben müssen, oder eine in metallischer Farbe verwenden. Mit dem Bleistift zeichnen Sie ein Muster von Tiffany Technik inspiriert. Dabei lassen Sie gleichmäßige Fugen zwischen den einzelnen geometrischen Formen und wenn nötig, färben sie in der Gewünschte Farbe, z.B. Messing. Die Figuren schneiden Sie mit einem Bastelmesser vorsichtig aus. Dabei achten Sie, den Spiegel nicht zu zerkratzen. Die Fugen aus metallischer Folie erzielen schließlich die Wirkung von den Tiffany Panels.

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Damit der Spiegel effektvoll und wirklicht gelungen aussieht, achten Sie auf einen sauberen, geraden Schnitt sowohl von dem Spiegel selbst als auch von der Folie. Auf Wunsch können Sie eine dünne Schicht Korken auf der Rückseite des Spiegels anbringen. So werden Ihre Möbel und Wände vor Kratzern geschützt, wenn Sie den Spiegel auf einen Schrank, eine Kommode oder ein Regal legen wollen.

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Tiffanyarbeiten begeistern durch ihre Dreidimensionalität. Geometrisch zugeschnittene, transparente Gläser erzeugen Ornamente und Motive und bringen durch das Spiel zwischen Licht und Schatten besondere Effekte hervor. So wirken sie zu jeder Tageszeit anders und sind daher ein besonders auffälliger Blickfang. Deshalb wenn Sie einen Aufhängeort Ihres selbstgestalteten Spiegels suchen, wählen Sie es bewusst, damit ein Lichteinfall jederzeit möglich ist.

Spiegel mit Reißzwecken gestalten – Anleitung

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Das zweite DIY Projekt zum Spiegel Gestalten fällt einfacher aus und eignet sich daher sehr gut für Anfänger im Basteln oder als eine schnelle Bastelei. Hierfür wird ein kleiner, runder Spiegel (etwa 10-12 cm Durchmesser) eingesetzt, der bestimmt in jedem 1-Euro-Geschäft zu finden ist. Unser Tipp ist zuerst den Spiegel zu besorgen und dementsprechend auch die restlichen Materialien. Es wird auch einen Korken-Untersetzer benötigt, der etwas größer als der Spiegel ist. Zum Beispiel, Sie nehmen einen Spiegel mit 10 cm Durchmesser und einen Korken-Untersetzer mit 15 bis 20 cm Durchmesser.

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Für diesen DIY-Spiegel brauchen Sie Reißzwecke in Metall-Optik und noch einen Allzweck-Kleber. Wenn Sie den Spiegel später an der Wand aufhängen wollen, wird ein Aufhänger benötigt oder Sie basteln selbst einen mit Draht. Nun platzieren Sie den runden Spiegel genau in der Mitte des Korken-Untersetzers und beginnen Sie die Reißzwecken um ihn herum sehr dicht aneinander einzudrücken.

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Mit den Reißzwecken sollten Sie den ganzen Korken-Rand um den Spiegel sehr dicht decken, so dass er wie versilbert aussieht und von der braunen Korkoberfläche nichts mehr zu sehen ist. Die Kante des Korken-Untersetzers decken Sie ebenfalls. Es ist ratsam, von innen nach außen zu beginnen. Umranden Sie zuerst den Spiegel mit Reißzwecken und dann probieren Sie an einer Stelle aus, wie Sie die anderen Reihen Reißzwecken anordnen können.

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Sehr wichtig ist die Korkplatte komplett mit Reißzwecken zu decken, so dass sich eine gleichmäßige „versilberte“ Oberfläche ergibt. Die Reißzwecken ordnen Sie am besten in der Art von Fischschuppen sehr dicht aneinander und in einer Richtung. Die Kante des Korken-Untersetzers müssen Sie ebenfalls sehr gut decken.

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Zum Schluss fixieren Sie einen Aufhänger auf der hinteren Seite. Oder Sie können einen selber basteln, indem Sie ein Stück Draht zwischen zwei Reißzwecken befestigen. Für zusätzliche Sicherheit kleben Sie die Reißzwecken mit etwas Klebstoff, bevor Sie sie in den Korken festdrücken. Nun ist Ihr wunderschöner, runder Deko-Spiegel fertig!

*DIY Projekt 1. von A beautiful Mess

*DIY Projekt 2. von Curbly

Von Laura Klang